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Das finstere Tal (2013)

Das finstere Tal Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (17)
  1. Ø 4.8
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Das finstere Tal: Furiose Mischung aus Drama und Western über einen Fremden, der in ein abgeschiedenes Alpendorf kommt.

Irgendwo in einem Hochtal der Alpen befindet sich Ende des 19. Jahrhunderts ein abgelegenes Dorf, in welches sich nur selten Fremde verirren. Im Winter ist das Tal von der Außenwelt abgeschnitten und so sind die dortigen Menschen verwundert, als der mysteriöse Greider (Sam Riley) in das Hochtal kommt, vor allem da er zuvor in Amerika war und im Wilden Westen gelebt hat. Besonders die Brenner-Familie unter der Führung des Patriarchen (Hans-Michael Rehberg) schaut skeptisch auf Greider und so lernt dieser die Brenner-Söhne, allen voran Hans (Tobias Moretti), direkt von der harten Seite kennen. Greider verweigert aber die Ausreise und wird für einen enormen Geldbetrag schließlich geduldet. Er wird bei der jungen Luzi (Paula Beer) und ihrer Mutter untergebracht. Luzi wird in wenigen Tagen verheiratet werden, fürchtet sich aber vor den Konsequenzen dieser Heirat. Es ist ein Geheimnis, welches schwer auf dem Dorf ruht, die Brenner-Familie involviert und schließlich auch Greider auf den Plan gebracht hat. Die Situation droht zu eskalieren...

Die österreichisch-deutsche Co-Produktion “Das finstere Tal” basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Willman und wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin uraufgeführt. Die Regie des Films übernahm Andreas Prochaska, der sich mit “In 3 Tagen bist du tot” im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht hat. Auch die Besetzung von “Das finstere Tal” stammt aus einigen europäischen Ländern. So ist Österreich unter anderem mit dem bekannten Tobias Moretti (“Kommissar Rex”) vertreten, aus Deutschland stammt die Schauspielerin Paula Beer, die in der Rolle der Luzi zu sehen ist. Die Hauptrolle des Greider übernimmt dagegen der britische Schauspieler Sam Riley, der seinen Durchbruch mit der Darstellung des Joy-Division-Sängers Ian Curtis in “Control” feierte. Dabei lernte er auch die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara kennen, mit der er heute verheiratet ist und die ihm sicher auch die deutsche Sprache etwas näher brachte, sodass Riley in “Das finstere Tal” gebrochenes Deutsch sprechen kann.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Alpendorf, auf dem ein Schatten lastet, ein Reiter aus Amerika, der gekommen ist, um sich zu rächen: Der Thriller "Das finstere Tal" ist eine kraftvolle Mischung aus Heimatfilm und Western. Der so ungewöhnlich wie beeindruckend inszenierte Film des österreichischen Regisseurs Andreas Prochaska ("In 3 Tagen bist du tot", "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott") basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Willmann aus dem Jahr 2010.

    Greider ist mit seinem breitkrempigen Hut und der guten Kleidung eine auffällige Erscheinung in dem bitterarmen Dorf. Mit den düster dreinblickenden Bewohnern verbindet ihn nur die Schweigsamkeit und das Geheimnisvolle. Weder weiß man, was der Fremde hier außer Fotografieren mitten im Winter will, noch versteht man, warum die Leute so viel Angst vor dem Brenner-Bauern und seinen Söhnen haben. Einen Hinweis allerdings gab es schon am Anfang des Films: Vor 20 Jahren geschah im Dorf ein schreckliches Verbrechen. Nach der Ankunft Greiders aber ist es lange Zeit nur die düstere, schicksalhafte Musik mit ihren Trommeln, die Gefahr ankündigt.

    Das karge Leben im Dorf, der Dialekt der Bewohner und die prägnante Off-Erzählung Luzis lassen an einen realistischen Heimatfilm denken, der die Not von früher schildert. Die prägnantesten Figuren im Dorf sind die stolze, ernste Luzi und der Wortführer der Brenner-Brüder, Hans. Tobias Moretti verleiht diesem Charakter einen lebhaften, fesselnden Ausdruck. Sobald der einsame Reiter dann in Aktion tritt, gibt es cool inszenierte Showdown-Szenarien. Einmal steht Greider einfach da, neben seinem Pferd, und lässt die Brenner-Brüder im Galopp auf sich zu reiten. Der Fremde ist kaltblütig, aber nicht gefühllos. Plötzlich verrät sein keuchender Atem, dass er sich in einem seelischen Kampf befindet. Weil der Film das Posenhafte des Rachewesterns immer wieder überraschend durchbricht und mit eleganter Dynamik anreichert, überzeugt vor allem der Ideenreichtum der Inszenierung. Dass die Charaktere verschlossen bleiben bis zum Schluss, empfindet man aus dieser Perspektive als verschmerzbaren Mangel.

    Fazit: Regisseur Andreas Prochaska gelingt in seiner Romanverfilmung "Das finstere Tal" eine beeindruckende Verbindung von Heimatdrama und Western, die wortkarg, cool und effektvoll inszeniert ist.
  • Über einen versteckten Pfad, hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Misstrauen schlägt ihm entgegen. Die Söhne des Brenner-Bauern, der über Wohl und Wehe der Dorfbewohner entscheidet, hätten ihn wohl weggejagt. Doch für eine Handvoll Goldmünzen wird ihm den Winter über Quartier gewährt. Die bevorstehende Hochzeit der jungen Luzi scheint wie ein dunkler Schatten über den Bewohnern des Tals zu liegen. Dann kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Brenner-Sohn sein Leben lässt … Was niemand weiß: Der Fremde hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen. Andreas Prochaskas Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers mit Sam Riley ist eine furiose Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama.

    Fazit: Ein Mann will Rache: bildgewaltig und actionreich.

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