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Der kleine Nick (2009)

Originaltitel: Le petit Nicolas
Der kleine Nick Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (6)
  1. Ø 4.5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Der kleine Nick: Warmherzige Verfilmung der illustrierten Lausbubengeschichten von Jean-Jacques Sempé und René Goscinny.

Als einer von seinen Klassenkameraden erzählt, dass sich daheim alles nur noch um das Neugeborene dreht und er bald nicht mehr zum Unterricht erscheint, glauben alle, ihr Kumpel sei von seinen Eltern im Wald ausgesetzt worden. Der kleine Nick ist ganz besonders aufgeschreckt, denn in einem Gespräch seiner Eltern hat er gehört, dass seine Mama schwanger ist. Um dem Schicksal, im Wald ausgesetzt zu werden, zu entgehen, will er sich als perfektes Kind bewähren. Gemeinsam mit seinen Freunden bringt er die Wohnung auf Vordermann und will sogar einen Gangster anheuern, der den zukünftigen kleinen Rivalen entführen soll.

Als ein Junge in der Schule erzählt, dass sich daheim alles nur noch um das Neugeborene dreht und er bald nicht mehr zum Unterricht erscheint, ist der kleine Nick ganz besonders aufgeschreckt, denn in einem Gespräch seiner Eltern hat er gehört, dass seine Mama schwanger ist. Um dem Schicksal, im Wald ausgesetzt zu werden, zu entgehen, will er sich als perfektes Kind bewähren. Gemeinsam mit seinen Freunden bringt er die Wohnung auf Vordermann und will sogar einen Gangster anheuern, der den zukünftigen Rivalen entführen soll.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Ende der 1950er Jahre erblickte "Le Petit Nicolas" als überaus sympathischer Held der Geschichten von Comicautor René Goscinny (u.a. der Schöpfer von Asterix) und Cartoonist Jean-Jacques Sempé das Licht der Welt. Und nun darf der fantasiebegabte kleine Nick mit seinen Schulfreunden in der französisch-belgischen Realverfilmung sein erstes Kinoabenteuer erleben. Liebhaber der Buchvorlage und Freunde des französischen Films werden sich in dieser einfallsreichen Komödie bestens unterhalten fühlen. Mit subtilem Humor werden die einzelnen Episoden und Pointen um die Schule, Bandenspiele und den Ärger mit den Eltern zu einer geschlossenen Geschichte kurzweilig zusammengefügt. Ganze Arbeit leistet die perfekte und liebevolle Ausstattung mit 50er Jahre Setdesign, charmanten Kostümen und eleganten Oldtimern. So überzeugt die lebhafte Adaption märchenhaft, detailreich und mit unverwechselbar feinsinnigem französischem Humor als ein großer Kinospaß für Kinder und Erwachsene jeden Alters. Zum Schwelgen.

    Jurybegründung:

    90 Minuten ungetrübte Heiterkeit erfahren wir in einem liebenswerten Film aus der Perspektive des kleinen Nick. Nick ist der Mittelpunkt einer Geschichte der 50er Jahre, die ihren literarischen Ursprung in Episoden von René Goscinny (Asterix) und den Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé hat und einen kindlichen Blick auf seine Welt mit Eltern, Schule und den Freunden wirft. Alles ist goldrichtig in seinem Leben mit den vielen Streichen und Aktivitäten in und außerhalb der Schule, bis auf die Annahme, dass er ein Brüderchen bekommt. Das gilt es zu verhindern, denn dann setzen seine Eltern ihn im Wald aus wie den kleinen Däumling im Märchen, weil sie dann keine Zeit mehr für ihn haben. Um diesen Kern dreht sich ein Kosmos aus liebenswerten Eltern, dem Chef seines Vaters, einer netten Lehrerin, einem etwas beschränkten Hausmeister und der kleinen Clique aus seiner Klasse, die immer wieder neue Streiche ausheckt, um Nick aus der vermeintlich misslichen Situation zu helfen.

    Das Ganze ist verpackt in eine wunderschöne und ungeheuer liebevolle Ausstattung der späten 50er Jahre bis ins letzte Detail. Man hat das Gefühl in eine Comic-Zeichenwelt versetzt zu sein, so bilderbuchartig ist die Idylle, in der die Geschichte spielt. Auch die einzelnen Elemente der Geschichte werden mit viel Fantasie und umwerfender Spielfreude aller Darsteller umgesetzt. Man kommt aus dem Schmunzeln und aus der auf den Zuschauer übertragenen Fröhlichkeit nicht mehr heraus.

