Der Klang des Herzens (2007)

Originaltitel: August Rush
Der Klang des Herzens Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Der Klang des Herzens: Ein romantisches und berührendes Märchen vor der Kulisse von New York.

Der sensible elfjährige Evan (Freddie Highmore) lebt seit seiner Geburt in einem Waisenhaus in Neu-England und wird von allen als Freak gehänselt, weil er behauptet, seine Eltern hören zu können. Eines Tages kann er den Spott nicht mehr ertragen und reißt aus, um in New York Hilfe bei einem Sozialarbeiter zu finden, verliert aber die Adresse. Ein junger Straßenmusikant nimmt ihn mit in ein altes Theater, wo ein cleverer Wirrkopf (Robin Williams) Kinder musikalisch fördert und für sich arbeiten lässt.

Gefühlvolle Ballade für alle, die sich den Glauben an Wunder bewahrt haben: Das moderne Märchen von Kirsten Sheridan um einen Hochbegabten bezaubert mit viel Gefühl und Musik, den Kulissen New Yorks und einem charmanten jungen Hauptdarsteller.

Der junge Evans streift als Straßenmusiker durch die Straßen von New York. Obwohl er in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, glaubt er ganz fest daran, seine Eltern wiederzusehen. Sie, eine Cellistin, er ein Rockmusiker, hatten sich über alles geliebt, waren aber von ihrem Vater auseinandergerissen worden.

Steif und fest behauptet Außenseiter Evan im Waisenhaus, seine Eltern hören zu können. Als Evan ausbüchst, gerät er in Manhattan in ein Theater, wo zahlreiche obdachlose Kinder hausen unter der Obhut eines Wirrkopfes, der die Kids mit ihren Instrumenten auf die Straße schickt. Der Neuzugang entpuppt sich als Wunderknabe und sorgt als “August Rush” für Furore, tritt sogar mit den Philharmonikern im Central Park auf. Dort finden sich auch seine nach einer Liebesnacht mit Folgen getrennte Eltern wieder.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Der Klang des Herzens“ von Regisseurin Kirsten Sheridan ist ein bezauberndes Drama über die verbindende Kraft der Musik, die eine zerrissene Familie wieder vereint. Die Geschichte ist so einfach, dass ihr kitschiger Höhenflug verwegen wirkt: Ein Waisenjunge hat seine Eltern nie gesehen, doch er weiß, dass er sie finden wird. Wenn sie nur eines Tages seine Musik hören. Die Mutter Lyla, eine in klassischen Orchestern spielende Cellistin, und der Vater Louis, ein irischer Rockmusiker, haben sich nach einer einzigen Liebesnacht aus den Augen verloren. Auch sie irren fortan unglücklich durchs Leben, voller Sehnsucht nacheinander.

    Aber „Der Klang des Herzens“ funkelt wie ein altmodisches Filmjuwel, das zu romantischen Träumereien verführt, in denen eben alles möglich und nichts zu abwegig erscheint. Schon das Licht legt über das Geschehen einen milchigen Schleier, hinter dem man den Wundern, die da kommen mögen, förmlich entgegenfiebert. Mal scheint das Licht als weißer Nebel durch ein Kirchenfenster, mal liegt über den Straßen New Yorks ein heller Dunst. Im Kontrast dazu werden die Figuren in warme Farben getaucht, so liegt auf Lylas Gesicht oft ein rötlicher Schein wie aus einem Kaminfeuer.

    Wenn ein Film einmal die Scheu vor dem Fabulieren ablegt, können ihm Flügel wachsen. Der elfjährige Evan begegnet in New York einem modernen Fagan. Dieser Mann, Wizard genannt, beherbergt ähnlich wie bei „Oliver Twist“ Straßenjungen, denen er die Einnahmen abknöpft. Hier ist es nicht gestohlenes Geld, sondern ihr Lohn als Straßenmusikanten. Sie wohnen in einem märchenhaften, verfallenen Theater. Robin Williams als Wizard spielt einmal einen nicht so herzensguten Menschen in schwarzer Lederjacke und mit roten Koteletten. Die komplexe, zwiespältige Rolle eines gealterten Straßenmusikers, der Evans Genie erkennt, aber für sich nutzen will, stattet Williams mit starker Präsenz aus.

    Das Fabulieren geht munter weiter, schließlich wird New York hier als moderner Abenteuerspielplatz gezeigt, mit Plätzen, die romantisch-heimelig anmuten, mit verlassenen Gängen an der U-Bahn und dann wieder mit den Orten der kulturellen Elite. Evan kommt über kurz oder lang an die Juilliard School, wo er als jüngster Schüler komponieren lernt. Und dann dirigiert er ein Orchester im Central Park. Auf die Juilliard kam er dank eines afroamerikanischen Reverends, und den wiederum lernte er kennen über die kleine Gospelsängerin Hope, der er in einer Kirche in Harlem begegnet war.

