Der Campus (1997)

Der Campus Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Campus: Satirische, mit Situationskomik aufgepeppte Bestselleradaption mit sehenswerter Besetzung.

Der Hamburger Uniprofessor Hackmann wird Opfer eines dummen Mißverständnisses, das alsbald zum Skandal aufgebauscht wird, als er in den Verdacht gerät, er habe eine Studentin vergewaltigt. Tatsächlich hatte er lediglich eine Affäre mit ihr. Die Wahrheit interessiert schon bald keinen mehr, denn die Jagd auf den womöglich neuen Unipräsidenten ist eröffnet und entwickelt eine tragische Eigendynamik.

Auf dem Höhepunkt seiner akademischen Karriere beschließt der verheiratete Soziologie-Professor Hanno Hackmann, die brisante Affäre mit seiner Studentin Babsi zu beenden. Nachdem er ein letztes Mal mit ihr geschlafen hat, sieht Hackmann sich plötzlich mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung konfrontiert. Dieses Gerücht ruft seinen Konkurrenten Bernie Weskamp auf den Plan, der zusammen mit der verbiesterten Frauenbeauftragten Dr. Ursula Wagner alles daran setzt, um Hackmann öffentlich bloßzustellen…

Uniprofessor Hackmann soll eine Studentin vergewaltigt haben. Dabei pflegte er nur eine kleine Affäre. Doch der Skandal ist perfekt. Satirische, mit Situationskomik aufgepeppte Bestselleradaption mit sehenswerter Besetzung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wissenschaftler leben heute nicht mehr im Elfenbeinturm, sondern auf dem Campus. Und da gibt es jede Menge Fallen, besonders für ehrgeizige Vorzeigeprofessoren, die anderen, weniger eloquenten Kollegen Konkurrenz machen. Bestsellerautor Dietrich Schwanitz hielt der Hamburger Elite in seinem Erfolgsbuch “Der Campus” den Spiegel vor, seine “fiktiven” Anspielungen auf die politische Unkultur in der Hansestadt gingen allein als Taschenbuch 250.000 Mal über den Ladentisch. Für Sönke Wortmann ein Grund, das Intrigenkarrussel auf die Leinwand zu bringen.

    Bestsellerverfilmungen scheinen ein Steckenpferd von Deutschlands Erfolgsregisseur zu sein. Nach “Der bewegte Mann” nach den Comics von Ralf König und dem “Superweib” von Hera Lind liefert er nun eine Leinwandadaption von Dietrich Schwanitz’ bitterböser Gesellschaftssatire. An der altehrwürdigen Universität pflegen die Herren Professoren nach außen einen höflichen Umgang miteinander, aber hinter den Kulissen wird gekungelt wie auf dem orientalischen Bazar. Bei der Jagd nach lukrativen Pöstchen arbeitet man mit Ellenbogen, während bei honorigen Empfängen das geschliffene Wort zählt. Einer, der den Honoratioren in die Quere kommt, ist Soziologieprofessor Hanno Hackmann (Heiner Lauterbach), der mit seiner preußisch-korrekten Gattin (Sybille Canonica) vermählt ist und dennoch fremden weiblichen Reizen kaum widerstehen kann. Als er als Universitätspräsident ins Gespräch kommt, will er Ordnung in sein Leben bringen und beendet sein Verhältnis mit der entzückenden Studentin Babsi (Sandra Speichert). Die will’s noch einmal wissen und verführt ihn auf dem Schreibtisch (beobachtet von ein paar Handwerkern und späteren Vergewaltigungs-Zeugen). Babsi versucht ihr Glück beim Theater und gibt eine fulminante Vorstellung als Sex-Opfer, was sie mit eigenen Erfahrungen begründet. Nachdem sie die Rolle dennoch nicht bekommt, rastet sie aus und landet in der Psychatrie. Damit tritt sie eine Lawine los, denn jetzt sucht man den Vergewaltiger. Die Hatz auf den unbequemen Hackmann ist eröffnet.

    Sönke Wortmann, Spezialist für deutschen Humor, bewegt sich unentschlossen zwischen Klamotte und Komödie, Satire und Drama, in der Hoffnung, mit diesem verwirrenden Genre-Mix ein möglichst breites Publikum zufriedenzustellen. Das Konzept geht aber nicht auf, denn wer sich bei einigen brillanten Dialogen aus der Original-Vorlage herrlich amüsiert, leidet bei quälenden Herrenwitzen und eindimensionalen Charakterzeichnungen (Frauenbeauftragte Barbara Rudnik, die als Zeichen ihrer Emanzipation eine Brille tragen muß, kann einem leid tun). Vorhersehbare Slapstick-Einlagen dämpfen den Spaß an der exzellenten Schauspielerriege, bei der vor allem Axel Milberg als Oberintrigant mit Faible für “Derrick”-Krimis eine bewundernswerte Performance gibt. Das Acht-Millionen-Projekt, bei dem die Hamburger Filmförderung zwei Millionen Mark zusteuerte, mag durch eine deftige Portion political correctness neugierig machen und kann sicherlich die Bestseller-Klientel anlocken sowie Zuschauer aus dem Unibetrieb. Welche Zielgruppe Wortmann, der zwei Jahre Zeit zur Vorbereitung hatte, allerdings wirklich anpeilte, bleibt im Dunkeln. mk.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Highlight: Neuheiten im Mai & Vorschau auf Juni 2008

    Highlight Video hat ihr DVD-Programm für den Mai 2008 vorgestellt. Die beiden Highlights “War” und “Black Belt” haben wir bereits vorgestellt (siehe Newsmeldung). Als weiterer aktueller Film erscheint die Komödie “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” nach dem gleichnamigen Sachbuch-Bestseller. Diese kommt am 29. Mai 2008 zunächst in den Verleih und am 6. Juni 2008 in den Handel. Des weiteren...

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