Das Mädchen Wadjda (2012)

Originaltitel: Wadjda
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Das Mädchen Wadjda: Gefühlvolles Drama um die elfjährige Wadjda, die alles dafür tut, um sich ihren Traum vom eigenen Fahrrad zu erfüllen.

Wajda wächst in einer Vorstadt von Riad auf. Sie träumt davon, sich mit dem Nachbarjungen ein Wettrennen auf dem eigenen Fahrrad zu liefern. Zum einen fehlt das Geld, zum anderen dürfen Mädchen eigentlich nicht in der Öffentlichkeit Rad fahren. Aber die Elfjährige gibt nicht auf. Mit verbotenen Geschäften an ihrer Schule verdient sie ein wenig Geld und meldet sich sogar für den Koran-Rezitationswettbewerb an, wo eine hohe Preissumme lockt. Sie gewinnt, doch ihre Ankündigung bei der Prämierung, sich ein Rad kaufen zu wollen, stößt auf Entsetzen, die Rials landen in einen Solidaritätsfonds für Palästina.

Die elfjährige Wadjda tut alles dafür, sich ihren Traum vom eigenen Fahrrad zu erfüllen. Gefühlvolles Drama um den großen Traum einer Elfjährigen – der erste in Saudiarabien entstandene Spielfilm überhaupt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der erste Film aus Saudi-Arabien erzählt von einer Elfjährigen, die gegen alle Konventionen ihre Träume verwirklichen will.

    Ein Film aus einem Land, in dem Kinos wie das Autofahren von Frauen verboten sind, ist schon etwas Spezielles. Aber nicht nur aus diesem Grund verdient das von Razor Film koproduzierte und in Venedig gefeierte Regiedebüt Aufmerksamkeit. Haifaa Al Mansour wirft einen Blick hinter die von männlicher Macht geprägten Kulissen des Königreichs, wo sogar im Familienstammbaum Frauen nicht genannt werden. Aus dieser Unsichtbarkeit heraus will die starrköpfige Wajda, die in einer Vorstadt von Riad aufwächst. Sie träumt davon, sich mit dem Nachbarjungen mal ein Wettrennen auf dem eigenen Fahrrad zu liefern. Zum einen fehlt das Geld, zum anderen dürfen Mädchen höchstens im Hinterhof mal Rad fahren. Aber die Elfjährige gibt nicht auf. Mit verbotenen Geschäften verdient sie ein wenig Geld und meldet sich für den Koran-Rezitationswettbewerb an, wo sie eine hohe Preissumme gewinnt. Doch ihre Ankündigung bei der Prämierung, sich ein Rad kaufen zu wollen, stößt auf Entsetzen, die Rials landen in einen Solidaritätsfonds für Palästina.

    Ohne das System von Frauenunterdrückung explizit anzuprangern oder Männer als Stereotypen lächerlich zu machen oder als die Bösen zu verteufeln, führt die saudische Regisseurin und Drehbuchautorin hinein in das ganz normale Leben, das da heißt, kein lautes Lachen der Mädchen in der Schule, Demut der Hausfrau, die nicht verhindern kann, dass ihr Mann eine zweite Frau heiratet, um einen Sohn zu zeugen, das Verzehren von Essensresten, die Hausherr und Gäste vom Mahl übrig lassen, die Ganzkörpervermummung “Abaya”, die nur die Augen frei läßt, die Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und Ächtung. Nur manchmal blitzt so etwas wie kleiner weiblicher Widerstand auf, die hastig gerauchte Zigarette der Mutter auf dem Balkon, das bewusst verrutschte Kopftuch der renitenten Tochter, heimliche Briefe zwischen Verliebten. “Wadjda” ist ein Film für Erwachsene, aber vor allem für Mädchen: Die junge Darstellerin Waad Mohammed, die beim Casting 50 Konkurrentinnen ausstach, überzeugt als Identifikationsfigur. Kameramann Lutz Reitemeier zaubert draußen sonnendurchflutete Bilder, aber auch streng kadrierte im Innern des Hauses oder der Schule. In der Schlussszene gewinnt Wajdja auf dem von der Mutter geschenkten Rad auch das geplante Wettrennen. Atemlos steht sie an einer großen Straße, die Welt steht ihr offen. Im Film ist der Traum vom eigenen Fahrrad und kleiner Freiheit Wirklichkeit geworden. In der Realität noch lange nicht. mk.

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