Das weiße Rauschen (2001)

Das weiße Rauschen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das weiße Rauschen: Berührende Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet, mit der DV-Kamera eerzählt.

Lukas zieht vom Land nach Köln zu seiner älteren Schwester Kati. Gleich zur Begrüßung lädt ihn Katis Mitbewohner zum fröhlichen Kiffen ein. Und Lukas genießt Nachtleben und die neue Freiheit in vollen Zügen – bis er plötzlich nach einem Trip Stimmen zu hören beginnt und sich verfolgt fühlt. Von da an ist nichts mehr so, wie es war.

Lukas zieht vom Land zu seiner Schwester Kati nach Köln. Abenteuerhungrig stürzt sich der 21-Jährige in sein neues Leben und nimmt vom Kiffen mit den WG-Bewohnern bis hin zu exzessiven Disconächten alles an Entertainment mit, was die Stadt zu bieten hat. Bis er eines Tages einen Trip einwirft, der sein Leben von Grund auf umkrempelt. Er beginnt, Stimmen in seinem Kopf zu hören und leidet unter Verfolgungswahn. Paranoide Schizophrenie heißt die Krankheit, deren langwierige Bekämpfung Lukas bis an Spaniens Küste führen wird.

Als Folge von Drogenkonsum beginnt der 21-jährige Lukas Stimmen zu hören und unter Verfolgungswahn zu leiden. Der Kampf gegen die Krankheit führt ihn bis nach Spanien. Das einfühlsame Porträt entstand als Hans Weingartners Abschlussfilm an der Kölner Kunsthochschule.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die ungewöhnliche Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet, erzählt Hans Weingartner in seinem Abschlussfilm der Kunsthochschule für Medien in Köln. Daniel Brühl in der Hauptrolle profiliert sich als nuancenreicher Darsteller, der sich in dem improvisatorischen Erzählstil der DV-Kamera überzeugend behauptet. Ein vorwiegend junges Publikum mit einer Vorliebe für persönliche Geschichten ist wohl die beste Zielgruppe für diesen Film, der sich darüber hinaus aber gerade auch an die Erwachsenen wendet und auch sie zu aufmerksamer Kommunikation auffordert.

    Der oft genug gedankenlose und deshalb ungenaue Umgang miteinander kann Menschen in Situationen bringen, in denen die Hilfe, die sie brauchen, nicht erkannt wird. Hans Weingartner ist so einer Erfahrung nachgegangen und fabuliert sie in einer spannenden Abenteuergeschichte mit jungen Leuten in einer heutigen Großstadt. Keine Sekunde wird der Film zum papierenen Krankheitsprotokoll. Lukas (Daniel Brühl) zieht vom Land in die Stadt, nach Köln zu seiner älteren Schwester Kati (beeindruckend: Anabelle Lachatte). Erfüllt von einer unbändigen Neugier aufs Leben, stürzt Lukas sich hinein in alles, was für ihn neu und worauf er besonders gespannt ist. Gleich zur Begrüßung lädt ihn Katis Mitbewohner zum fröhlichen Kiffen ein. Das Nachtleben steht als nächstes auf dem Programm. Lukas genießt die neue Freiheit und das neue Ambiente – bis er plötzlich nach einem Trip Stimmen zu hören beginnt und sich verfolgt fühlt. Von da an ist nichts mehr so, wie es war.

    Weingartner, der auch das Drehbuch schrieb und selbst die digitale Kamera führte bezieht den Zuschauer mit den dokumentarisch anmutenden Bildern immer unmittelbarer in die Geschichte mit ein, macht ihn zum Zeugen und impliziert damit auch unmerklich die Frage an jeden einzelnen, ob er und wie er in der Realität reagiert hätte. Lukas beginnt sich abzusondern, schließt sich in seinem Zimmer ein, stürzt sich in einer psychotischen Phase aus dem Fenster und landet in der Psychatrie. Nach seiner Entlassung versucht er, ins normale Leben zurückzukommen und gerät in die Gesellschaft einer Gruppe von jungen Leuten, die mit ihren Kleinbussen durch die Lande ziehen und ihn mitnehmen bis an die spanische Atlantikküste ins schöne und wilde San Sebastian. Plötzlich wird Weingartners Film zum abenteuerlichen Roadmovie mit wunderbar sinnlichen Bildern der sich brechenden Brandungswellen und kraftvoll gigantischen Schaumkronen am zerklüfteten baskischen Strand. Diese visuelle Sinnlichkeit lässt der oft allzu skizzenhaft gedrehte Film ansonsten ein wenig vermissen. Dafür berühren die lebendige Präsenz der Darsteller und der unprätentiös direkte Erzählstil, der Identifikation und Miterleben möglich macht. fh.

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