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Der Fuchs und das Mädchen (2007)

Originaltitel: Le renard et l'enfant
Der Fuchs und das Mädchen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Fuchs und das Mädchen: Ungewöhnlich reifes Kinderabenteuer über die Freundschaft eines jungen Mädchens zu einem wilden Fuchs.

An einem herrlichen Spätsommermorgen begegnet ein junges Mädchen (Bertille Noël-Bruneau) zufällig einem jagenden Fuchs. Fasziniert folgt sie dem scheuen Tier und träumt davon, mit ihm durch die Welt zu streifen. Mit viel Behutsamkeit und einigen Tricks gewinnt sie tatsächlich sein Vertrauen: der Beginn einer ganz erstaunlichen Freundschaft. Dadurch entdeckt das Mädchen ihre eigene wilde und geheimnisvolle Natur und erlebt ein Abenteuer, das ihr Verständnis für Tiere für immer verändert.

Märchenhaftes, packend erzähltes Naturabenteuer um die in überwältigende Aufnahmen erfasste, anrührende Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Nach seinem großen Welterfolg “Die Reise der Pinguine” bleibt Luc Jacquet auch in diesem Spielfilm nah am Dokumentarischen.

Im Herbst begegnet das Mädchen bei ihren ausgedehnten Wanderungen durch die Wiesen und Wälder der ans Elternhaus angrenzenden Berge einer Füchsin. Das wilde Tier flüchtet. Als das Mädchen sich den Knöchel bricht, verbringt sie den folgenden Winter daheim über einem Bio-Buch über Füchse. Im Frühjahr findet das Mädchen die Füchsin wieder, die ihre Welpen aufzieht.

Im Herbst begegnet ein Mädchen bei ihren Wanderungen durch die Wiesen und Wälder einer Füchsin. Das wilde Tier flüchtet. Sie verbringt ihre Tage damit nach ihm zu suchen, stets allein und unbehelligt von Schulpflichten und Elternsorgen. Bis sie sich den Knöchel bricht und den Winter daheim über einem Biologiebuch über Füchse verbringt. Beider Leben verläuft parallel. Das des Fuchses befindet sich irgendwo in der Mitte der Nahrungskette, was gefährliche Begegnungen mit Wildkatzen und Wölfen bezeugen.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Luc Jacquet wurde mit dem Dokumentarfilm „Die Reise der Pinguine“ berühmt. Nun ist er ins Spielfilm-Genre gewechselt und präsentiert eine wunderbare Geschichte für Kinder, um ihnen die Natur und ihre wilden Lebewesen näher zu bringen. „Der Fuchs und das Mädchen“ ist pädagogisch wertvoll und erteilt auch eine Lektion darüber, ob man ein wildes Tier zähmen und besitzen kann. Das suchende Mädchen ärgert sich anfangs über sich selbst: Sie verbringe ihre Tage mit Lesen und Schreiben, erzählt die weibliche Ich-Erzählerin im Off, aber sie sei außerstande, die Fährte eines Fuchses im Gelände aufzuspüren.

    Luc Jacquet, der in der Natur Frankreichs aufwuchs und auch einmal als Junge eine Begegnung mit einem Fuchs hatte, die ihn tief beeindruckte, wollte heutigen Kindern die Schönheit und Vielfalt des Universums Wald vermitteln. Die Freundschaft mit Tieren, noch dazu mit wilden, hat die menschliche Fantasie immer schon beflügelt und wunderbare Geschichten hervorgebracht – wie Jack Londons „Wolfsblut“. Eine andere Form, Stadtbewohner in Kontakt mit der Natur zu bringen, sind die stets beliebten Dokumentationen, aber was Jacquet hier auf die Leinwand zaubert, ist eine originelle Mischform zwischen Fiktion und Dokumentarischem.

    Das rothaarige, sommersprossige Mädchen ähnelt in Haarfarbe und in der freiheitsliebenden Neugier ihrem Wunschfreund Fuchs. Die Geschichte beginnt im Herbst, und zieht sich über die Dauer eines Jahres im Wechsel der Jahreszeiten hin. Selbst als das Mädchen monatelang mit einem Gipsfuß ins Haus verbannt ist, denkt sie nur an den Fuchs und liest Bücher über seine Lebensweise. Als die Kleine aus ihrem Elternhaus, einem einsamen Gehöft in einer traumhaft schönen Waldlandschaft vor Bergkulisse, wieder die Suche nach dem Fuchs aufnimmt, ist es Frühling. Eines Tages sieht sie ihren Fuchs wieder: Das Tier ist Mutter einiger lebhafter Jungen geworden. Sie bestehen bald gemeinsam dramatische Abenteuer und das Mädchen wagt sich immer weiter in die raue Wildnis vor.

