Der letzte schöne Tag (2011)

Der letzte schöne Tag Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 4.7

Filmhandlung und Hintergrund

Der letzte schöne Tag: TV-Drama um eine Familie, die mit dem Selbstmord der Ehefrau und Mutter fertigwerden muss.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ohnmacht, Schuldgefühle, Wut: Johannes Fabrick ist ein herausragender Film über den Umgang mit dem Selbstmord eines geliebten Menschen gelungen

    Jedes Jahr nehmen sich rund 10.000 Menschen das Leben. Trotzdem ist Selbstmord eines der letzten Tabuthemen. Um so mehr muss der Mut des WDR zu diesem Film bewundert werden. Er erzählt die Geschichte des Lebens nach dem Tode und beschreibt, wie die Hinterbliebenen mit dem Schock umgehen. Warum Anästhesistin Sybille keinen anderen Ausweg sah, als sich zu vergiften, bleibt offen. Sie hatte Depressionen; das muss genügen. Deshalb beginnt der Film mit ihrem Abschied: Kurze Anrufe bei Mann und Kindern sollen garantieren, dass niemand ihren Plan durchkreuzt.

    “Der letzte schöne Tag” ist naturgemäß ein Schauspielerfilm. Jede übertriebene Emotion würde die Erzählung ins Melodram treiben und verkitschen. Davon ist Wotan Wilke Möhring weit entfernt. Er spielt die Fassungslosigkeit, die Ohnmacht, die innere Versteinerung, die Wut und schließlich die grenzenlose Trauer, bei der man gar nicht Zeuge sein will, genau richtig: nie zu viel, nie zu wenig; herausragend. Nicht minder hoch einzuschätzen ist die Leistung der Kinder: Der kleine Sohn Piet (Nick Julius Schuck) lebt noch in einer magischen Welt, in der ihm die Mutter immer wieder begegnet; die halbwüchsige Tochter (Matilda Merkel) macht sich Vorwürfe, hat Angst vor der Zukunft und projiziert ihre Wut auf die hilfsbereite Nachbarin. Die beiden jungen Darsteller leisten unter der Anleitung von Regisseur Johannes Fabrick Bemerkenswertes. Nicht minder groß war die Herausforderung für Julia Koschitz: Anfangs ist sie bloß akustisch präsent, später, in den kurzen Rückblenden und Piets Erscheinungen, bleibt sie stumm. Umso wichtiger war es, dass die Frau und Mutter Gesicht und Stimme hat. Dass es gerade einer Schauspielerin mit so viel Komödienerfahrung gehört, macht die Fallhöhe nur noch größer.

    Über all dem aber steht die Leistung von Dorothee Schön. Die Autorin hat in ihrem Drehbuch Erlebnisse aus ihrem direkten Umfeld verarbeitet. Und glücklicherweise hat ihr kein Redakteur und kein Produzent empfohlen, sich an einer klassischen Dramaturgie zu orientieren: weil der Film keinerlei Zuspitzung bedarf, keiner Suche nach Schuldigen, keiner Sünden aus der Vergangenheit, die nun zum Beispiel den Ehemann in anderem Licht erscheinen lassen. All das ist vor allem deshalb nicht nötig, weil man dank Fabricks Inszenierung und der großartigen darstellerischen Leistungen von Anfang an Teil dieser unendlich traurigen Geschichte ist, in der das Leben am Ende trotz allem weitergeht. tpg.

Darsteller und Crew

News und Stories

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