Deadline - Jede Sekunde zählt (2007)

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Filmhandlung und Hintergrund

Deadline - Jede Sekunde zählt: TV-Serie um die Einsätze eines Kriseninterventionsteams.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Not macht erfinderisch, Verzweiflung offenbar tollkühn. Sat.1 hat schon seit geraumer Zeit immer wieder Pech mit deutschen Serien. Jetzt geht der Sender in die Offensive und fordert Konkurrent RTL ausgerechnet auf dessen ureigenster Domäne, dem Action-Krimi, heraus.

    Die neue Produktion “Deadline – Jede Sekunde zählt” (20.15 Uhr) muss sich dabei mit dem Dauerbrenner “Alarm für Cobra 11″ messen, frische Folgen der Gerichtsmedizinerserie “R.I.S. – Die Sprache der Toten” (22.15 Uhr) werden gegen den ganz ähnlich angelegten US-Import “Bones” gezeigt. Gerade um “Deadline” wäre es äußerst schade: Die von “Headautor” Johannes W. Betz (“Der Tunnel”, “Die weiße Massai”) konzipierten Geschichten sind ungleich komplexer und anspruchsvoller als die ewige Massenkarambolage auf der Autobahn; selbst wenn die Drehbücher zu “Cobra 11″ längst nicht mehr so schlicht gestrickt sind wie noch vor Jahren.

    Mit der Auftaktfolge “Tunnelblick” hat Sat.1. das Prunkstück der Serie an den Anfang gestellt; in späteren Folgen geht es deutlich ruhiger zu. Diese 45 Minuten aber sind derart dicht inszeniert, dass kaum Zeit zum Entspannen bleibt. Trotz donnernder Musik, vieler Schnitte und geteilten Bildschirms und wirkt die Handlung dennoch nicht hektisch, weil die Figur im Zentrum die Ruhe selbst ist: Heio von Stetten, eigentlich abonniert auf die romantische Komödie, spielt Matthias Berg, den Leiter einer Sonderabteilung der Berliner Polizei. Ihre Aufgabe ist es, Verbrechen abzuwehren, bevor sie geschehen. Unterstützt wird er von der Psychologin Nina Ritter (Sonsee Neu) sowie zwei jungen Kollegen (Oliver Boysen, Daniel Zillmann), die für die Finger- und Fußarbeit zuständig sind. Über allem thront Kripo-Chefin Franziska Friedmann; Katharina Thalbach ist in diesem ungewohnten Umfeld zwar gewöhnungsbedürftig, bringt aber eine reizvolle Farbe in die Geschichten.

    Der große Reiz der Serie liegt allerdings in der Grundidee: Jedes Mal läuft aufs Neue ein Countdown ab; die immer wieder bildschirmfüllend eingeblendeten knallroten Ziffern verdeutlichen die “Deadline”, den Schlusstermin. Mal stellt ein Gangster ein Ultimatum, mal hat die Abteilung für Krisenintervention bloß zwei Tage Zeit, um ein Verbrechen zu verhindern. Zum Auftakt kapert ein Mann (Devid Striesow) einen Linienbus. Ein Zugriff ist nicht möglich, auch kein gezielter Todesschuss: Der Entführer hat Benzin verteilt, eine Explosion wäre unvermeidlich. Er fordert die vergleichsweise bescheidene Summe von 100.000 Euro, allerdings in der nächsten halben Stunde. Angesichts dieser Frist, die unmöglich eingehalten werden kann, muss Berg auf Zeit spielen; der Einfluss von Drogen macht den Mann ohnehin zur unberechenbaren Zeitbombe.

    Trotz einer packenden Inszenierung (Regie zum Auftakt: Thorsten Schmidt) ist “Deadline” keine Action-Serie, sondern in erster Linie geschickt verpackte Psychologie, die vom Wettlauf gegen die Zeit lebt. Die Spannung entsteht dabei vor allem durch das Wissen um die Bedrohung: In der nächsten Folge (“Spielkamerad”) wird ein kleiner Junge entführt, der Diabetes hat; wenn er nicht in spätestens acht Stunden sein Insulin bekommt, wird er sterben.

    Aber vielleicht sollte man “Deadline” nicht zu sehr loben. Ob “Bis in die Spitzen”, “Freunde für immer”, “Blackout” oder zuletzt “Allein unter Bauern”: Die Resonanz des Publikums stand jeweils in krassem Gegensatz zu den positiven, im Fall von “Blackout” sogar euphorischen Kritiken. tpg.

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