Das Leben gehört uns (2011)

Originaltitel: La guerre est declarée
Das Leben gehört uns Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Leben gehört uns: Drama um ein junges Paar, das damit zurechtkommen muss, dass der achtjährige Sohn an einem Gehirntumor erkrankt ist. Mit viel Herz und auch Humor erzählt.

In einer Pariser Diskothek treffen sich Roméo und Juliette. Ein Blick und die Liebe bricht aus. Die Krönung ihrer Liebe ist ihr Sohn, an dem mit 18 Monaten ein Gehirntumor festgestellt wird. Unterstützt von Freunden und Familien kämpft das Paar gegen das Schicksal, für ihr Kind und für sich selbst. Ihre Liebe hält das Auf und Ab der Hoffnung nicht durch, aber wenn sie fünf Jahre später mit dem geheilten Kind am Strand spazieren, wissen sie, dass sie sich immer nah sein werden.

Die Liebe eines jungen Paares droht zu zerbrechen, als bei ihrem kleinen Sohn ein Gehirntumor festgestellt wird. Autobiographisches Drama mit leichten Zwischentönen über die Hoffnung im Angesicht einer privaten Katastrophe.

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Kritikerrezensionen

  • Das französische Kriegsdrama "Das Leben gehört uns" handelt vom Hirntumor eines Kindes und erzählt dabei vor allem von der Liebe der Eltern zueinander. Regisseurin und Drehbuchautorin Valerie Donzelli übernimmt mit Mitautor Jérémie Elkaim die Hauptrolle in der autobiographischen Geschichte. Dass sie trotz der eigenen Betroffenheit einen solch leichten, fast spielerischen Umgang mit dem schweren Thema gefunden hat, ist erstaunlich. Und ein Glück für den Film.

    Märchenhaft steigt der Film ein in die Liebe zwischen Roméo und Juliette - ja, so heißen sie. "Wird es ein schlimmes Ende nehmen", fragt er sie bei der ersten Begegnung auf einer Party; danach feiern sie ihr Liebesglück, in fröhlicher Montage fröhliche Menschen. Rasch werden sie Eltern, ziehen zusammen, und das Glück ist vollkommen - aber es ist kein rein märchenhaftes Kino-Liebesglück, sondern eine realistische Alltagsbeschreibung, mit all den kleinen Details vom Umgang miteinander, vom Organisieren des Lebens etc. Bis Adam, der Sohn, sich oft erbricht; ständig verschleimt ist; auch mit 18 Monaten noch nicht laufen kann; und eine halbseitige Gesichtslähmung auftritt: Ab dann tritt alles andere in den Hintergrund.

    Donzelli gelingt das Changieren zwischen den Emotionen - als Darstellerin im Film ebenso wie als Regisseurin, die die Emotionen des Zuschauers in Extreme treibt, von Glück mit dem Paar über die Diagnose und den Schock bis zu Witz. Die Protagonisten bleiben humorvoll, und es ergeben sich wunderbare Momente der Situationskomik, die sich aus den Figuren ergeben und nie als Gag ausgestellt werden.

    Das, was der Film mit seinen Charakteren, mit seiner Geschichte zudem macht: Das ist eine feine, subtile Kriegsparallele aufzubauen - der Originaltitel lautet „La Guerre est déclarée“, der Krieg ist erklärt. Die Krebsdiagnose fällt auf den Beginn des Irakkriegs und fortan werden OP-Kittel und Mundschutz zu Uniformen, Chirurgen zu Generälen, die besorgte Verwandtschaft zum Heeres-Fußvolk.

