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Der Exorzismus von Emily Rose (2005)

Originaltitel: The Exorcism of Emily Rose
Der Exorzismus von Emily Rose Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Der Exorzismus von Emily Rose: Thriller um eine Anwältin, die einen Pfarrer vor Gericht verteidigt, der an einem jungen Mädchen eine tödliche Teufelsaustreibung vollzogen hat.

Eine neunzehnjährige Studentin stirbt bei einer offiziellen Teufelsaustreibung der Katholischen Kirche. Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) übernimmt die Verteidigung von Priester Moore (Tom Wilkinson), der das kontroverse Ritual leitete. Moore weigert sich, irgendeine Schuld einzugestehen und möchte im Rahmen der Gerichtsverhandlung seine Sicht der Dinge darlegen. In dem forschen Staatsanwalt Ethan Thomas (Campbell Scott), einem überzeugten Methodisten, finden er und Erin jedoch einen zähen Gegner.

Eher ein nach “Rashomon”-Vorbild verschachteltes Courtroom-Drama als ein typischer Horrorthriller ist dieser lose an wahre Vorkommnisse aus dem Deutschland der 70er Jahre angelehnte, erste Boxoffice-Hit des US-Kino-Herbstes 2005.

Anwältin Erin Bruner übernimmt die Verteidigung eines Priesters, der bei der Durchführung eines Exorzismus\’ einer angeblich vom Teufel besessenen 19-Jährigen deren Tod fahrlässig herbeigeführt haben soll. Der Pfarrer besteht darauf, vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen, während sich um seine Verteidigerin herum immer mehr mysteriöse Dinge zutragen.

Ein Priester hat bei der angeblich vom Satan besessenen Emily Rose einen Exorzismus durchgeführt. Wenig später stirbt das 19-jährige Mädchen. Daraufhin wird der Pfarrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Dessen Verteidigung übernimmt Anwältin Erin Bruner, eine überzeugte Agnostikerin, die aber schon bald an ihrem Unglauben zu zweifeln beginnt. Denn während der Priester vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen beginnt, geschehen im Umfeld der Verteidigerin immer merkwürdigere Dinge.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Emily Rose ist ein ganz normales Mädchen vom Lande. Als sie ein Stipendium für die Universität erhält ist die Freude groß, nicht jedoch bei ihren Eltern. Wie so viele andere auch, ändert sich Emily durch das Universitätsleben ganz gewaltig – allerdings etwas mehr als üblich. Nachts allein im Studentenwohnheim wird sie von Dämonen heimgesucht, die sie fortan beherrschen. Doch weder Medikamente noch Exorzismus helfen – Emily stirbt. „The Exorcism of Emily Rose“ lässt die Frage offen, ob es sich tatsächlich um Besessenheit oder doch um eine irdische Krankheit handelt. Dies eröffnet einerseits einen kleinen philosophischen Diskurs, andererseits schafft die Vermischung aus Fakten und Fiktion eine gruselige Atmosphäre.

    Emilys Wahrnehmung der Welt ist gestört und ihre subjektive Sichtweise vermag auch den Zuschauer zu erschrecken. Der Film kombiniert dabei bekannte Motive mit außergewöhnlich schön ästhetisierten Bildern. Sowohl eine weiß-graue Schneelandschaft als auch das Spiel zwischen Licht und Schatten in den farbig ausgeleuchteten Räumen schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Sogar der Soundtrack ist bestens auf die Bilder abgestimmt, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken.

    Als die Bedrohung der Dämonen auch in die Gegenwart reicht und Pfarrer Moores Verteidigerin Bruner die selben Symptome wie Emily spürt, steigt die Spannung. Wie Emily durch den Flur des Wohnheims, so läuft Bruner durch den Flur ihrer Wohnung und sucht die Quelle eines rauchigen Geruchs. Regisseur Scott Derrickson vermag es, in Bildern zu erzählen. In dem Bewusstsein, dass sich Gerüche leider (noch) nicht im Kino darstellen lassen, zeigt er Bruners Blicke auf den Feuermelder oder den Gasherd. Lange Sequenzen des Films kommen ganz ohne Worte aus und erzählen nur mit Bildern der Verunsicherung, der Angst und schließlich des Grauens.

    Vor Gericht wird immer wieder ein Foto von der entstellten und vom Teufel besessenen Emily gezeigt. Jennifer Carpenter ist hierfür eine gelungene Besetzung, denn sie vermittelt ohnehin eine gewisse dämonische Ausstrahlung. Auch Laura Linney überzeugt als weltliche Karrierefrau so wie man Tom Wilkinson glaubt, er könne tatsächlich Dämonen austreiben.

