Der Medicus (2013)

Der Medicus Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (15)
  1. Ø 4.3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.8

Filmhandlung und Hintergrund

Der Medicus: Verfilmung des gleichnamigen Bestseller von Noah Gordon um die abenteuerliche Reise einer englischen Waise, der in Isfahan des 11. Jahrhunderts zum Arzt ausgebildet wird.

Nach dem Tod seiner Mutter durch eine mysteriöse, im 11.Jahrhundert noch unheilbare Krankheit, zieht es den jungen Engländer Rob Cole viele Jahre später ins persische Isfahan. Dort lernt er bei Ibn Sina, dem berühmtesten Arzt des Orients, alles über Medizin, findet er die große Liebe, aber auch einen Hexenkessel vor, in dem er sich als Jude tarnen muss, weil Christen verfolgt werden, und der Einfluss muslimischer Fundamentalisten auch für den tyrannischen Schah, den Förderer Ibn Sinas, zur Bedrohung wird.

Ein englischer Junge begibt sich im 11. Jahrhundert auf Weltreise, um in Isfahan zum Arzt ausgebildet zu werden. Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Noah Gordon als opulent-epischer Abenteuerfilm.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es hat lange gedauert, bis sich jemand an die Verfilmung des voluminösen Bestsellers "Der Medicus" von Noah Gordon aus dem Jahr 1986 heranwagte. Regisseur Philipp Stölzl ("Nordwand", "Goethe!") verwandelt das Epos mit seinem reizvollen historischen Thema in ein spannendes Kinoabenteuer. Im Zentrum steht die fiktive Person eines Engländers, der seiner Zeit um Jahrhunderte vorauseilt: Er will im Mittelalter in Persien beim berühmten Arzt Avicenna oder Ibn Sina das Fach Medizin studieren, das man in seiner Heimat nicht kennt.

    Stölzls Epos erinnert daran, wie rückschrittlich Europa im Mittelalter war. In Umkehrung heutiger Verhältnisse ist der Migrant in dieser Geschichte ein armer, zerlumpter Engländer, den der Bildungshunger in den Orient treibt. In Isfahan gibt es eine Medizinschule, die das Wissen der Antike vermittelt. Aber Persien ist voller Gefahren: Ein unberechenbarer, zynischer Schah (Olivier Martinez) herrscht über Leben und Tod, kriegerische Seldschuken und religiöse Fundamentalisten drängen an die Macht.

    Auch im Orient sind die Religionen tendenzielle Widersacher der freien Wissenschaft. Die jüdischen und islamischen Ärzte, mit denen Cole freundschaftlich verkehrt, halten sich an das Verbot, Leichen zu sezieren. Der Film legt ihren schwierigen Mittelweg zwischen Glauben und Wissensdurst frei. Auch Ibn Sina teilt insgeheim Robs Neugier, wie es im Inneren des menschlichen Körpers aussieht. Die damalige Medizin ist nämlich voll von Irrtümern und ungelösten Rätseln: Trotz starker Szenen während der Pestepidemie wird dieses zentrale Thema des Romans im Film etwas zu sehr verkürzt. So kommt auch es zu einem fragwürdigen Sprung in die Übertreibung mit dem Drehbucheinfall, den Schah einer damals unmöglichen Blinddarmoperation zu unterziehen.

    Gut gezeichnete Charaktere und ein wenig romantische Würze in Gestalt der schönen Jüdin Rebecca (Emma Rigby) lassen die Geschichte auch auf emotionaler Ebene funktionieren. Allerdings erreicht Stölzls insgesamt gelungener Film gerade auf diesem Gebiet nicht die Tiefe großer alter Vorbilder wie "Lawrence von Arabien".

    Fazit: Philipp Stölzls Romanverfilmung "Der Medicus" ist eine beeindruckende, spannende Kombination aus epischem Abenteuer und Medizingeschichte, die ein wenig bekanntes Stück Mittelalter lebendig macht.
  • England im elften Jahrhundert: Als Kind muss Rob Cole (Tom Payne)?miterleben, wie seine Mutter an einer Krankheit stirbt. Dieses Ereignis weckt in ihm das brennende Verlangen, anderen zu helfen. Er geht bei einem durchs Land ziehenden Bader in die Lehre, der ihm schon bald nichts mehr beibringen kann. Als er von Ibn Sina hört, einem hervorragenden Mediziner und Weisen in Ifshahan, bricht Rob auf ins ferne Persien – eine lange, entbehrungsreiche und insbesondere für einen Christen lebensgefährliche Reise. Nach vielen waghalsigen Abenteuern wird am Ende sein Streben nach Wissen mit Erkenntnis, Freundschaft und wahrer Liebe belohnt. Endlich kommt Noah Gordons bislang unverfilmtes Historienabenteuer, allein bei uns über 6 Mio. Mal verkauft, auf die große Leinwand! In der bildgewaltigen, aufwändigen Produktion schickt “Nordwand”-Regisseur Philipp Stölzl eine attraktive internationale Besetzung (u.a. Stellan Skarsgård, Olivier Martinez, Emma Rigby, Elyas M’Barek, Fahri Yardim und Ben Kingsley) auf spannende Zeitreise ins Mittelalter. Gedreht vor eindrucksvoller Kulisse u. a. in Marokko ist das Epos zwischen Orient und Okzident leidenschaftliche Liebesgeschichte und packendes Abenteuer, eine unvergessliche Reise aus der Dunkelheit ans Licht.

    Fazit: Eines der größten Abenteuer unserer Zeit:?Noah Gordons Millionenseller, mit internationaler Top-Besetzung verfilmt.
  • Aufwendig gemacht, aber frei von Höhepunkten. Ein dahinplätschernder Film, der im Fernsehen besser aufgehoben wäre.
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