Das größte Spiel der Welt (2006)

Originaltitel: La Gran Final
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das größte Spiel der Welt: Köstliche Komödie über Fußballfans aus der Dritten Welt, die alles daran setzen, das Fußball-WM-Endspiel live im TV verfolgen zu können.

Die Fußball-WM 2002 in Japan und Korea fiebert ihrem großen Finale entgegen: dem Endspiel zwischen Deutschland und Brasilien. So finden sich in den Weiten des mongolischen Altaimassivs Dalai Khan (Shag Humar Kahn) und Aldanish (Abu Aldanish) nach erfolgreicher Jagd im Familienzelt zum Fernsehgucken ein. In der nigerianischen Tenere Wüste muss Tuareg Hassan (Atibou Aboubacar) mit seiner Karawane so manches Hindernis überwinden. Derweil versucht der Amazonas-Indio Xama (Jenesco Kaapor) seinen Fernseher anzuschließen.

Köstliche Komödie über den weltweiten Fußballwahn, vor dem auch die entlegensten Gebiete nicht verschont bleiben. Einfallsreichtum und Willensstärke sind solcherorts dringend nötig, wenn die isoliertesten Gemeinschaften dem globalen Sport beiwohnen wollen.

Mongolische Nomaden sind mit einem alten Fernseher auf einem ihrer Kamele unterwegs zu einer Antenne, um das WM-Endspiel 2002 zwischen Brasilien und Deutschland zu verfolgen. Das wollen auch ein Trupp fußballbegeisterter Tuaregs in der Wüste am Niger und die Bewohner eines völlig abgelegenen Amazonas-Dorfes. Natürlich gibt es bis zum Fernsehgenuss etliche Hindernisse zu überwinden.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Köstliche Komödie des Naturfilmers Gerardo Olivares über Fußballfans aus der Dritten Welt, die alles daran setzen, das Fußball-WM-Endspiel live im TV verfolgen zu können.

    Der Zufall sorgt zuweilen für die wunderbarsten (Film-)Ideen, so geschehen auch bei “Das größte Spiel der Welt”. Der spanische Dokumentarfilmer Gerardo Olivares suchte in der fernen Mongolei nach Drehorten für ein neues Projekt, als er auf eine Gruppe von Nomaden stieß, die auf einem ihrer Pferde einen alten Fernseher mit sich trugen. Die Mongolen waren unterwegs zu einem “eisernen Baum”, einem aus Schrott zusammengeflickten Etwas, das wie eine Antenne funktionierte. Dort wollte der fußballverrückte Trupp das WM-Endspiel 2002 zwischen Brasilien und Deutschland verfolgen.

    Olivares tut im Prinzip nichts anderes, als diese Geschichte nachzuerzählen und ergänzt sie um zwei weitere nicht minder originelle. Denn auch in der Wüste von Ténére, Niger, und im tiefsten Amazonas-Dschungel Brasiliens leben fußballbegeisterte Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als das Endspiel live am Bildschirm verfolgen zu können. Dabei glänzen die vorwiegend männlichen Fans des runden Leders nicht nur mit enormem Fachwissen, sie erweisen sich auch als höchst erfinderisch, wenn es darum geht, einen vorsintflutlichen Fernsehapparat zum Laufen zu bringen. Dumm nur, wenn etwa die Indianerfrauen das dringend benötigte Kabel als Modeschmuck missbraucht haben oder ein mongolischer Offizier den Nomaden verbieten will, staatlichen Strom für ihr privates TV-Gerät ohne Entgelt zu nutzen. Während sich glücklicherweise herausstellt, dass auch der Soldat ein glühender Fußballfan ist und sogleich mithilft, die staatliche Stromleitung anzuzapfen, nutzt im fernen Niger ein gewiefter Geschäftsmann die Euphorie, um an die Tuaregs Sexmagazine seitenweise zu verhökern.

    Der Weg ist auch bei Olivares das Ziel. Das heißt, höchst spannend, amüsant und interessant ist es, dabei zuzusehen, wie die einzelnen Gruppen es schaffen, ihre Geräte rechtzeitig zum Laufen zu bringen. Während der renommierte Naturfilmer, der auch selbst die Kamera führt, immer zwischen seinen drei Schauplätzen hin und her springt, präsentiert er prächtige Landschaftsaufnahmen, die einen großartigen Kontrast zu den verschwommenen, verwackelten und “schneeigen” Fernsehbildern der Fußballübertragung bilden. “Das größte Spiel der Welt” könnte auch gut als Dokumentarfilm, sicher aber als Doku-Fiktion durchgehen, zugleich auch als skurrile Komödie und/oder exotisches Abenteuer. Und dieses Spiel unterhält garantiert Fußballenthusiasten, die zwischen Sommermärchen und dem nächsten Großereignis, der EM in Österreich und der Schweiz, nicht zur Ruhe kommen wollen, ebenso exzellent wie die nicht zu unterschätzende Anzahl an Menschen, die sich kein bisschen um diesen weltweit so populären Rasensport scheren. lasso.

Darsteller und Crew

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