Der Prinz von Ägypten (1998)

Originaltitel: Prince of Egypt
Der Prinz von Ägypten Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Der Prinz von Ägypten: Dreamworks erstes Zeichentrickfilm, der die biblische Geschichte von Moses erzählt.

Um ihren jüngstgeborenen Sohn vor den Schergen des Pharaohs zu retten, setzt Moses’ Mutter den Kleinen in einem Binsenkorb im Nil aus. Er wird von der Frau des Pharaohs gefunden und wächst als Bruder ihres leiblichen Sohnes Ramses auf – bis Moses von seiner wahren Herkunft erfährt und von Gott dazu berufen wird, das Volk Israel aus der Knechtschaft in das gelobte Land zu führen.

Die Emanzipationsgeschichte des biblischen Helden Moses, der vom fremdbestimmten Zögling des Pharaos zum selbstsicheren Befreier des Volkes Israel reift: Als Neugeborener an den Gestaden des Nils ausgesetzt, um so den Häschern des Herodes zu entkommen, wird der kleine Moses von einer ägyptischen Prinzessin gefunden und großgezogen. Nach seiner Flucht in die Wüste und der Hochzeit mit der Nomadenschönheit Zippora erhält er schließlich den göttlichen Auftrag, die geknechteten Juden ins Gelobte Land zu führen.

Dreamworks erster Zeichentrickfilm, der die biblische Geschichte von Moses erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dreamworks’ Zeichentrickadler ist gelandet: Mit atemberaubenden Bildern, die jedem Monumentalfilm zur Ehre gereichen würden, der perfekten Verschmelzung traditioneller Folienanimation mit in dieser Form noch nie gesehenen Computereffekten und dem biblischen Evergreen von Moses und dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten als Leitgeschichte erweist sich “Der Prinz von Ägypten” als bestens gerüstet, um als erster Nicht-Disney-Animationsfilm in bislang einzig dem Genre-Pionier vorbehaltene Boxoffice-Sphären vorzustoßen. Daß allerdings ausgerechnet die Figuren des biblischen Epos aller technischen Brillanz und immer wieder sensationellen Sequenzen zum Trotz blaß bleiben, verblüfft angesichts Jeffrey Katzenbergs vergangener Disney-Großtaten, in denen Emotion stets über Technologie triumphierte.

    Ein siebenminütiges, “Der König der Löwen” nachempfundenes Intro, untermalt von dem dem Song “Deliver Us”, läßt zunächst keinerlei Zweifel daran, daß das Ergebnis zweijähriger Mühen mit der Ambition Katzenbergs mithalten kann: Vor dem imposanten und wahrlich atemberaubend in einer Mischung aus “Die zehn Gebote” und Leni Riefenstahl umgesetzten Hintergrund des Pyramidenbaus thematisieren die Zeichner den Verzweiflungsakt von Moses’ Mutter, die ihren Sohn aus Angst vor den Mördern des Pharaohs im Bastkörbchen im Nil aussetzt. Zahlreichen Gefahren muß der Säugling in einer symbolischen Vorwegnahme späterer Abenteuer ausweichen, bevor er am Palast des Pharaohs angeschwemmt und von dessen Frau aufgenommen wird.

    Jahre später setzt dort auch die eigentliche Geschichte ein, eingeleitet von einem furiosen Wagenrennen zwischen dem arglosen Moses und Ramses, dem designierten Herrscher über das Reich Ägypten, nachdem sein Vater abgedankt hat. Schnell wird das Dilemma des Films deutlich: Wie gestaltet man eine Geschichte interessant und neu, die buchstäblich der gesamten Welt bereits bekannt ist? Weil nicht das Was, sondern das Wie die Erzählung dominiert, muß “Der Prinz von Ägypten” hart darum kämpfen, vom Overkill der Bilder nicht erdrückt zu werden. Size does matter – auch auf die wohlbekannten Szenen des Alten Testaments trifft die Hollywood-Formel des Filmjahres 1998 zu: Unvergeßliche, bombastische Bilder, entstanden in einer wegweisenden Kombination aus traditioneller Folienanimation und CGI, fand man für den brennenden Busch, die sieben Plagen und vor allem die abschließende Sequenz von der Teilung des Roten Meeres, die vermutlich Filmgeschichte schreibt. Zwangsweise wird man von der schier überwältigenden Größe dieser Szenen mehr angesprochen als von dem moralischen Dilemma Moses’, seiner Vergangenheit den Rücken kehren zu müssen, um sein Volk aus der Sklaverei zu führen. Nur selten gelingt es den Zeichnern, die Bilder von ihrer Unmittelbarkeit zu lösen und mittels ihrer expressiven Kraft die inneren Kämpfe der Protagonisten sichtbar zu machen. Gerade deshalb sind auch eine sensationelle Alptraumsequenz, in der Moses in der Projektion auf ägyptische Wandmalereien seiner Herkunft gewahr wird, oder der erschütternde Moment, in dem Ramses von seinem hingerafften Sohn Abschied nimmt, die stärksten Momente des Filmes, dem natürlich auch Lob gebührt, daß er ausgefahrene Animationswege gar nicht erst beschreiten will: So erwachsen wie die majestätischen Zeichnungen selbst ist auch die Thematik selbst, die nicht – wie gewohnt – Zuflucht in publikumsträchtigem Humor sucht. Daß “Der Prinz von Ägypten” trotz seiner Schwächen letztlich doch ein Triumph ist, liegt nicht nur an der Weltklasseleistung der Animationsabteilung, sondern auch an den Spitzenleistungen der Sprecher (im Original): Val Kilmer als Moses, Ralph Fiennes als Ramses und Michelle Pfeiffer als Tzipporah vollbringen (auch als Sänger) Beachtliches und erfüllen ihre Figuren mit jener Komplexität, die die effektbedachte Erzählung ihnen verweigert. Daß dieser 70 Mio. Dollar schwere Meilenstein des Genres, der die (technische) Latte für alle kommenden Projekte sehr hoch legt, auch kommerziell ein Wörtchen mitreden wird, wenn er kurz vor Weihnachten weltweit parallel in die Kinos kommt, sollte nicht zuletzt die Marketingkampagne, in deren Mittelpunkt vor allem das erste Duett der Diven Mariah Carey und Whitney Houston und gleich drei Soundtrack-CDs stehen, sicherstellen. ts.

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