Der kalte Finger (1996)

Der kalte Finger Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der kalte Finger: Serienkiller-Thriller aus deutschen Landen, von Comedy-Experte Ralf Huettner eindrucksvoll inszeniert.

Die hübsche Conny führt ein Doppelleben. Tagsüber arbeitet sie in der Telefonzentrale eines Krankenhauses, abends erfüllt sie in einem Telefonsexclub die verbal-erotischen Wünsche ihrer Kunden. Einer von ihnen, er trägt den Codenamen “Der kalte Finger”, will mehr als den keimfreien Kick am Telefon. Die Obessionen, die der “kalte Finger” Conny serviert, werden jedoch – was Conny nicht weiß – kaltblütig in die in die Tat umgesetzt: Bestialische Frauenmorde sind das Resultat. Doch der “Kalte Finger” will Conny…

Tagsüber arbeitet Conny als Telefonistin im Krankenhaus und nachts erfüllt sie die erotischen Träume ihrer Telefonsex-Kunden – eine Tätigkeit, die sie vor ihrem Freund Gregor allerdings geheim hält. Ihr bester Klient ist “Der kalte Finger”, ein geheimnisvoller Unbekannter, dessen ungewöhnliche Wünsche Conny faszinieren. Doch bei Phantasien bleibt es nicht. Während “Der kalte Finger” mit Conny telefoniert, ermordet er Frauen. Und Conny ist sein nächstes Opfer…

Conny arbeitet tagsüber in einer Telefonzentrale. Nachts verdient sie sich Taschengeld mit Telefonsex. Einer ihrer Kunden, der “Kalte Finger” erzählt ihr von seinen Obsessionen, die er in die Tat umsetzt. Serienkiller-Thriller aus einheimischer Produktion.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit “Der kalte Finger” liefert Regisseur Ralf Huettner eine beachtliche filmhandwerkliche Leistung ab, die sich Fans gehobener Film-Manipulation bei entsprechender Bewerbung nicht entgehen lassen dürften. Die Coproduktion von NDF und Pro Sieben meistert die in Deutschland selten bewältigte Herausforderung, Bilder zu liefern, die aus profaner Realität eine filmgerechte Kulisse machen.

    Das Berlin, das Huettner in seinem streckenweise an “Sieben” erinnernden Thriller präsentiert, ist in Bild und Ton faszinierend verfremdet und bietet so ein interessantes Stück Film-Illusion. Neben Diethard Prengels versiert kolorierter Kameraführung trägt vor allem der passende Techno/ Ambient-Soundtrack der Szene-Größen Sven Väth und Stevie B-Zet zur irrealen Wirkung der gelungenen visuellen und narrativen Verführung bei.

    Coautor Huettner (mit Andy Hoetzel und Dominic Raacke) begibt sich mit “Der kalte Finger” nach geradeheraus seichten Blödelprodukten wie “Texas – Doc Snyder” und “Voll Normaal” (aber auch der vielbeachteten Satire “Der Papagei”) selbstbewußt auf ein Terrain, das im Kino leider selten von Deutschen bedient wird und deshalb eine der herausragenden US-Domänen ist. Sein insgesamt beachtenswerter Psycho-Thriller verfängt sich dabei zwar leider teilweise immer noch in den gleichen, offenbar unbezwingbaren deutschen Nachdenklichkeiten und Psychosozioreflexionen, die schon “Die Sieger” dramaturgisch ausbremsten, gibt aber zwischendurch immer wieder gut Gas.

    Hauptdarstellerin Gruschenka Stevens brilliert naiv-verstört in der Geschichte um Conny, die sich neben ihrem sauberen Krankenhaus-Job mit Telefon-Sex ein lukratives Zubrot verdient. Diese zunächst unmoralisch-locker präsentierte Halbwelt zieht Conny in den Bann eines Kunden, dessen psychopathisches Verhalten in die Nähe bestialischer Frauenmorde führt. Bis es Conny natürlich an den Kragen geht, läßt sich der Film bei dramaturgisch zweifelhaften Exkursen viel Zeit, liefert dann aber ein versöhnend-beeindruckendes Finale. Sowohl “Der kalte Finger”, so das Alias von Connys krankem Kunden (dargestellt von Extremkünstler Wolfgang Flatz, von dessen Film-Wahnsinn und Real-Kunst man leider zu wenig sieht) als auch ihr braver Bewunderer Gregor (unentschlossen gespielt von Dominic Raacke) bleiben dagegen etwas blaß, erfüllen aber beide ihre Genre-Funktionen als Bedroher und Beschützer. Bei allen Schwächen wünscht man den zahlreichen Stärken von “Der kalte Finger”, daß der Thriller in geeigneten, gehobenen Häusern von all den Kinogängern gesehen wird, die man für intelligente Filmunterhaltung begeistern kann. Die Geschichte bietet eventuell besonders weiblichen Zuschauern gutes Identifikationspotential. dd.

Darsteller und Crew

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