Das Auge (1999)

Originaltitel: Eye of the Beholder
Das Auge Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Das Auge: Die zweite Verfilmung des Paranoia-Thrillers von Marc Behm über einen Überwachungsspezialisten, der einer Serienmörderin verfällt.

Bei einem seiner Aufträge wird der seit dem Tod seiner Tochter aus der Bahn geworfene Überwachungsspezialist The Eye Zeuge, wie eine junge Frau die von ihm observierte Person ersticht. Fasziniert heftet The Eye sich an ihre Fersen und folgt ihr von einer Stadt zur nächsten, wo immer neue Opfer daran glauben müssen. Erst nach einer Flucht nach Alaska sehen sich die beiden erstmals in die Augen.

Lucky, ein junger Agent mit ausgewiesenem Talent für Observieren, ist im Gegensatz zu seinem optimistischen Namen ein gebrochener Charakter, seit ihm vor einigen Jahren seine Frau mitsamt Tochter davonlief. Als er einen vermeintlichen Erpresser beschattet, wird er Zeuge, wie dieser von einer jungen Frau umgebracht wird. Fasziniert von der Täterin verfolgt er sie ohne konkreten Auftrag weiter und kommt dabei einer ganzen Mordserie auf die Spur. Anstatt sein Objekt seiner Beobachtung aber anzuzeigen, entwickelt er eine obsessive Zuneigung und Beschützerinstinkt…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seine Travestie-Show “Priscilla – Königin der Wüste” war ein Hit, seine Outback-Farce “Welcome To Woop Woop” ein Flop, den deutsche Kinogänger nie zu Gesicht bekamen. Stephan Elliotts mörderische Lovestory “Eye of the Beholder” aber fand nach der Uraufführung letztes Jahr in Venedig beim instinktsicheren Kleinverleiher Movienet ein Zuhause. Zum Glück für Liebhaber ausgefallener Stoffe, die nicht nur durch die Präsenz von Hauptdarstellerin Ashley Judd im Auge des Betrachters den Eindruck bekommen, dass dieses visuelle Schmuckstück sehr gut unterhält und dabei auch künstlerischen Anspruch verrät. Eine Thrillerüberraschung mit kommerziellem Potenzial.

    Elliott selbst adaptierte Marc Behms Roman, der 1982 schon Vorlage zu einem der besten Filme Claude Millers, “Das Auge”, gewesen war. Beide Versionen verbindet optische Eleganz, die Mischung aus Psychologie, Krimi und Melodrama, sowie eine bizarre symbiotische Beziehung zwischen einer attraktiven Killerin und ihrem unsichtbaren Schatten. Rollen, die in Millers Fassung Isabelle Adjani und Michel Serrault übernahmen. Den großen Altersunterschied hat Elliott aufgelöst und auch sonst einige Veränderungen vorgenommen. Die gravierendste ist das Motiv, das den Beobachter fast zum Komplizen der Täterin macht. Während Serrault in ihr seine tote Tochter wiederzuerkennen glaubte, folgt Ewan McGregor Judd, getrieben von Einsamkeit, einer vermuteten psychisch-emotionalen Verwandtschaft und einem nachvollziehbaren erotischen Impuls. Als Überwachungsexperte Eye auf Judds aktuellen Lover angesetzt, ist sein Auftrag eigentlich mit dessen Ermordung jäh beendet. Doch Judds Zusammenbruch nach der Tat, die er mit seiner Hi-Tech-Ausrüstung beobachtete und belauschte, ist der Beginn einer Obsession, die ihr bis zum Ende verborgen bleibt. Über den amerikanischen Kontinent hinweg verfolgt Eye die Mörderin, verwischt ihre Spuren, verhindert ihre Verhaftung, aber auch mögliches Glück mit einem blinden Millionär, für dessen Unfalltod er direkt verantwortlich ist. Geschickt verknüpft Elliott die biografischen Tragödien der beiden, lässt McGregor in seiner Imagination Gespräche mit seiner Tochter führen, mit der seine Frau vor Jahren verschwand. Wunsch nach Liebe und Geborgenheit, aber auch Todessehnsucht sind starke verbindende Motive in diesen Figuren, die dank beider Darsteller unter die Haut gehen. Auch Nebencharaktere bleiben im Gedächtnis haften, vor allem Genevieve Bujolds knallharte Psychologin, die Judd überleben half, sie in gewissem Sinne aber auch tötete, und “Beverly Hills 90210″-Veteran Jason Priestley, der als brutaler drogensüchtiger Psychopath konsequent gegen sein Image spielt. Viel zu bestaunen gibt es in diesem ungewöhnlichen, von der Regie mit eindrucksvollen Szenenübergängen und emotional sprechenden Bildarrangements geschmückten Psychothriller, dem man angesichts seiner Qualitäten gerne nachsieht, dass er schließlich kaum ein Ende findet. kob.

Darsteller und Crew

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