    Die Tier- und Naturaufnahmen sind fantastisch. Die Kamera kriecht mit dem Fuchs in seinen Bau und sieht mit ihm nach draußen. Der Artenreichtum des europäischen Waldes wird in seiner ganzen Vielfalt minutiös und liebevoll in Bildern festgehalten: Es gibt Szenen mit Wölfen, einem Braunbären, einem Luchs, Wildschweinen, Rehen, einem Igel, einer Spinne, die einen Faden produziert. Und auch die Landschaftsaufnahmen im Wechsel der Jahreszeiten sind von einer sinnlichen Intensität, die eine starke Wirkung erzielt, mit dem Regen, dem Licht am Morgen und in der Abenddämmerung, dem Nebel, den Frühlingsblumen, begleitet von den vielen Stimmen der Waldbewohner.

    Jacquet ließ in Frankreich und in den italienischen Abruzzen drehen. Zu den Aufnahmen wilder Füchse in der freien Natur kamen Szenen mit gleich mehreren trainierten Tieren hinzu. Das Mädchen und seine Füchsin, die nun Titou getauft ist, sitzen in einer Szene friedlich nebeneinander und blicken ins Tal. Hier hat die Geschichte bereits märchenhafte Züge erhalten – denn wer kann schon von sich behaupten, einen Fuchs als treuen Begleiter gewonnen zu haben? Trotzdem aber wirkt die Erzählung alles andere als realitätsfremd, sondern unglaublich inspirierend. Es geht schließlich darum, seine Sehnsüchte nach Freundschaft mit der Natur in Vorstellungen zu fassen – und den Wald beim nächsten Ausflug mit anderen Augen zu sehen.

    Fazit: Ein Traum von einem Film über die Schönheit des Waldes und das Leben in der Natur.
  • Mit einem ungewöhnlich reifen Kinderabenteuer über die Freundschaft eines jungen Mädchens zu einem wilden Fuchs ist Luc Jacquet ein würdiger Nachfolger zu “Die Reise der Pinguine” gelungen.

    Folgte die Dokumentation über den Marsch der Kaiserpinguine durch die Antarktis schon einer präzisen Dramaturgie, die über 1,4 Millionen Kinozuschauer sehen wollten, war der Schritt nur ein kleiner zu einem Spielfilm, der dennoch wie eine Tierdoku anmutet. Wieder erstreckt sich der Zeitraum über vier Jahreszeiten, profitiert von kontemplativen Bildern einer traumhaften Natur, die nunmehr aber nicht lebensfeindlich, sondern paradiesisch ist: Der perfekte Spielplatz für Kinder, deren kühnste Phantasien von unbegrenzter Wildnis Jacquet in einer Reise zu eigenen Kindheitserinnerungen realisiert; dabei jede Verniedlichung vermeidet und allen Abenteuer- und Familienfilm-Klischees von “Fury” bis “Lassie” aus dem Weg geht. Im Gegenteil: Der Fuchs entzieht sich seiner Domestizierung, was einen schmerzlichen, aber lehrreiche Schluss ergibt, der die Botschaft vermittelt, dass lieben niemals mit besitzen gleichzusetzen ist.

    Im Herbst begegnet das Mädchen (Bertille Noël-Bruneau) bei ihren ausgedehnten Wanderungen durch die Wiesen und Wälder der ans Elternhaus angrenzenden Berge einer Füchsin. Das wilde Tier flüchtet, sie verbringt ihre Tage damit, nach ihm zu suchen, stets allein und unbehelligt von Schulpflichten und Elternsorgen. Bis sie sich den Knöchel bricht und den Winter daheim über einem Bio-Buch über Füchse verbringt. Beider Leben verläuft parallel, das des Fuchses befindet sich irgendwo in der Mitte der Nahrungskette, was gefährliche Begegnungen mit Wildkatzen und Wölfen bezeugen. Überhaupt treten unzählige Wildtiere vom Waschbär bis zum Igel, vom Otter bis zum Braunbär auf.

    Mit offenen Augen entdecken Jacquet und sein Mädchen eine unberührte Flora und Fauna, wie man sie heute kaum mehr findet. Und schließlich geschieht das Unglaubliche: Mit Engelsgeduld, einem simplen Trick und viel Feingefühl nähert sich das Mädchen, deren Stimme im Voice Over die Geschichte gliedert, der Füchsin, die im Frühjahr drei Welpen aufzieht. Bald darf sie ihr als Gefährtin folgen, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die Hügel und Täler, Wasserfälle und Tropfsteinhöhlen – mithin die wunderbarsten Orte – erkundet. Und eine ganz subtile Psychologie entwickelt. Jacquet, der auch das Drehbuch mitverfasste, begeistert und bezaubert noch mehr als bei seinem erfolgreichen Vorgänger. Ein wahrhaft erwachsenes Märchen für alle Alterklassen, frei vom heute üblichen Kitsch und moralischen Zeigefinger. tk.

Darsteller und Crew

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