Dallas Buyers Club (2013)

Dallas Buyers Club Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Dallas Buyers Club: Mit Lust an der Subversion erzählte Außenseitersaga eines aidskranken Texas-Rednecks, der sich vom Playboy zum Aktivisten wandelt.

„Dallas Buyers Club“ ist ein biographisches Drama von Jean-Marc Vallée, das seinem Hauptdarsteller Matthew McConaughey den Oscar einbrachte. Es geht um die wahre Geschichte des Elektrikers Ron Woodroof, der in den 1980er Jahren an AIDS erkrankt und für eine bessere Versorgung mit Medikamenten in den USA kämpft.

Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist nicht gerade der sympathischste Mensch in Texas und ein Macho, wie er im Buche steht. Völlig aus dem Nichts muss er eines Tages erfahren, dass er sich mit AIDS infiziert hat. Die Ärzte geben ihm nur noch einen Monat zu leben und die engstirnige und homophobe Gesellschaft beginnt, in zu ächten. Wir sind im konservativen Texas der 1980er Jahre und über AIDS ist noch wenig bekannt. Auch die Therapie, welche die staatlichen Behörden zugelassen hat, lässt schwer zu wünschen übrig.

Ron macht sich auf die Suche nach alternativer Medizin und beschließt, nicht still und leise auf sein baldiges Ableben zu warten. In Mexiko wird er fündig, doch das wirkungsvolle Medikament ist in den USA nicht zugelassen und so beginnt in „Dallas Buyers Club“ ein zermürbender Kleinkrieg mit den Behörden.

Ron findet ein Schlupfloch, sich und weitere Leidensgenossen mit der nötigen Medizin zu versorgen und gründet einen Verein, der sich „Dallas Buyers Club“ nennt und der seine Mitglieder mit den dringend gebrauchten Medikamenten versorgen kann. Er lernt den transsexuellen Rayon (Jared Leto) kennen und freundet sich mit dem ebenfalls an AIDS erkrankten Mann an. Früher wäre Ron ihm ebenfalls mit Vorurteilen begegnet, doch die Umstände sorgen für ein Umdenken bei dem Rodeo-Reiter.

Neben Matthew McConaughey erspielte sich auch Jared Leto einen Oscar. Beide Schauspieler verloren drastisch an Gewicht, um ihre Rollen überzeugend darstellen zu können.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das packende Aids-Drama "Dallas Buyers Club" übt mit einer wahren Geschichte auf unsentimentale und sogar humorvolle Weise Systemkritik. Es spielt in den 1980er Jahren, als es gegen diese neue Immunschwächekrankheit noch kaum Medikamente gab. Ron Woodroof, der 1992 seiner Aidserkrankung erlag, forderte die Zulassungsbehörde für Arzneimittel und die Krankenhausmedizin zu einem David-gegen-Goliath-Kampf heraus. Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallée ("C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben", "Young Victoria") zeigt am Beispiel des taffen Texaners mit dem Cowboyhut, was ein einzelner, couragierter Mensch alles auf die Beine stellen kann. Matthew McConaughey, der für die Rolle des Ron 25 Kilogramm in vier Wochen abnehmen musste, liefert eine schauspielerische Glanzleistung.

    Dass Ron nach seiner HIV-Diagnose noch länger als die 30 Tage lebt, die ihm die Ärzte geben, nämlich sieben Jahre, liegt allein an seiner Eigeninitiative. Das Krankenhaus verweigert ihm das Medikament AZT, das dort gerade in einer Studie getestet wird. Also besorgt er es sich heimlich, muss aber feststellen, dass es ihm schadet. Ron liest, informiert sich, fährt nach Mexiko und fliegt rund um den Globus, um die Mittel zu besorgen, die seinen Zustand verbessern: Vitamine, Mineralien, Peptide, Interferon. Gewitzt schlägt er dem Gesetz ein Schnippchen und hebelt das Verkaufsverbot für diese nicht zugelassenen Mittel mit einem Verein zur kostenlosen Verteilung aus. Der bissige Humor des faktenorientierten, realistischen Films kulminiert in den Szenen, in denen sich vor Rons Büro lange Schlangen von Patienten bilden, die dem Krankenhaus den Rücken kehren.

    Faszinierender noch als die spannende Handlung aber ist die Hauptfigur, wie sie von McConaughey dargestellt wird. Anfänglich ist der drahtige Mann aus einfachen Verhältnissen ein beschränkter Schwulenhasser, dann aber wächst er nicht nur in dieser Hinsicht über sich hinaus. Den emotionalen Kern bildet seine Freundschaft mit seinem fröhlichen Gegenpol Rayon. Aber für besinnliche Gefühle hat Ron nur wenig Zeit: Er wird zum Helden, indem er in Bewegung bleibt, ob mit oder ohne Happy-End.

    Fazit: Im systemkritischen, spannend erzählten Aidsdrama "Dallas Buyers Club" brilliert Matthew McConaughey als rebellischer texanischer Cowboytyp.
  • Von einem Arzt erfährt der texanische Redneck Ron Woodruff 1985, dass er aidskrank ist. In Mexiko entdeckt Ron Alternativen zu den gängigen erfolglosen Behandlungsmethoden und betreibt bald, mit Hilfe der Dragqueen Rayon, Handel mit den Vitaminpräparaten, die in die USA nicht eingeführt werden dürfen. Das ruft die Gesundheitsbehörde auf den Plan. Mitreißend inszeniert Jean-Marc Vallée die wahre Geschichte eines Mannes, der sich vom homophoben Hitzkopf zum mutigen, lebensbejahenden Aktivisten wandelt. Eine Hymne an unangepasste Außenseiter. Matthew McConaughey (Golden Globe!) und Jared Leto haben als ungleiche Geschäftspartner die Emotionen, Lacher und Sympathien auf ihrer Seite. Ein Film, der Mut macht.

    Fazit: Eine wahre Geschichte um Toleranz, Kampfgeist und Zivilcourage.
  • Hervorragend gespieltes und gut gemeintes biographisches Drama, das als Hollywoodfilm über AIDS jedoch wieder nur eine Fußnote zum Thema bildet.
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