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Der Mann von gestern (2007)

Der Mann von gestern Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Mann von gestern: TV-Romanze mit Matthias Brandt und Nadeshda Brennicke.

Vor zehn Jahren hat Robert sein altes Leben hinter sich gelassen. Er ist durch die Welt gezogen und als Weinbauer in Südafrika sesshaft geworden. Jetzt heißt er Bob, aber Roberts Vergangenheit lässt ihn nicht los: Emma, die er einst in Bremen zurückließ, geht ihm nicht aus dem Kopf. Unfähig, sich ohne Vorbehalt zur schönen Südafrikanerin Maria zu bekennen, muss er ein letztes Mal zurück nach Deutschland, damit Robert endlich zur Ruhe kommen kann.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einfach verschwinden: Das ist wie ein Suizid mit Notausgang, wie Sterben, ohne tot zu sein. Robert hat die Vorstellung so gut gefallen, dass er sich in Luft aufgelöst hat. Er ist durch die Welt gezogen und als Weinbauer in Südafrika sesshaft geworden. Jetzt heißt er Bob, aber Roberts Vergangenheit lässt ihn nicht los. Unfähig, sich ohne Vorbehalt zur schönen Südafrikanerin Maria zu bekennen, muss er ein letztes Mal zurück nach Deutschland, damit Robert endlich zur Ruhe kommen kann. “Der Mann von gestern” ist eine Produktion von ARD-Tochter Degeto, läuft aber aus gutem Grund an einem Mittwoch: NDR-Fernsehfilmchefin Doris J. Heinze, erzählt in ihrem Drehbuch alles andere als die übliche Freitagsromanze. Selbst Bobs zumeist überflüssige Handlungskommentare fallen nicht negativ ins Gewicht; eher schon, dass sämtliche Südafrikaner perfekt Deutsch können. Aber sie bilden ohnehin bloß den Rahmen, denn erst mal muss Bob seine Geschichte nachreichen: In Bremen hat er zehn Jahre zuvor zufällig Emma wieder getroffen, mit der er einst zur Schule ging. Schon damals war er viel zu schüchtern. Emma aber erinnert sich durchaus an ihn, und Robert verliebt sich Hals über Kopf. Als romantischer Held eines Freitagsfilms wäre Matthias Brandt kaum der Richtige, aber in diese Geschichte passt er perfekt. Nur weil er Roberts linkischen Charme so überzeugend spielt, nimmt man ihm ab, dass er schließlich “über den eigenen Mut stolpert”. Ein Jahrzehnt später kehrt er als Bob zurück. Sein Ich ist ein anderes geworden, aber auch in Bremen ist die Zeit nicht stehen geblieben. Bei Hannu Salonen ist die Geschichte in den besten Händen. Der Finne hat für die ARD zuletzt vor allem Sonntagskrimis gedreht und auch dabei schon stets die sorgfältige Entwicklung der Charaktere einer temporeichen Inszenierung vorgezogen – eine Arbeitsweise, von der Brandt enorm profitiert. Nadeshda Brennicke wiederum, wie immer mit viel Trauerflor im Blick, spielt die Emma gerade eben flatterhaft genug, dass man Roberts fehlendes Zutrauen in die Beziehung nachvollziehen kann. Ähnlich entscheidenden Anteil an der Wirkung dieses romantischen Melodrams haben Bildgestaltung und Musik. Salonens Stammkameramann Andres Doub sorgt für wunderschöne Bilder, und das keineswegs bloß in Südafrika. Karim Sebastian Elias hat für die Szenen am Kap eine schöne Mischung aus einheimischen Instrumenten und westlichen Rhythmen gefunden und verstärkt auf diese Weise den Kontrast zwischen dem sonnendurchfluteten Südafrika und dem regnerischen, aber trotzdem heimeligen Bremen. Am Ende verschwindet Bob ein zweites Mal. Der Schluss ist durchaus mutig: Ein Mann wollte seine Vergangenheit klären und hat damit offenbar seine Zukunft zerstört. Aber endlich wird auch klar, warum Bob die Handlung immer wieder kommentieren musste. tpg.

Darsteller und Crew

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