Das große Rennen - Ein abgefahrenes Abenteuer (2009)

Originaltitel: The Race
Das große Rennen - Ein abgefahrenes Abenteuer Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das große Rennen - Ein abgefahrenes Abenteuer: Mischung aus melancholischem Familien-Drama und flottem Kinder-Komödien-Abenteuer um eine kleine Seifenkistenfanatikerin.

Die kleine Mary ist zwar erst elf Jahre alt, doch bereits ein absoluter Formel-Eins-Fan und nutzt jede freie Minute, um an der eigenen Seifenkiste herumzuschrauben. Sonst hat sie ziemlich viel zu tun, in der Schule, wo sie gehänselt wird, und auch zu Hause auf dem elterlichen Hof. Als ein Seifenkistenrennen mit Preisgeld und allem Drum und Dran ausgerufen wird, ist Mary natürlich Feuer und Flamme und will ihr Können unter Beweis stellen. Indessen steht es mit der Beziehung ihrer Eltern nicht all zu gut und ihr bester Freund Tom zieht mit seiner Familie weg.

Die elfjährige Mary ist Formel-1-Fan und will sich bei einem Seifenkistenrennen beweisen. André Nebes irisch-deutsche Koproduktion ist eine Mischung aus melancholischem Familiendrama und flottem Kinder-Komödien-Abenteuer.

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Kritikerrezensionen

  • Für einen deutschen Regisseur ist es durchaus unüblich, sein Spielfilmdebüt in englischer Sprache zu drehen. André F. Nebe konnte schon für seine Kurzfilme, die unter anderem beim Mainzer Filmz-Festival ausgezeichnet wurden, häufig prominente Darsteller verpflichten. In seinem Kinderfilm „Das große Rennen“ stehen neben der Neuentdeckung Niamh McGirr als resolute Mary noch der viel beschäftigte Colm Meaney („Das Gesetz der Rache“) und die zuletzt seltener verpflichtete Susan Lynch („Lang lebe Ned Devine“) als Eltern vor der Kamera. Diese Besetzung trägt durchaus zur Glaubwürdigkeit der stimmigen Handlung um die Selbstbehauptung eines Außenseiterkindes bei, das sich von seinem Traum, Rennfahrerin und Ingenieurin zu werden, nicht abbringen lässt.

    Aber ebenso die Eheprobleme der Eltern und der Abschied vom vertrauten Freund tragen zur emotionalen Verwirrung des Mädchens bei, das sich in der Schule gegen alle Anfechtungen als angeblicher „Bauerntrampel“ behaupten muss. Nach anfänglichen Verdachtsmomenten über ihre Untreue ist Mary bald gezwungen, sich mit den Selbstverwirklichungsplänen der Mutter auseinanderzusetzen. Die Zeichnung des sozialen Hintergrunds wirkt dabei nachvollziehbar und ungekünstelt – ungeachtet des Umstandes, dass sich die jüngsten Zuschauer wohl weniger für den Elternkonflikt interessieren dürften. Man muss es dem Drehbuch aber durchaus anrechnen, dass am Ende keineswegs um jeden Fall ein Happy End hervor gezaubert wird. Hollywood hätte hier schon eher dem Wunsch nach allseitiger Versöhnung nachgegeben.

    Zwar kann man der sensiblen Geschichte vorwerfen, zu viele Probleme aufzuwerfen, wie etwa Mobbing, Ehedifferenzen, Verlust oder das Ringen um Akzeptanz und Anerkennung. Schwerer wiegt jedoch die konventionelle Inszenierung, der es gelegentlich an Schwung und Tempo mangelt. Dieses Manko vermögen die Renneinlagen kaum auszugleichen. Der etwas schleppenden Rhythmus wird durch eine durchschnittliche Synchronisation noch verstärkt, welche der irischen Fabel einiges an Atmosphäre raubt, was die jungen Kinogänger wohl kaum stören dürfte. Ob das an „G-Force“ und ähnliche Actionware gewöhnte Publikum sich dagegen für ein kleines Rennabenteuer begeistern kann, wirkt da schon entscheidender.

    Fazit: Ein sympathischer Kinderfilm über den täglichen Kampf um Respekt und die Durchsetzung eigener Träume in einer etwas schwunglosen Inszenierung.
  • André Nebes irisch-deutsche Koproduktion um eine kleine Seifenkisten-Fanatikerin ist mehr melancholisches Familien-Drama als flottes Kinder-Komödien-Abenteuer.

    Die aus allerlei Werkzeug zusammengebastelten Buchstaben des Vorspanns, die am Anfang über die Leinwand schweben, stimmen schon ein auf einen verspielten Kinderfilm, einen lustigen Seifenkisten-Spaß, ein spannendes Abenteuer vor rauer irischer Landschaft. Doch “Das große Rennen” sucht auch die leisen Töne, erzählt viel von Verlust und einem verkorksten Familienverhältnis.

    Dreh- und Angelpunkt der Geschichte: die kleine Mary (ein Naturtalent: Niamh McGirr). Kaum elf Jahre alt ist die Bauerntochter bereits ein absoluter Formel-Eins-Fan und nutzt jede freie Minute, um an der eigenen Seifenkiste herumzuschrauben. “Ingenieur ist kein Beruf für ein Mädchen”, sagt der gestrenge Vater (die irische Ikone Colm Meaney) zwar, doch insgeheim ist er mächtig stolz auf seine Tochter, hat er doch selbst als kleiner Junge diesem Hobby gefrönt, was er ihr zunächst aber verschweigt. Als an ihrer Schule ein echtes Seifenkistenrennen mit Preisgeld, Pokal und allem Pipapo ausgerufen wird, ist Mary Feuer und Flamme.

    Doch bis es dazu kommt, hat Nachwuchs-Regisseur André Nebe, der mit dieser irisch-deutschen Koproduktion sein Kinodebüt gibt, noch eine Menge zu erzählen: Von Marys Mitschülern, die sie, das rothaarige, sommersprossige Bauernmädchen, und ihren besten Freund Tom mit U-Hakerl, Tintenattacken und anderen Gemeinheiten traktieren, vom Alltag auf dem Hof, wo man auch als Elfjährige schon zum Hühnerfüttern ran muss und von Marys Mutter Katey (Susan Lynch sieht aus wie die Schwester von Geena Davis), die es auf der hochverschuldeten Farm nicht mehr aushält und am Ende ihre Familie im Stich lassen wird, um ihr Glück zu finden.

    Viel Drama also in einem Kinderfilm, dessen Titel nach Komödie, Kurzweil und Tempo klingt. Richtig Fahrt nimmt das Werk am Schluss auf, wenn es zum finalen Seifenkistenrennen kommt. Auch wenn ein Trainings-Unfall von Mary im Off stattfindet und die Actionsequenzen nicht unbedingt dem aktuellen Standard (auch nicht dem europäischen) entsprechen, hat “Das große Rennen” seine aufregendsten und komischsten Momente immer dann, wenn es um die selbstgebauten Vehikel geht. Auf der anderen Seite wirken Marys mannigfaltigen Probleme zum Teil arg konstruiert. So wird nicht ganz klar, warum sie in der Schule stets gehänselt wird und warum nicht nur ihr einziger Freund wegziehen, sondern auch die Mutter gehen muss. Statt dieser “schweren” Themen hätten die kompakten 84 Minuten durchaus mehr irische Landschaft, mehr kindliche Unbekümmertheit und mehr Seifenkistenraserei vertragen können. lasso.

Darsteller und Crew

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