Das kleine Gespenst (2013)

Das kleine Gespenst Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das kleine Gespenst: Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler um ein Gespenst, das so gerne mal die Sonne sehen würde...

Das kleine Gespenst, das auf Burg Eulenstein haust, würde zu gerne mal bei Tageslicht auf Entdeckungsreise gehen. Doch auch der weise Uhu Schuhu weiß nicht, wie man so etwas anstellt. Da wacht das Gespenst statt an Mitternacht um die Mittagszeit auf. Die Freude darüber ist schnell verflogen, wird es doch plötzlich pechschwarz. Jetzt ist Schüler Karl gefragt, der das Gespenst bei einer Nachtwanderung in der Burg kennengelernt hat. Er muss seinem Freund schleunigst helfen, wieder schneeweiß und zum Nachtgespenst zu werden.

Das kleine Gespenst muss herausfinden, warum es auf einmal nur noch bei Tageslicht spuken kann. Erste Realverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Den gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler gibt es schon seit 1966, aber als Realfilm wurde "Das kleine Gespenst" noch nicht ins Kino gebracht. Das holt nun Regisseur Alain Gsponer ("Das wahre Leben", "Lila, Lila") mit einer Adaption nach, in der es zwei Hauptrollen gibt: das computeranimierte Gespenst selbst und den Viertklässler Karl. In der Kombination mit einem Kinderabenteuer behält der Originalstoff zwar einiges von seinem Reiz, bekommt aber auch Mittelmäßiges hinzugefügt.

    Gleich zu Anfang führt eine Erzählerstimme in den Worten des Buchs in die Geschichte ein. Das Drehbuch von Martin Ritzenhoff schafft trotz aller Neuerungen den Spagat, auch nahe am Original zu bleiben. Karl und seine beiden Freunde erinnern an die Kinder des Apothekers, die im Buch eher am Rande vorkommen. Indem Karl hier als Gespensterfan und vermeintlicher Uhrendieb zum schulischen Außenseiter wird, reichert er die Handlung mit seinen Abenteuern und Konflikten an. Gleichzeitig ist er der menschliche Kontakt des einsamen Gespensts. So wird die Lebenswelt der Kinder stärker in die Geschichte hereingeholt. Karl und seine beiden Freunde begeben sich auf mutige Taschenlampen-Expeditionen, wie die kindlichen Helden vieler anderer Filme auch.

    Das computergenerierte Gespenst hat einen ziemlich großen Kopf für den Rest seines in eine Art Säckchen gehüllten Körpers. Es erinnert ein wenig an eine Mumie – uneingeschränkt lieb und knuddelig wirkt es eher nicht. Fast noch irritierender aber sind seine erwachsene Frauenstimme (Anna Thalbach) und sein aufgedrehtes, lautes Gehabe. Durchwachsen ist auch die Komik: Mehrere Erwachsenenrollen werden auf tollpatschigen Slapstick reduziert. Wenig einfallsreich ist die "Harry Potter"-Anleihe mit den beweglichen Figuren auf Gemälden. Erfrischend wirkt hingegen die Idee, das Gespenst mit lebendigen Mäusen sprechen zu lassen, die über eine piepsige Stimme verfügen. Ein wenig mehr witzige und geheimnisvolle Magie hätte der Atmosphäre dieses sehr im Hier und Jetzt verankerten Films allgemein gut getan.

    Fazit: Der eher durchschnittliche Realfilm "Das kleine Gespenst" nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler kombiniert die Geistergeschichte mit den Abenteuern eines Jungen: Das Plus an Spannung aber geht auf Kosten des Zaubers.
  • In seiner Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers wird Alain Gsponer auch mit zeitgemäßem Erzähltempo und Spezialeffekten Otfried Preußlers literarische Vorlage gerecht.

    Rund 20 Jahre nach Curt Lindas animierter Version von “Das kleine Gespenst” sorgt nun Alain Gsponer für die erste Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler. Dabei hat es der Grimme-Preisträger (“Das wahre Leben”) mit einer durchaus schwierigen Aufgabe zu tun. So muss er auf der einen Seite zeitgenössischen Sehgewohnheiten Tribut zollen, die nach schnellen Schnitten, hohem Erzähltempo und technischer Perfektion verlangen. Zum anderen gilt es, die literarische Vorlage ohne allzu große Reibungsverluste in Bilder zu transferieren und Preußlers subtilen, hintergründigen Humor und dessen angenehm altmodisch-verschwurbelte Sprache zu würdigen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Claussen+Wöbke+Putz, das schon bei “Krabat” diesen schwierigen Spagat meisterte, und von Martin Ritzenhoff, der mit seinem Drehbuch zu “Vorstadtkrokodile” bereits kinderaffine Themen erfolgreich auf die Leinwand brachte, darf Gsponers Ansinnen als gelungen bezeichnet werden. Das Gespenst selbst, das in seiner schneeweißen Pracht und mit den Kulleraugen voll und ganz dem Kindchenschema entspricht, ist ein Meisterwerk der Abteilung visuelle Effekte und bekommt durch die wunderbar naiv-pfiffige Stimme von Anna Thalbach prägnante Konturen und Charakter. Und wenn das Gespenst zunächst auf seiner Burg und später dann als “schwarzer Unbekannter” im verschlafenen Städtchen Eulenberg auf Entdeckungsreise geht, dann reihen sich Slapsticknummern wie etwa mit der tölpelhaften Feuerwehr, philosophisch-nachdenkliche Momente mit dem weisen Uhu Schuhu und akrobatische Einlagen zwischen den Zahnrädern der Rathausuhr, die den Szenen aus Martin ScorsesesHugo Cabret” nicht unähnlich sind, wie auf einer Perlenschnur aneinander. Dabei kann sich Gsponer auch auf ein solide aufspielendes Kinder-Ensemble um Newcomer Jonas Holdenrieder (“Die Vampirschwestern“) verlassen, der als Karl der erste ist, dem das kleine Gespenst über den Weg läuft. Unterstützt werden die Kids von schauspielerischen Schwergewichten wie Uwe Ochsenknecht, der als mediengeiler Bürgermeister selten so witzig war, oder Herbert Knaup als Uhrmeistermacher Zifferle, der dem traurigen Gespenst dabei hilft, in die Nacht zurückzufinden und wieder glücklich zu werden. Und weil auch Preußlers Plädoyer für mehr Toleranz und Vertrauen immer mit schwingt, verknüpft dieser liebenswerte Kinderfilm, der auch als Komödie für die ganze Familie funktioniert, auf angenehm unaufdringliche Weise Substanzielles mit Unterhaltung. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Kids-Aktion bei Aldi Nord

    Ab 26. Januar hält Aldi Nord wieder ein Aktionssortiment mit DVDs bereit - darunter auch sehr attraktive Titel wie "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman".

  • Otfried Preußlers "Das Kleine Gespenst" wird verfilmt

    Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker “Das Kleine Gespenst” kommt in die Kinos. Regisseur Alain Gsponer inszeniert den Familienfilm mit Uwe Ochsenknecht, Herbert Knaup und Aykut Kayacik in den Hauptrollen. In den Kinderrollen sind Jonas Holdenrieder als Karl, Emily Kusche als Marie, Nico Hartung als Hannes und Carlos Richter als Peter zu sehen. Darüber hinaus leiht Schauspielerin Anna Thalbach dem weiß-schwarzen Titelheld...

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