Cuban Fury - Echte Männer tanzen (2014)

Originaltitel: Cuban Fury
Cuban Fury - Echte Männer tanzen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Cuban Fury - Echte Männer tanzen: Romantische Komödie über einen beleibten Briten, der seine traumatisch unterdrückte Salsa-Leidenschaft wiederbelebt, um seine tanzbegeisterte neue Chefin zu erobern.

Nach einem traumatischen Zusammenstoß mit jungen Schlägern erlischt die Salsa-Leidenschaft des jungen Bruce abrupt, die ihn fast zur britischen Juniorenmeisterschaft geführt hätte. 25 Jahre später flammt sie wieder auf, als Bruce entdeckt, dass seine neue Chefin Julia dem Salsa verfallen ist. Um sie beeindrucken, vielleicht sogar erobern zu können, beginnt Bruce zu trainieren, wird dabei aber nicht nur von den vielen Kilos, die er im Frust über sein Leben zugelegt hat, sondern auch von einer emotionalen Blockade behindert.

Ein beleibter Brite belebt seine traumatisch unterdrückte Salsa-Leidenschaft aufs Neue, um seine tanzbegeisterte neue Chefin zu erobern. Britische Romantikkomödie mit Nick Frost, die Klischees aus Tanzfilmen aufs Korn nimmt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine gute Komödie braucht vor allem eine zündende Idee, und die hatte der britische Schauspieler Nick Frost ("Shaun of the Dead", "Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis"). Indem er sich selbst in der Rolle eines dicken Salsa-Performers sah, gab er den Anstoß zu "Cuban Fury – Echte Männer tanzen", dem Kinodebüt des Regisseurs James Griffiths (TV-Sitcom "Free Agents", TV-Serie "Episodes"). Die romantisch gefärbte Komödie bietet eine spritzige Kombination aus Latino-Rhythmen und unwiderstehlichem britischem Humor.

    In erster Linie lebt der Film vom komödiantischen Talent Nick Frosts. Er verwandelt den dicken, schüchternen Angestellten Bruce in einen Sympathieträger, mit dem man sich von Anfang an identifiziert. Bruce hat ein großes Herz, ist ein toller Bursche, aber er traut sich nichts mehr zu, praktisch seit seinem 13. Lebensjahr. Wenn ihm Julia den Kopf verdreht, oder wenn er wieder erste Schritte auf dem Tanzparkett wagt, fühlt sich Bruce beflügelt, in der nächsten Sekunde aber wieder befangen, gehemmt, heruntergezogen. Frost beherrscht die physische Comedy bis in kleinste, authentische Gesten, wenn Bruce zum Beispiel seine Verlegenheit zu überspielen versucht. Aber er ist kein Slapstick-Hampelmann: Als Tänzer in einer Geschichte, die ein anspruchsvolles Wettbewerbs-Finale krönt, entwickelt er eine verblüffende Wendigkeit und Eleganz.

    Frosts Charakter als gutmütiges Sensibelchen, das von seiner rauen Umgebung gedeckelt wird, hat etwas typisch Britisches. Er verfügt auch selbst über den berühmten trockenen Humor, mit dem er Köpfchen beweist. Der Dialogwitz und die Situationskomik entfalten sich am schönsten, wenn Bruce auf einen konträren Charakter trifft, etwa den ruppigen Trainer Ron, oder den schwulen iranischen Salsatänzer Bejan (Kayvan Novak). Letzterer ist selbst umwerfend komisch, ein emotionaler, wortgewaltiger Vulkan. Für Wohlfühlatmosphäre sorgt das soziale Milieu, das der Film mit Rons urigem Tanzstudio, den Kneipen und den einfachen, zwischen Vorurteilen und Herzlichkeit schwankenden Leuten zeichnet.

    Fazit: Nick Frost macht in der romantischen Komödie "Cuban Fury – Echte Männer tanzen" als übergewichtiger Salsa-Amateur eine gute Figur und sorgt für spritziges, mit britischem Humor gewürztes Filmvergnügen.
  • Herz, Hüfte und Bauch spielen tragende Rollen in Komiker Nick Frosts Ausflug ins Genre des romantisch-komischen Tanzfilms.

    “Wir wollten authentische Menschen zeigen”, lautete der Vorsatz der Filmemacher für ihre Konzeptkomödie, die aber auch romantisches Märchen sein will und deshalb tatsächlich in einem realitätsfreien Raum angesiedelt ist. Seine amüsante Prämisse, dass schweres Salsa-Fieber und dramatischer Bauchumfang in Harmonie koexistieren können, spielt “Cuban Fury” nicht wirklich aus, bringt sie aber sympathisch, wenn auch etwas zu brav ins Ziel.

    Nick Frost, durch Kumpelkomödien mit Dauerpartner Simon Pegg bekannt geworden, entwickelte selbst die Idee zu dieser Komödie nach vertrauter Formel. Ihr zentrales Überraschungsmoment liegt in der Verwandlung des Protagonisten vom braven, blockierten Büroneutrum zum gelenkigen, strahlenden Parkett-Tiger. Bis zu dieser Befreiung müssen diverse Hindernisse überwunden werden. Vor allem das Jugendtrauma von Bruce (Frost), der mit seiner Schwester als Salsa-Partnerin die britische Juniorenmeisterschaft ertanzt hätte, wenn ihm nicht zuvor drei junge Schläger die vermeintlich unmännliche Salsa-Begeisterung ausgetrieben hätten. 25 Jahre später lebt Bruce noch immer in Verweigerung seiner größten Leidenschaft und in permanenter Defensivhaltung, die ihn die Demütigungen seines Arbeitskollegen (Chris O’Dowd) geduldig ertragen lässt. Erst mit Julia (Rashida Jones), die als neue Chefin seiner im Maschinenbau tätigen Firma ähnlich inkompatibel wie der beleibte Brite im Salsa-Milieu scheint, kommt Licht ins Leben von Bruce, der nun über den Tanz versucht, Julias Romeo zu werden.

    Der romantische Aspekt des Films, der mit O’Dowds peinlichem Frauenhelden, Frosts schwulem Salsakumpel und Ian McShanes brummigem Mentor gute Nebenfiguren hat, ist pures Fantasykino und Hoffnungsträger für viele Zweit- und Drittbesetzungen, die einmal erste Liga spielen wollen. Als attraktive, liebenswerte Chefin, die mit ihren Angestellten feiern und tanzen geht, ist Jones’ Figur eine Illusion, mit der verglichen Frosts Kompetenz als Salsa-König absolut glaubwürdig wirkt. In der letzten Viertelstunde darf Frost schließlich Hitze zeigen, kommt Euphorie in den Film, der nun nicht nur das Herz anspricht, sondern auch in die Beine geht. kob.

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