    Vor allem die älteren Zuschauer werden ihre Freude an der Ausstattung haben und nostalgischen Erinnerungen an ihre Kindheit nachhängen. Die Kinder von heute werden sich in den Typisierungen des Klassenstrebers, Vielfraßes und Maulhelden wieder erkennen, über die Schule und Streiche von damals staunen und die Eltern und sonstige Erwachsene mit ihrem oft unverständlichen oder unerklärlichen Verhalten weiterhin manchmal doof finden, aber sich auch von der Lebensfreude und der fröhlichen Welt des Films anstecken lassen.

    Als Einstieg zum Film muss die Klasse einen Aufsatz schreiben über ihren Berufswunsch. Alle wissen, was sie werden wollen. Nur Nick fällt nichts ein, denn er ist wunschlos glücklich mit seinem Leben, so dass sich nichts verändern braucht. Am Ende weiß er, was er machen will: die Menschen zum Lachen bringen. Das schafft in der Tat der Film, auch oder gerade, weil er nicht die Realität abbilden will, sondern ein Ideal der heilen Welt, wo Streiche und Streit immer harmonisch ausgehen.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die Geschichten vom kleinen Nick, geschrieben von René Goscinny und gezeichnet von Jean-Jacques Sempé, erschienen 1960 erstmals in Buchform und avancierten zum Klassiker, der Generationen von Lesern auch außerhalb Frankreichs zum Schmunzeln brachte. Nun hat Regisseur Laurent Tirard die lustigen Streiche des französischen Schulbuben und seiner Freunde zu einem Kinofilm adaptiert. Den Witz und die Nostalgie der Geschichten für ein heutiges Publikum zu verfilmen, ohne sie verstaubt und betulich aussehen zu lassen, erwies sich als Herausforderung, die nicht hundertprozentig gemeistert werden konnte.

    Der kleine Nick und seine Freunde, in den Büchern als spitznäsige umtriebige Gestalten porträtiert, sind gar nicht darauf aus, den Erwachsenen das Leben schwer zu machen. Dass auch der schönste und beste Vorsatz bald in eine Rauferei und allgemeines Chaos mündet, liegt einfach daran, dass die Jungen auf blöde Bemerkungen ihrer Klassenkameraden reagieren müssen, oder dass etwas anderes Wichtiges dazwischen kommt. Die Anarchie, die bei der Aufstellung zum Klassenfoto, beim Besuch des Schulrats oder dem Kauf eines Blumenstraußes für die Mutter ausbricht, zeigt den wohlmeinenden, aber auch irgendwie ahnungslosen Erwachsenen ihre Grenzen auf. Mit solchen Verläufen können sich auch heute noch viele Leser identifizieren, wenn sie sich an ihre Kindheit erinnern.

    Die Handlung des Films bleibt diesem zeitlos gültigen und unschuldigen Humor treu. Szenen aus den Büchern werden um die beiden parallelen Erzählstränge gruppiert, den Plänen der Kinder, Nick vor dem Brüderchen zu bewahren, und dem Versuch der Eltern, mit einer Einladung für Vaters Chef und dessen Gattin die längst fällige Gehaltserhöhung zu beschleunigen. Nick führt als Off-Erzähler in die Hintergründe der Charaktere und Situationen ein. Die Inszenierung bleibt auch der Nostalgie treu, die die 50 Jahre alten Geschichten inzwischen ausstrahlen, und setzt die Handlung in ein Ambiente der späten fünfziger Jahre: Die Schulbuben tragen Uniform mit kurzen Hosen und Krawatte, sie werden von der Lehrerin in die Ecke gestellt, der Pausenhof ist eine Steinwüste, der Vater bringt einen Fernsehapparat nach Hause, die Mutter klagt, dass sie nichts zum Anziehen hat. Kad Merad und Valérie Lemercier spielen das Elternpaar, das eine Spur zu tölpelhaft geraten ist, um dem frischen Ton der Originalgeschichten gerecht werden zu können.

