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Das Mädchen aus Monaco (2008)

Originaltitel: La fille de Monaco
Das Mädchen aus Monaco Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Mädchen aus Monaco: Turbulente Sommerkomödie voller Sex und Sinnlichkeit um eine junge Dame, die zwei gegensätzlichen Herren den Kopf verdreht.

Maître Bertrand Beauvois ist ein Staranwalt aus Paris. Er gewinnt jeden Fall, mag die Beweislage auch noch so erdrückend sein. So übernimmt er auch – im Bewusstsein ihrer Schuld – den Fall einer Frau, die ihren Liebhaber getötet hat. Doch seine Souveränität und brillante Rhetorik im Gerichtssaal beginnen zu bröckeln, als er sich in die junge sexy Wetterfee Audrey verliebt. Mit der hatte sein Bodyguard Christophe Abadi eine Affäre. Er versucht seinen Chef davor zu bewahren, sich weiter in den Liebeswahn hineinzusteigern, doch vergeblich.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf einem mondänen Platz in Monaco küsst sich ein Paar – und selbst danach siezen sie sich noch, so ist das halt im französischen Film. Der Mann macht der Frau freundlich klar, dass er nicht weiterzugehen wünscht: Nehmen wir an, ich lade sie auf ein Glas Wein in meinem Zimmer ein: bekäme unsere Beziehung dann nicht etwas Banales, Konventionelles?

    Anwalt Bertrand Beauvoir ist ein Mann, der anmacht, aber nicht ausführt. Und (unfreiwillig) verhält sich der Film „Das Mädchen aus Monaco“ genauso, der ganz amüsant daherkommt, aber eben doch nicht wirklich witzig ist in dem Teil, der Komödie ist; und ebenso wirkt dann, wenn die Tragik durchschlägt, dies nicht als schicksalhafte Konsequenz, sondern eher als Bruch.

    Warum Bertrand nicht zum Schuss kommen will, von den Frauen aber auch nicht lassen kann, wird nie so recht klar; ebensowenig, warum sich die junge Schönheit Audrey an ihn hängt und ausgerechnet mit ihm ihre erotischen Fantasien durchzuexerzieren sich bemüßigt fühlt. So beruht einiges auf Behauptungen des Films, die man als Zuschauer als gegeben nehmen soll, ob man will oder nicht. Und das funktioniert nicht so recht.

    Wiewohl doch Fabrice Luchini als verklemmt-gehemmter Anwalt, verkopft und eloquent und alles hinterfragend, lustig anzusehen ist. Aber eben nicht richtig aus sich rausgehen darf, wie es im „So ist Paris“-Film von Cedric Klapisch der Fall war, als er als versteifter Professor ebenfalls eine erotische Offenbarung erlebte und dafür einen ganz innigen, aber lächerlich anzusehenden Tanz hinlegte.

    Hier nun ist die Handbremse angezogen. Dabei merkt man schon, dass hinter allem ein Konzept steht, dass alles durchdacht ist: plötzliche Begegnungen und ständige Unterbrechungen, wenn die Figuren mal – auf diese oder jene Weise – zur Sache kommen wollen, werfen immer wieder subtil die Frage auf nach Zufall oder Schicksal/Karma (woran Audrey unbedingt glaubt, inklusive orangener Energieströme); ebenso die Verweise auf Lady Di und Prinzessin Gracia, von denen Audrey so großer Fan ist, auf oberflächliche Weise, die eben doch tiefer geht. Und die Parallelen zwischen dem Gerichtsprozess, den Bertrand gewinnen will, und seinem wirklichen Leben sind schön nebenbei aufeinander hin zugespitzt: hier die alternde Frau, die sich einen jungen Liebhaber aufreißt (und ihn dann unerklärlicherweise erstochen hat), dort der alternde Anwalt, der einem jungen, hemmungslosen, entwaffnenden Ding verfällt.

    Aber es ist halt nicht richtig spritzig, und vielleicht trägt zu diesem Eindruck auch eine eher dröge erscheinende deutsche Synchro bei; auch wenn ich des Französischen nicht sooo mächtig bin: OmU hätte wahrscheinlich mehr Spaß gemacht.

    Fazit: Beziehungskomödie, die nicht so richtig flott anlaufen will.
  • Wenn in Frankreich geistreiche Männer auf verführerische Frauen treffen, ist das der ideale Stoff für eine turbulente Sommerkomödie voller Sex und Sinnlichkeit.

    Sobald Maître Beauvois, Staranwalt aus Paris, im Gerichtssaal auftritt, müssen sich seine Gegner warm anziehen. Mit seiner Rhetorik knackt er die härtesten Fälle und bringt die Geschworenen auf seine Seite. Deshalb soll er in Monaco eine Dame verteidigen, die ihren jüngeren Liebhaber über die Klinge hat springen lassen. Natürlich ist sie schuldig, aber es sieht so aus, als könne der schlaue Fuchs seine Mandantin aus der Sache herauspauken. Als ihm die sexy Wetterfee Audrey über den Weg läuft, die um jeden Preis aus Monaco raus und auf der sozialen Leiter nach oben möchte, verliert der smarte Mann den Boden unter den Füßen. Gegen die scharfen Waffen der Mademoiselle, die im dünnen Fähnchen auf der Vespa herumkurvt, nützt der schärfste Esprit nichts, auch wenn sein pflichtbewusster Bodyguard alles unternimmt, um seinen Schützling vor der Lächerlichkeit zu bewahren und den unkontrollierten Liebeswahn zu stoppen. Nicht ganz uneigennützig, liegt seine Affäre mit dem blonden Gift doch noch nicht lang zurück. Die Beziehung und dosierte Freundschaft zwischen den unterschiedlichen Kerlen entpuppt sich als Quell der Heiterkeit.

    Fabrice Luchini: weißhäutig, wabbelig und gebildet, ein Mann des Wortes; Roschdy Zem: braungebrannt, durchtrainiert und animalisch, ein Mann der Tat. Beide sind fasziniert von der fremden Welt und den gesellschaftlichen Regeln und Ritualen des anderen. Die scheinbar unüberbrückbare Distanz zwischen den charakterlichen Polen macht die Figuren und ihre Handlungen, vor allem aber ihre Dialoge interessant und sorgt für Komik. Je mehr der Intellektuelle der Beauty verfällt und sich zum Idioten macht, desto mehr fühlt der Bodyguard Verantwortung, was der leichten Komödie letztendlich einen dramatischen und überraschenden Twist gibt. Der Fürstenstaat in seiner halbseidenen Mischung und dem Operettendekor bietet die optimale Kulisse für diese charmante Tragikomödie über die Naturgewalt der Liebe, über falsche und echte Gefühle. Sündige Sinnlichkeit unter mediterraner Sonne, da folgt die Strafe auf dem Fuß. mk.

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