    Donzelli inszeniert nicht naturalistisch, ist aber im Spannungsfeld zwischen der Präzision des Geschehens und der gleichzeitigen Überhöhung durch die filmische Formung einer höheren Wahrheit verpflichtet: Donzelli erzählt authentisch. Stilisierte Momente von Stille, in der nur klassische Musik zu hören ist, dynamische Wechsel des Erzähltempos, eine Montage, die eher den Gefühlszuständen als den Sehgewohnheiten Rechnung trägt und zwei Erzählerstimmen, eine weibliche und eine männliche, die immer wieder zusammenfassen, straffen, vertiefende Einblicke geben, mitfühlend, aber auch distanziert. Und die nicht vergessen lassen, um wen es wirklich geht: Um die Liebe zwischen Roméo und Juliette, die so viel aushalten muss. Wer für einen kurzen Moment nicht richtig hinhört, wird den Fortgang dieser Liebe nicht richtig mitbekommen.

    Fazit: Das französische Drama "Das Leben gehört uns" ist eine berührende und dabei mit Humor erzählte Liebesgeschichte der Eltern eines erkrankten Kindes.
  • Die Krankheit ihres Sohnes stellt die Liebe eines jungen Paares auf eine harte Bewährungsprobe.

    In einer Pariser Diskothek treffen sie sich, Roméo und Juliette. Ein Blick und die Liebe bricht aus, die ewige, einzige und unzerstörbare Liebe. Paris und die Zukunft liegt ihnen zu Füßen, gehört ihnen. Die Krönung ihrer Liebe ist Adam, der laut schreiend zur Welt kommt. Wie alle Eltern finden sie ihren Sohnemann wunderbar, erst nach und nach bemerken sie Anomalien, die Ärztin stellt eine Gesichtsasymmetrie fest, ein hinzu gezogener Neurologe bei dem 18 Monate alten Jungen einen Hirntumor. Aber die beiden kämpfen unterstützt von Freunden und Familien gegen das Schicksal, für ihr Kind und für sich selbst. Wütend, wild, wagemutig. Zwei Jahre halten sie durch, trennen und finden sich, versuchen es erneut, glauben an das Unmögliche. Ihre Liebe hält das Auf und Ab der Hoffnung nicht durch, aber wenn sie fünf Jahre später mit dem geheilten Adam am Strand spazieren, wissen sie, dass sie sich immer nah sein werden.

    Regisseurin und Hauptdarstellerin Valérie Donzelli schrieb die autobiografisch geprägte Geschichte mit ihrem Ex-Lebensgefährten Jérémie Elkaim in der zweiten Hauptrolle, sie haben es auch in Wirklichkeit geschafft, dem Leben eine Bresche zu schlagen. Mit schmerzhafter Intensität zeichnen sie den Weg von der Unbekümmertheit in die Verzweiflung und Traurigkeit. Wenn am Ende die Stimme des Erzählers sagt “Sie waren zerstört, aber gefestigt”, ist das auch der Startschuss zu etwas Neuem. Obgleich das Kreativ-Duo ähnliches durchmachte, nehmen sie den Film nicht als Mittel zur psychologischen oder dokumentarischen Aufarbeitung, sondern zeigen lapidar, wie die alltäglichen Kleinigkeiten hinter der Katastrophe verschwinden, wie zwei Menschen über sich hinauswachsen.

    Mal Komödie, mal Drama begibt sich der Film auf einen atemlosen Wettlauf, bei dem Tempo und Ausdauer zählen, ein am Ende erfolgreicher Marathon. In der poetisch-musikalischen Tradition von Jacques Démy beginnt das Paar zu singen, begleiten Chansons den Handlungsrhythmus von den höchsten emotionalen Höhen bis zum tiefen Absturz und erlauben streckenweise eine wunderbare Verspieltheit. An das Voice Over über lange Strecken hinweg gewöhnt man sich. Authentizität schöpft Donzelli nicht nur durch die ehrliche Performance, sondern auch durch die Canon-Kamera, die beim Drehen natürliches Licht erlaubte. Nur am Ende, trumpft 35mm in Slow Motion auf, für Donzelli wunderschöne Zeitlupenbilder, die mit einer anderen Kamera nicht zu erreichen wären. Auch wenn die Schicksalssinfonie in einer Rückblende erzählt wird und man um das positive Ende weiß, hält der Film die Spannung. Und das ist schon eine Leistung an sich. mk.

Darsteller und Crew

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