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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (2014)

Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Poster
Userwertung (3)
  1. Ø 4.3
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 2.8

Filmhandlung und Hintergrund

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Aberwitziges Roadmovie nach dem Weltbesteller von Jonas Jonasson um einen rüstigen Alten, der einst die Weltgeschichte veränderte...

Allan Karlsson hat keine Lust auf das Feiern seines 100. Geburtstags und verschwindet klammheimlich aus dem langweiligen Altersheim in Pantoffeln und mit nur ein paar Münzen in der Tasche. Am Busbahnhof kommt er zufällig an einen Koffer voller Geld und macht sich ohne bestimmtes Ziel auf die Socken. Er findet neue Freunde und muss sich aber auch mit nicht gerade charmanten Ganoven auseinandersetzen. Auf Umwegen gelangt er nach Bali, wo er es sich unter Palmen gut gehen lässt. Mit 100 ist schließlich noch lange nicht Schluss.

Ein Hundertjähriger verlässt sein Altersheim und erlebt ein wirklich unglaubliches Abenteuer. Aberwitziges Roadmovie nach dem gleichnamigen Weltbesteller von Jonas Jonasson.

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Kritiken und Bewertungen

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    Der Kuchen ist schon mit Kerzen bestückt, Gratulanten schauen vorbei, das ganze Altersheim freut sich auf den hundertjährigen Geburtstag von Allan Karlsson. Doch der Jubilar selbst beschließt, dass es noch zu früh ist, um sich auf die faule Haut zu legen. Und so öffnet er das Fenster, steigt hinaus und geht zum Bahnhof. Er möchte wegfahren. Das Ziel ist egal. Und so landet er in einem kleinen Kaff im schwedischen Niemandsland, wo nur ein einziges Haus steht. In seiner Hand ein Koffer, der ihm eigentlich gar nicht gehört. Der Beginn eines unglaublichen Abenteuers. 2013 feierte das Buch von Jonas Jonasson einen großen Erfolg. Regisseur Felix Herngren hat sich nun der irrwitzigen Geschichte des Helden angenommen und findet genau den richtigen Ton und die passenden Darsteller, um sie zu erzählen. Immer wieder springt die Erzählung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und entblättert ein hundertjähriges Leben voller skurriler Ereignisse und Begegnungen mit Episoden der politischen Weltbühne. Ob Stalin oder Franco - Karlsson kennt sie alle. Er selbst lässt sich wie ein unschuldiges Kind vom Geschehen treiben und diese bezaubernd entwaffnende Haltung verkörpert Robert Gustafsson grandios. Seine neuen Freunde, die er auf seinem Ausflug trifft, stehen ihm in Sympathie und Individualität in nichts nach und so entsteht bald eine Truppe von Außenseitern, die immer wieder einen Ausweg finden, wobei die einzelnen Ideen herrlich komisch daherkommen. Der Zuschauer wird immer wieder aufs Neue überrascht von den einzelnen Wendungen. Das Motto der Hauptfigur durchzieht den ganzen Film: "Es ist wie es ist und es kommt, wie es kommt" Dieser umwerfend sympathische Film aus Schweden ist schlicht wunderbar. Selten hat ein Geburtstag so viel Spaß gemacht.

    Jurybegründung:

