Der Geschmack von Apfelkernen (2013)

Der Geschmack von Apfelkernen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Geschmack von Apfelkernen: Ebenso bewegendes wie humorvolles Familiendrama um mehrere Generationen von Frauen nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Hagena.

Die 28jährige Iris weiß nicht, ob sie das Erbe ihrer Großmutter, das Haus der Familie, annehmen soll. Um sich Klarheit zu verschaffen, bleibt sie zunächst eine Woche, streift durch die mit Erinnerungen vollgestopften Zimmer und den verwunschenen Garten, wird mit der manchmal schmerzvollen Vergangenheit und verdrängten Traumata konfrontiert, durchlebt Stationen ihrer Kindheit und trifft einen alten Freund wieder. Am Ende ist sie bereit für einen Neuanfang.

Eine 28-Jährige muss entscheiden, ob sie das Haus der Familie erben will oder nicht. Prominent besetztes, ebenso bewegendes wie humorvolles Familiendrama um mehrere Generationen von Frauen nach dem Roman von Katharina Hagena.

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Kritikerrezensionen

  • Produzentin und Drehbuchautorin Uschi Reich ("Bibi Blocksberg", "Das fliegende Klassenzimmer") verordnete sich ein "kinderfreies Jahr". Dabei setzt sie mit der Verfilmung des Bestsellers "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katherina Hagena ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Regisseurin Vivian Naefe ("Die wilden Hühner"-Trilogie) fort. Auf mehreren Zeitebenen erzählen Reich und Naefe in der Adaption vom Vergessen und Erinnern. Im Gespräch hob Reich - die den Roman mit Rochus Hahn ("Das Wunder von Bern") adaptierte - als Grundmotive die Bewältigung von Vergangenheitstraumata und das Bestimmen der eigenen Zukunft hervor. Dabei stellte es für sie eine Herausforderung dar, einmal eine nonlineare Geschichte zu erzählen, die aus einem Mosaik von Erinnerungen besteht. Das erfordert vom Zuschauer zunächst die Bereitschaft, in die verschachtelte Inszenierung einzutauchen, zumal die Charaktere von zwei oder mitunter gar drei Darstellern verkörpert werden.

    Die meisten Schauplätze fand man auf Gut Stendorf in Schleswig-Holstein und Umgebung. Zudem verlegte man die in Freiburg spielenden Romanszenen nach Frankfurt, da die urbane Skyline laut Reich einen idealen Kontrast zur ländlichenKulisse bietet. Ebenso wurde in Marburg gedreht, wo Protagonistin Iris als Bibliothekarin arbeitet. Das gibt Regisseur und Schauspieler Carsten Strauch ("Die Aufschneider") Gelegenheit für einen Gastauftritt – einmal blinzeln, und man hat ihn verpasst.

    Eine beachtlichen Akteursriege aus gestandenen Stars wie Meret Becker oder Marie Bäumer und viel versprechenden Jungmimen wie Paula Beer ("Poll") oder Saskia Rosendahl ("Lore") trägt die poetische Geschichte mit ihrem magischen Unterton. Entsprechend des Titels spielt der Apfelgarten im geerbten Gut eine wichtige Rolle für die Rückbesinnung der Heimkehrerin. Der atmosphärischen Fotografie steht jedoch manche kitschige Einlage gegenüber, was besonders die Liebesgeschichte zwischen Iris und ihrem Jugendfeind Max betrifft. Zusätzlich verstärkt der zu aufdringliche Score von TV-Komponist Sebastian Pille den sentimentalen Unterton.