    Schwachpunkt ist, dass Exorzismus-Filme es wohl kaum mehr Schaffen können, etwas neues zu erzählen. Die Themengebiete des Horrors sind meist noch eingeschränkter als beispielsweise die des Westerns. „The Exorcism of Emily Rose“ umgeht dieses Problem geschickt durch das im Vordergrund stehende Gerichtsdrama um Pfarrer Moore. Dennoch macht er deutlich, dass der klassische Plot (Dämonen ergreifen Besitz von Mädchen, Pfarrer führt Exorzismus durch und muss sich gegen die ungläubige Umwelt behaupten) zu spezifisch ist, um für weitere Filme herzuhalten. Exorzismus als Thema kann vielleicht noch für viele andere Geschichten genutzt werden. „The Exorcism of Emily Rose“ geht den ersten Schritt in die richtige Richtung.

    Fazit: Horror-Gerichtsdrama, in dem Spannung, Atmosphäre und Ideen überzeugen.
  • Der erste Boxoffice-Hit des US-Kino-Herbsts 2005: Eine clevere Verbindung von Gerichtsdrama und Horrorfilm, nach einer wahren Begebenheit.

    1976, kurz nachdem der Film “Der Exorzist” weltweit eingeschlagen hatte, sorgte der Fall einer deutschen Studentin für Aufsehen, die vom Teufel besessen zu sein schien und von einer Gruppe bayerischer Pfarrer “behandelt” wurde. Nach dem “Rashomon”-Prinzip enthüllt der Film das tragische Ende des Mädchens. Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) übernimmt die Verteidigung eines Priesters (Tom Wilkinson), der bei der Durchführung eines Exorzismus’ einer angeblich vom Teufel besessenen 19-Jährigen (Jennifer Carpenter) deren Tod fahrlässig herbeigeführt haben soll. Der Pfarrer besteht darauf, vor Gericht die wahre Geschichte der verstorbenen Emily Rose zu erzählen, während sich um seine Verteidigerin herum zur “Geisterstunde” (drei Uhr nachts) immer mehr mysteriöse Dinge zutragen.

    Die Drehbuchautoren Paul Harris Boardman und Regisseur Scott Derrickson (“Hellraiser V: Inferno”) bringen geschickt alle objektiven Fakten in den ersten 15 Minuten ihres straffen Skripts unter und widmen sich dann der Konfrontation der subjektiven Sichtweisen auf das Geschehen, über das letztlich die Jury im Gerichtssaal, aber vor allem Laura Linneys rasch an ihrem Unglauben zweifelnde Agnostikerin Erin Bruner ihr Urteil fällen müssen. Die Anschauungen des methodistischen Staatsanwalts (Campbell Scott) werden dabei ebenso überzeugend vorgebracht wie die der Wissenschaftlerin (Shohreh Aghdashloo) und des vermeintlich besessenen Opfers. Im Grunde ein höchst konventionelles Gerichtsdrama mit den üblichen Elementen (die Suche nach Experten für den Zeugenstand in letzter Sekunde, abgelehnte Einsprüche, Diskussionen mit der Richterin), entwickelt “Der Exorzismus von Emily Rose” eine angenehm fesselnde Wirkung, indem er die Schilderungen der Zeugen im Gerichtssaal als Rückblenden auf die Geschichte der Emily Rose inszeniert und darin reichlich Gelegenheit zu Gruselmomenten und durchaus expliziten Horrorszenen findet. Die haben nicht ganz die nachhaltige Wirkung von “Der Exorzist”, deren Vergleichbarkeit im Titel aufgedrängt wird, profitieren aber weniger von CGI-Effekten als von der körperlichen Performance von Jennifer Carpenter und der old-school-mäßigen und effektiven Licht- und Farbsetzung – allein der Farbe Orange müsste hier ein eigener Darstellercredit zuteil werden. Abgesehen davon, dass sich die Autoren letztlich wenig Mühe geben, selbst eine rationale Erklärung für die Phänomene zu finden und sich schnell dem Glauben ergeben, das Böse sei immer und überall, bleibt dies – möglicherweise ja auch ob dieser Beobachtung – der wohl gruseligste Gerichtsfilm aller Zeiten. deg.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Colin Firth mit Reese Witherspoon in "Devil's Knot"

    Colin Firth ist beim Drama "Devil's Knot" über die drei Kindermorde von Memphis mit dabei. Ihm zur Seite steht Reese Witherspoon.

  • Anthony Hopkins wird Exorzist

    Anthony Hopkins soll im Horrorfilm "The Rite" einen Teufelsaustreiber spielen. Der Film basiert auf "wahren Begebenheiten".

  • ProSieben mit zwei unheimlichen Free-TV-Premieren

    Am Sonntag, 20. April 2008, präsentiert der Sender ProSieben wieder zwei Free-TV-Premieren. Den Anfang macht um 20.15 Uhr “Der Exorzismus von Emily Rose”. Der Mystery-Thriller dreht sich um die toughe Anwältin Erin Bruner (Laura Linney), die für ihre Kanzlei die Verteidigung des Priesters Richard Moore (Tom Wilkinson) übernehmen soll. Nur widerwillig lässt sie sich darauf ein, denn der kühl kalkulierenden Karrierefrau...

  • Keanu Reeves als Außerirdischer

    In dem Remake von "Der Tag, an dem die Erde stillstand" soll Reeves als Alien den Menschen eine gefährliche Botschaft überbringen.

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