    Aus diesen vielen kleinen Szenen in einer lebendigen Stadt macht die Regisseurin eine eigene Komposition aus Bildern und Schnitten. Oft wechselt sie von Lylas Cellospiel zum singenden Louis und dann wieder zu Evans Weltallsinfonie. Zu dieser inspirieren ihn Finger, die über einen Glasrand streichen, U-Bahn-Rattern aus einem Lüftungsschacht, Fahrradklingeln, der Aufprall eines Basketballs. Am Sound arbeiteten zahlreiche Musiker, die eigene Stücke beisteuerten und die verschiedenen Stile verbanden. Während die Musik erklingt, wechseln die Bilder von einem Schauplatz zum anderen, die Töne bleiben zunächst gleich und passen sich allmählich dem neuen Geschehen an.

    Das Herz des Films aber ist der 14-jährige Freddie Highmore. Linkisch und entrückt wirkt der blasse Waisenknabe Evan am Anfang. Aber als er zum ersten Mal eine Gitarre wie ein Hackbrett bearbeitet, lösen sich seine Gesichtszüge in rauschhafte Begeisterung. Dieser junge Schauspieler, der schon in Filmen wie „Wenn Träume fliegen lernen“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und „Arthur und die Minimoys“ zu sehen war, ist ein intelligentes Naturtalent, das Evan als nachdenklichen Charakter mit entwaffnender, echter Emotionalität darstellt.

    Fazit: Der Waisenjunge Evan hört selbst im Straßenlärm eine wunderbare Musik – dieser Film spinnt selbst aus einfachem Kitsch einen schwebeleichten Traum.
  • Ein modernes Märchen vor der Kulisse des vibrierenden New York für alle, die sich den Glauben an Wunder bewahrt haben.

    Was macht den Reiz von Groschenromanen und Trivialliteratur aus? Die kleinen Fluchten aus der Alltagswelt, die absolute Gewissheit, alles wird gut trotz Tränen und Tragik. Dieses einfache Konzept funktioniert, wie Kirsten Sheridans mit leichter Hand beweist.

    Seit elf Jahren und 16 Tagen lebt Evan im Waisenhaus in Neu-England. Der zarte und aufgeweckte Junge leidet unter den Hänseleien der anderen, die ihn für einen Spinner halten, behauptet er doch, seine Eltern hören zu können und wartet darauf, dass sie ihn endlich abholen. Das rührt einen New Yorker Sozialarbeiter, der ihm bei einem Besuch ganz spontan seine Telefonnummer gibt, falls er mal jemanden zum Reden braucht. Als Evan ausbüchst, verliert er in Manhattan den rettenden Zettel und ist auf sich allein gestellt. Mit großen Augen streift er durch die Straßenschluchten und trifft auf einen jungen Straßenmusikanten, der ihn mit nimmt in ein altes Theater, wo zahlreiche obdachlose Kinder und Jugendliche hausen unter der “Obhut” eines cleveren Wirrkopfes (Robin Williams), der die Kids musikalisch fördert, mit ihren Instrumenten auf die Straße schickt oder für Konzerte vermietet und dabei kräftig abkassiert. Der Neuzugang entpuppt sich als Wunderknabe, spielt Gitarre und Orgel wie ein junger Gott, verzaubert durch sein Naturtalent. Unter dem Namen “August Rush” sorgt er für Furore, tritt sogar mit den Philharmonikern im Central Park auf. Nicht ganz wie im richtigen Leben finden sich dort auch seine nach einer Liebesnacht mit Folgen getrennte Eltern wieder, eine Cellistin und ein Rockmusiker, die bis dato nichts von Vater- oder Mutterglück ahnten (der Papa log seiner Tochter an, sie habe nach einem Unfall eine Fehlgeburt erlitten).

    New York ist hier kein “Hexenkessel” oder eine von 9/11 zerrissene Stadt, sondern eine liebens- und lebenswerte Metropole. Am Washington Square wird im Sonnenschein fröhlich geklimpert, die Menschen plaudern friedlich miteinander, im Central Park gibt es keine Kriminellen sondern Kulturbegeisterte. Natürlich kann und soll man das nicht alles für bare Münze nehmen, dennoch strahlt dieses Märchen eine seltsame Faszination aus und unterhält mit einer romantischen Love-Story inklusive Happy End. Trotz zuckersüßem Kitsch verdirbt dieses mit viel Gefühl, Heile-Welt-Sehnsucht und einer großen Portion Illusion angedickte Film-Menu nicht den Magen. Vielleicht weil Freddie Highmore in der Titelrolle so unbeschwert spielt, dass auch Realisten ganz logikfrei dem “Klang des Herzens” erliegen. mk.

Darsteller und Crew

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