    Entscheidender wirkt der Konflikt zwischen Iris und ihren "Freundinnen" Mira und Rosemarie nach, deren Spiele um Macht, Dominanz und Unterwerfung den Spannungsbogen der zweiten Hälfte bestimmen. Hinzu kommt die erst am Ende geklärte Frage um die Ursache von Rosemaries Tod. Das pubertäre Tauziehen erweist sich weitaus geglückter eingearbeitet als manch anderer Aspekt der Vorlage. So wirkt der Verweis auf Antisemitismus während des zweiten Weltkriegs, dessen Anzeichen beim Anstreichen eines alten Schuppens zum Vorschein kommen, eher aufgesetzt. Zwar wurde dieser Punkt im Roman ebenfalls nur angeschnitten, doch dort hatte die Romanautorin Katharina Hagena einige Seiten mehr zur Verfügung, um sich dem Thema Nationalsozialismus zu nähern. In der Adaption müssen solche Thematiken, verwoben mit Familien-, Generations- und Liebeskonflikten, reichlich oberflächlich erscheinen. Auch der Titel "Der Geschmack von Apfelkernen" - gemeint ist der bittere Beigeschmack des Erwachsenwerdens - wird letztlich nicht erläutert.

    Fazit: Die Bestseller-Verfilmung "Der Geschmack von Apfelkernen" erzählt eine romantisch-poetische Coming-of-Age- und Erinnerungsgeschichte in verschachtelter Struktur. Während die Liebesgeschichte droht ins kitschige abzudriften, bleiben andere Aspekte der Geschichte an der Oberfläche.
  • Die Ferien verbrachte Iris früher immer auf dem Land im Haus der Großmutter, zusammen mit ihrer Cousine Rosmarie. Nach dem Tod der Oma erbt Iris den Familiensitz mit den großen Apfelbäumen, der jahrzehntelang die Geheimnisse seiner Bewohner bewahrt hat – bis jetzt. An den Ort aufregender Kindertage, aber auch schmerzhafter Erinnerungen zurückgekehrt und mit verwirrenden Gefühlen konfrontiert, muss Iris die schwierige Entscheidung treffen, ob sie das Erbe ihrer Familie antreten kann und will. Basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Katharina Hagena verknüpft Vivian Naefe raffiniert die Schicksale starker Frauen aus drei Generationen. Gegenwart und Schlüsselmomente der Vergangenheit gehen in dem großen Familienepos ineinander über, werden wie ein magisches Puzzle zusammengesetzt. Sinnliche, atmosphärisch stimmige Bilder und eine hochkarätige Besetzung – neben den Hauptdarstellern Hannah Herzsprung und Florian Stetter spielen u. a. Marie Bäumer, Meret Becker, Paula Beer, Friedrich Mücke und Matthias Habich – machen aus dem Bestseller eine mitreißende und berührende Familiengeschichte um Erinnern, aus dem ein Neuanfang werden kann.

    Fazit: Ein bittersüßer Film über Liebe, Freundschaft, Verlust und magische Momente. Bewegend, herrlich komisch und klug.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • "Der Geschmack von Apfelkernen": Exklusiver Clip mit Hannah Herzsprung

    Am 26. September kommt die Besteller-Verfilmung "Der Geschmack von Apfelkernen" in die Kinos. Grund genug für die beiden Hauptdarsteller Hannah Herzsprung und Florian Stetter, den Trailer für CINEFACTS ganz persönlich vorzustellen.

  • Exklusiver "Der Geschmack von Apfelkernen"-Clip: Ein Kuss mit Folgen

    Diesen Monat startet die Bestseller-Verfilmung "Der Geschmack von Apfelkernen" in den Kinos. In Vivian Naefes Film spielt Hannah Herzsprung die junge Iris, die nach dem Tod ihrer Großmutter deren Haus erbt und deswegen in die alte Heimat zurückkehrt. Zur Einstimmung auf "Der Geschmack von Apfelkernen" haben wir einen Exklusivclip für euch.

  • "Der Geschmack von Apfelkernen": Hannah Herzsprung im ersten Trailer

    Vivian Naefe verfilmt mit "Der Geschmack von Apfelkernen" die gleichnamige Bestseller-Verfilmung von Katharina Hagena. Im ersten Trailer wird die junge Hannah Herzsprung mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und findet eine neue Liebe.

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