    Manche der Anekdoten, die in Nicks Alltag vorkommen, spitzen sich im Film unnötig übertrieben zu. Wenn die Kinder Nicks Wohnung saubermachen, um die Eltern von den Vorzügen ihres Sohnes zu überzeugen, wird sie gleich demoliert, die Verkäuferin im Blumenladen wird von den Kindern unter Kakteen liegend zurück gelassen, die Mutter ruiniert das Abendessen für den Chef des Vaters, indem sie vor lauter Aufregung zu viel trinkt und einfach vom Stuhl kippt. Das wirkt ein wenig, als hätten die Filmemacher den Witz der Geschichten anschieben wollen, um seine Wirkung auf ein Kinopublikum zu sichern.

    Glücklicherweise sind die Kinderrollen alle hervorragend besetzt und transportieren den Charme der Figuren optimal auf die Leinwand. Nick wird von Maxime Godart in seiner ersten Spielfilmrolle dargestellt und sieht dabei, besonders im Profil, dem gezeichneten Nick erstaunlich ähnlich. Der hübsche Junge mit den ordentlich gekämmten Haaren und der regen Fantasie wird von Klassenkameraden begleitet, die ganz verschiedene Persönlichkeiten sind. Insbesondere Victor Carles als der verträumte Problemschüler Chlodwig und Vincent Claude als der dicke, aber pfiffige Otto sind eine echte Bereicherung für diesen atmosphärisch durchaus gelungenen Schmunzelfilm.

    Fazit: Dank guter Kinderschauspieler entfalten die Geschichten vom kleinen Nick auch als Kinofilm ihren frischen Humor.
  • Warmherzige Verfilmung der illustrierten Lausbubengeschichten von Jean-Jacques Sempé und René Goscinny.

    Ende der 1950 Jahre wird “Der kleine Nick” erfunden und feierte im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Der Ausflug in die damalige heile Kindheit einer Kleinstadt hat nichts an Reiz verloren, weckt sogar Nostalgie, ist die Zeit ohne Drogen, Migrantenprobleme und Gewalt doch endgültig vorbei. Mit “Le petit Nicolas” (so der Originaltitel) hat Präsident Nicolas Sarkozy wenig zu tun, auch wenn seine Landsleute ihn nicht gerade respektvoll so nennen und versuchten Ähnlichkeiten zu entdecken.

    Aus der illustrierten Figur wird in der Realverfilmung ein richtiger Junge, der mit List und Tücke seine Eltern davon überzeugen will, dass sie sich keinen besseren Sohnemann wünschen können. Als einer von seiner Klassenkameraden erzählt, dass sich daheim alles nur um das Neugeborene dreht und er fast als lästig empfunden wird und irgendwann nicht mehr zum Unterricht erscheint, glauben alle, ihr Kumpel sei im Wald ausgesetzt. Ganz besonders Nick ist aufgeschreckt, er belauscht ein Gespräch seiner Eltern und hält danach seine Mama für schwanger, sieht sich ebenfalls schon allein im Wald herumirren. Kampflos will er seinen angestammten Platz nicht aufgeben. Gemeinsam mit seinen Freunden bringt er die Wohnung auf Vordermann, putzt und schrubbt, dass die Tapeten von den Wänden fallen und plant, einen Gangster anzuheuern, der den zukünftigen kleinen Rivalen entführen soll. Bleibt nur die Frage des nötigen Kleingeldes.

    Wie unter einem Brennglas betrachtet Laurent Tirard seinen jungen Protagonisten in Kniestrümpfen, kurzer Hose, rotem Pullunder und weißem Hemd, ein cleveres und sympathisches Kerlchen, dargestellt von Maxime Godart in überzeugender Naivität und Frische, wie die anderen Kinderdarsteller entspricht er genau den Vorstellungen der Leser. In Zeiten der globalen Krise und Unsicherheit erfüllt die dargestellte Welt vielleicht die Sehnsucht nach längst vergangener Ordnung, aber Tirard lässt leichte Ironie aufblitzen beim scheinbar rosaroten Rückblick und somit ahnen, dass nicht alles so wunderschön war, wie es auf den ersten Blick aussieht. Mit seinen kräftigen und lebensfrohen Farben, stilisierter Ausstattung im 1950er Jahre Setdesign und schicken Oldtimern nimmt “Der kleine Nick” mit seinen Lausbubenstreichen rasant die Fahrt auf in ein Reich der Fantasie und eine ferne Kindheit. Könnte gut sein, dass sich die Großen trotz Märchenhaftigkeit mehr amüsieren als die Kleinen. mk.

Darsteller und Crew

News und Stories

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