    Glücklich war er in seinen hundert Lebensjahren immer dann, wenn er etwas in die Luft sprengen konnte. Diese Vorliebe brachte Allan Karlsson an wichtige Wendepunkte des 20. Jahrhunderts, die er entscheidend beeinflusste. Und sie brachte ihn schließlich ins Altersheim, weil er dem Fuchs, der seinen Lieblingskater Molotov(!) umbrachte, mit Dynamit den Garaus machte. In der Adaption des Bestsellers von Jonas Jonasson wird geschickt die Lebensgeschichte des Titelhelden mit dessen letztem Abenteuer verwoben und auf beiden Ebenen ist die Geschichte voller skurriler Figuren, irrwitziger Zufälle und Explosionen. Dabei wird in rasant geschnittenen Rückblenden erzählt, wie Karlsson einst Franco das Leben rettete, Oppenheimer bei der Entwicklung der Atombombe half und für den Fall der Berliner Mauer verantwortlich war. Diese Umdeutung der Weltgeschichte ist trotz der komplexen Zusammenhänge und des schnellen Erzähltempos sowohl verständlich wie auch witzig. Dabei entsteht der Humor fast immer aus den absurden Situationen und nicht, weil die Figuren der Zeitgeschichte zu Karikaturen werden. Auch dadurch ist der Film trotz der vielen Leichen, die Allens Weg pflastern, nie brutal, denn erzählt wird stets aus seiner Perspektive, und er bleibt hundert Jahre lang im Grunde unschuldig, weil er mit den großen Augen eines Kindes durch sein Leben stolpert. Wenn er einen Koffer mit 50 Millionen Euro findet, weckt dies ebenso wenig seine Gier wie seine Freundschaft mit dem Geheimdienstchef Popov und Einstein (der sich allerdings als der dumme Bruder des Genies Albert entpuppt). Und so sammelt er, nachdem er, wie im Titel versprochen, aus dem Fenster des Altersheims gestiegen ist, eine Gruppe von anderen verlorenen Seelen auf, mit denen er zum ersten Mal so etwas wie die Geborgenheit eines Familienlebens erfahren darf. Der Komiker Robert Gustafsson spielt ihn dann auch nicht als eine Witzfigur, sondern als einen im Grunde sanften Toren, der durch seine Ignoranz unverwundbar wird. Felix Herngren ist eine kongeniale Adaption des Bestsellers gelungen. Trotz der Fülle an Episoden, Figuren und Spielorten zerfällt er nie in seine Einzelteile, sondern wirkt wie aus einem Guss.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Possierliches Feel-Good-Movie über Freundschaft, Abenteuer, Historie, das Leben und das Älter-Werden.
  • Das kann’s doch nicht gewesen sein, denkt sich Allan Karlsson an seinem 100. Geburtstag und macht sich aus dem Fenster des Altersheims in Pantoffeln auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Der Beginn einer turbulenten Reise: Allan findet einen Koffer voller Geld, bekommt es mit einer Gang von Kriminellen zu tun, schließt neue Freundschaften, trifft einen inkompetenten Polizisten und Elefantendame Sonja, mit der er schließlich nach Indonesien fliegt. Nichts besonderes für Allan, der wirklich alles schon erlebt hat, überall auf der Welt die wichtigsten Persönlichkeiten traf und – unbeabsichtigt – Einfluss auf entscheidende politische Ereignisse des 20. Jahrhunderts nahm, wie die Erfindung der Atombombe … Hundert Jahre lang hielt Allan Karlsson die Welt in Atem, freundete sich mit US-Präsidenten ebenso an wie mit russischen Tyrannen – und auch bei seinem letzten Trip überschlagen sich die Ereignisse. Nach Jonas Jonassons Weltbestseller inszeniert der Schwede Felix Herngren mit Komiker-Ass Robert Gustafsson in der Hauptrolle ein aberwitziges Roadmovie mit skurrilen Figuren, das nicht nur die Weltgeschichte umschreibt, sondern auch so richtig zu Herzen geht …

    Fazit: Die aberwitzige Verfilmung des furiosen Weltbestsellers: erfolgreichster Kinostart aller Zeiten in Schweden.
  • Allein in Deutschland hat sich der schwedische Weltbestseller "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" schon zwei Millionen Mal verkauft. Die unglaublichen Zufälle und der schwarze Humor dieses Schelmenstücks sorgen auch in der gleichnamigen Filmkomödie für Vergnügen. Regisseur Felix Herngren ("Vuxna människor", TV-Serie "Solsidan") ist es gelungen, die Buchvorlage zu straffen und ihr dabei, auch in der unbeschwert-lakonischen Atmosphäre, treu zu bleiben. Als schwedischer "Forrest Gump" steht der Titelheld nicht nur im Zentrum einer verrückten Heist-Story, sondern schildert in Rückblenden auch, wie er die Weltpolitik von den 1930er Jahren bis zum Mauerfall aufmischte.

    Die Gaunerkomödie speist ihren Witz allein schon aus dem Umstand, dass ein Tattergreis 50 Millionen Kronen klaut und etliche kriminelle Kerle schwer in Rage bringt. Wie Inspektor Aronsson traut auch der Zuschauer dem Alten gar nicht zu, in der sich zuspitzenden Handlung kein passives Opfer zu sein. Als Hundertjähriger ist man auffällig wie ein bunter Hund: Jeder, der im Radio die Fahndung nach Allan hört oder ihn draußen sichtet, kann sich daran erinnern. Der typische schwarze Humor vieler skandinavischen Komödien lodert auf, wenn sich makabre Todesfälle ereignen. Dem Greis stehen weitere kuriose Figuren helfend zur Seite. Der junge Benny (David Wiberg) zum Beispiel hat unzählige Fächer ohne Abschluss studiert. Seine neue Freundin Gunilla (Mia Skäringer) besitzt einen Elefanten. So ist für immer neue skurrile Drehmomente gesorgt.

    Mehr zufällig als geplant machte Allan einst auch Diktatoren und amerikanische Präsidenten auf sich aufmerksam. Als Sprengmeister aus Leidenschaft geriet er in den spanischen Bürgerkrieg, dann half er den Amerikanern beim Bau der Atombombe, befreite sich aus dem russischen Gulag und fungierte im Kalten Krieg als Doppelagent. In diesen zwischen die Haupthandlung gestreuten Passagen zündet allerdings nicht jeder Witz. Sie wirken, anders als im Buch, ein wenig verlegen abgespult. Auch insgesamt hätte der Film noch etwas mehr Biss vertragen können.

    Fazit: Die skurrile, schwarzhumorige Komödie "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wird dem aberwitzigen Charme des gleichnamigen Romans mit wenigen Abstrichen gerecht.
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