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Der englische Patient (1996)

Originaltitel: The English Patient
Der englische Patient Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Der englische Patient: Ergreifende Literaturverfilmung um die tragische Liebesgeschichte eines ungarischen Grafen und einer verheirateten Engländerin während des 2. Weltkriegs.

Der ungarische Graf Almasy wird von den Nazis über der Wüste abgeschossen. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und an Amnesie leidend wird er von der französischen Rotkreuzschwester Hana gegen Kriegsende in einer toskanischen Klosterruine gepflegt. Allmählich erinnert er sich an seine tragische Liebesaffäre mit der verheirateten Engländerin Katherine, die mit ihrem Mann an der selben geographischen Expedition wie Almasy teilnahm.

Der ungarische Graf Almasy wird zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in seinem Flugzeug über der nordafrikanischen Wüste abgeschossen. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und dem Tode nahe wird er auf eigenen Wunsch von einem Krankentransport in einem toskanischen Kloster zurückgelassen und dort von der jungen Schwester Hana gepflegt. Ganz allmählich beginnt Almasy sich an seine tragische Romanze mit der verheirateten Engländerin Katharine zu erinnern, deren Mann einst an derselben Expedition teilgenommen hatte wie er.

Nachdem Graf Almasy während des Zweiten Weltkrieges in der afrikanischen Wüste in seinem Flugzeug abgeschossen wurde, leidet er nicht nur an einer schweren Amnesie, er ist auch bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Mit Hilfe der aufopfernden Krankenschwester Hana beginnt er sich an seine Vergangenheit und damit an eine tragische Romanze zu erinnern. Komplexes Oscar-prämiertes Drama nach einem Roman von Michael Ondaatje.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die epische Verfilmung von Michael Ondaatjes 1992 erschienenen, mit dem Booker-Preis ausgezeichneten Romans erzählt vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs eine vielschichtige Geschichte von leidenschaftlicher Liebe, persönlichen und politischen Verrats und herzzerreißenden Verlust. Regisseur und Drehbuchautor Anthony Minghella (“Wie verrückt & aus tiefstem Herzen”) konstruierte ein multidimensionales Mosaik, das durch eine dichte Atmosphäre voller poetischer und erotischer Suggestion besticht.

    Als Produzent fungierte die 73jährige “Institution” Saul Zaentz (Oscars für “Amadeus” und “Einer flog über’s Kuckucksnest”), der auch diesem für 31 Mio. Dollar realisierten Projekt seinen unverkennbaren persönlichen Stempel großen Erzähl- und Gefühlskinos aufgedrückt hat. Ähnlich wie bei einer seiner weiteren literarischen Verfilmungen “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins” werden eine internationale Besetzung, malerische Locations und raffinierteste technische Stilmittel brillant zum Einsatz gebracht. So sorgen neben den exzellenten darstellerischen Leistungen von Ralph Fiennes (“Schindlers Liste”), der mit anrührender Einfühlsamkeit einen halsstarrigen Idealisten darstellt, den die tiefe Tragik seines Schicksals schließlich weicher und menschlicher werden läßt, und Kristin Scott Thomas’ (“Vier Hochzeiten und ein Todesfall”), die sinnliche Intelligenz pur ausstrahlt, vor allem die visuelle Präsentation für verdienten Oscar-Buzz. Hervorragend sind der intuitive Schnitt von Walter Murch, der in Verbindung mit perfekt abgestimmten Farben und Klängen ausgeklügelte Brücken zwischen Gegenwart und Vergangenheit des mit fragmentarischen Rückblenden durchwobenen Erzählteppichs schlägt. Kameramann John Seale versteht es, magisch-mystischen Bildcollagen zu entwerfen, und seine symbolträchtigen Kompositionen weitläufiger Wüstenlandschaften rufen Erinnerungen an David Leans Klassiker “Lawrence von Arabien” hervor.

    Zu Unrecht gilt der ungarische Graf Almasy (Fiennes) als “englischer Patient”, nachdem er von den Nazis über nordafrikanischem Wüstengebiet abgeschossen wird. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und an Amnesie leidend, wird er von der französischen Rotkreuzschwester Hana (Juliette Binoche) gegen Kriegsende in einer toskanischen Klosterruine gepflegt. Allmählich erinnert er sich an seine tragische Liebesaffäre mit der verheirateten Engländerin Katherine (Kristin Scott Thomas), die mit ihrem Mann an der selben geographischen Expedition wie Almasy teilnahm. Almasys Flashbacks wirken wie das Eintauchen in Morphiumträume. Sie sind das pulsierend-emotionale Herzstück des Films. Daneben entfalten sich die Geschichten der Romanze Hanas mit dem indischen Bombenexperten Kip (Naveen Adrews) und das Los des kanadischen Spions Carravaggio (Willem Dafoe in einer prägnanten Nebenrolle), der alsbald ebenfalls im Kloster Unterkunft findet. Mit dem in der Eröffnungsszene gezeigten Wüstenflug Almasys endet das ergreifende Melodram, und der Kreis schließt sich.

    Moralische Komplexität und lodernde Emotionalität machen das technisch versierte Epos zu einem klassischem Kinoerlebnis, das keineswegs staubig wirkt. Einem überzeugenden Erfolg an der Kinokasse und bei der Oscar-Verleihung dürfte nichts im Weg stehen. ara.

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