Der Hypnotiseur (2012)

Originaltitel: Hypnotisören
Der Hypnotiseur Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Hypnotiseur: Düsterer Krimi zwischen Thriller, Psycho- und Ehedrama nach Lars Keplers Bestseller, mit dem Regisseur Lasse Hallström nach Schweden zurückkehrt.

Grausiger Fund für den Stockholmer Inspektor Linna: Er entdeckt einen am Arbeitsplatz ermordeten Turnlehrer sowie dessen in ihrer Wohnung erstochenen Angehörigen. In Vermutung, es handele sich um einen Racheakt, bei dem eine ganze Familie ausgelöscht werden sollte, will Linna den einzigen überlebenden Sohn schützen und die spurlos verschwundene älteste Tochter ausfindig machen. Dafür zieht er den Psychologen Erik heran, der den komatösen Schwerverletzten unter Hypnose Hinweise entlocken soll. Aber der Täter weiß das zu verhindern.

Grausiger Fund in Stockholm: In einer Turnhalle liegt niedergemetzelt ein Turnlehrer, in einer Wohnung finden sich brutal ermordet weitere Opfer, was mit Fall Nummer 1 in Verbindung stehen könnte. In der Vermutung, es handele sich um einen Racheakt, bei dem eine ganze Familie ausgelöscht werden sollte, will Inspektor Linna den einzigen Überlebenden schützen und eine spurlos verschwundene älteste Tochter ausfindig machen. Dafür zieht er den Psychologen Erik heran, der dem Komatösen unter Hypnose Hinweise entlocken soll.

Ein Mordfall erschüttert Stockholm, der Überlebende ist traumatisiert. Kommissar Linna ruft einen Hypnotiseur zu Hilfe. Lasse Hallström inszenierte die schwedisch unterkühlte Verfilmung eines Kriminalbestsellers von Lars Kepler.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schwedischer Thriller nach Lars Kepplers Beststeller – ohne Höhepunkte, aber voller Ungereimtheiten. So kinotauglich wie ein MDR-Polizeiruf.
  • Lasse Hallström kehrt mit diesem ausgetüftelten Psychokrimi nach Bestsellervorlage in seine Heimat Schweden zurück.

    In der Suche nach einem würdigen Nachfolger der “Millenium”-Trilogie soll nun dieser Schwedenkrimi nach einer Bestseller-Vorlage von Lars Kepler in Serie gehen. Gleich acht Folgen sind rund um den Stockholmer Inspektor Joona Linna geplant, und der ersten davon nimmt sich der international renommierte Lasse Hallström (“Gottes Werk & Teufels Beitrag”) an, verzichtet auf seine schrullig-verschrobenen Seiten und widmet sich einem charaktertiefen Thriller, der auch als Psychogramm und Ehedrama operiert.

    Über Hallströms Heimatstadt scheint eine kalte Wintersonne, die den Tag in eisiges Grau taucht. Zumeist aber herrscht düsteres Zwielicht aus Sepia-Tönen und gedeckten Farben. Damit schraubt sich der 66-Jährige getragen-dramatisch in die deprimierte Psyche seiner Figuren, dem Hypnotiseur Erik Bark (Mikael Persbrandt aus “In einer besseren Welt” als schuldzerfressener Trauerkloß) und seiner eifersüchtigen Frau Simone (Hallström schenkt seiner Gattin Lena Olin in der Rolle einer Erinye viel Aufmerksamkeit). Das von Simones Anschuldigungen angetriebene Drama einer zerrütteten Ehe wächst sich zu Bergmanschen Dimensionen aus und drängt die Krimihandlung bisweilen in den Hintergrund.

    Denn primär geht es um Inspektor Linna (Tobias Zilliacus), der in einem erschreckend brutalen Massaker ermittelt, bei dem fast eine ganze Familie ausgelöscht wurde. Um den schwer verletzten Sohn befragen zu können, zieht er Erik heran, der den im Koma liegenden einzigen Überlebenden unter Hypnose Hinweise auf den Täter entlocken soll. Der hat als Profi keinerlei Spuren hinterlassen und entführt prompt Eriks Jungen, um Nachforschungen zu unterbinden.

    Damit verzahnt das handwerklich unaufdringliche Werk Privates mit Beruflichem, dringt unnachgiebig in Eriks bleischweres Bewusstsein, vergiftet von den Vorwürfen seiner nervlich erodierten Frau. Ein doppeltes Familiendrama, das leise, aber spannend eine Ehehölle ausbreitet, aber nie vergisst, für stillen Suspense zu sorgen und von Verzweiflung und Untaten zu berichten, die Elternliebe zu ihren Kindern auslösen kann. Dafür nutzt der schwedische Kandidat für den Auslandsoscar 2013 intensiv psychischen Druck, der Verhalten am Rande der Glaubwürdigkeit erklären muss und mit einer eisigen Mär von menschlichen Makeln und Wahn bis zuletzt bannt.

    tk.
  • Zwei Verbrechen halten einen Kommissar und einen in Verruf geratenen Hypnosespezialisten auf Trab. "Der Hypnotiseur" ist ein kriminalistisches Puzzlespiel, das sich mit dem privaten Drama des Arztes Erik vermischt. Regisseur Lasse Hallström ("Chocolat", "Das Leuchten der Stille") kehrte für die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lars Kepler nach 25 Jahren in seine schwedische Heimat zurück. Gegenüber der Buchvorlage aber fällt das Produkt deutlich ab, was vor allem an den vielen Änderungen liegt, die vereinfachen und glätten.

    Der Kommissar und der Hypnosespezialist tappen im Dunkeln: Der junge Überlebende ist zu schwer verletzt, um über die Morde in seinem Elternhaus zu erzählen. Eriks Hypnosekunst soll die Wahrheit ans Licht bringen. Aber das Eindringen in den sonst unsichtbaren geistigen Bereich eines Menschen ist gefährlich – und hat Erik schon einmal in große Schwierigkeiten gebracht. Mit diesen Schatten der Vergangenheit sieht sich der tablettenabhängige Therapeut mit Ehekrise erst recht konfrontiert, als sein Sohn entführt wird. Der Rätselparcours legt einige falsche Fährten und führt auf dünnes Eis.

    Sowohl der Kommissar, als auch Erik haben konkrete Gründe, bedrückt zu sein. Aber ihre introvertierten Mienen strahlen etwas dauerhaft Schwermütiges aus. Es passt zum trüben Licht im Stockholmer Dezember. Die Kamera fliegt wiederholt über die Stadt, um in ihren Braun- und Grautönen und dem unwirtlichen Schnee nach dem Unheimlichen zu forschen. Aber thematisch wird dann viel nur angerissen, ohne dass man den Charakteren wirklich näher kommt. Das Ganze hat ungefähr "Tatort"-Niveau.

    Leider verändert das Drehbuch von Paolo Vacirca und seinem Mitarbeiter Peter Asmussen ziemlich viel von Lars Keplers Roman – dieser Name ist übrigens ein Pseudonym für das schriftstellerisches Ehepaar Alexander Ahndoril und Alexandra Coelho Ahndoril. Den wenigen verbleibenden Charakteren kommt ein Großteil der inneren Abgründe abhanden. Und die doppeldeutige Faszination, die im Roman vom lebhaft beschriebenen Abenteuer Hypnose ausgeht, kann der Film kaum wiedergeben.

    Fazit: Lasse Hallströms skandinavischer Thriller "Der Hypnotiseur" macht einen recht beliebigen Eindruck und verfehlt die abgründige Spannung der gleichnamigen Romanvorlage von Lars Kepler.
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