Country Strong (2010)

Country Strong Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Country Strong: Im Country-Musik-Milieu angesiedeltes Beziehungsdrama mit Gwyneth Paltrow, die auf Jeff Bridges' Spuren wandelt.

Der junge, aufstrebende Singer-Songwriter Beau Hutton lässt sich auf die ehemals erfolgreiche doch emotional zerbrechliche Country-Sängerin Kelly Canter ein. Diese kommt gerade aus der Reha wo sie ihre Alkoholsucht auskurierte. Die beiden beschließen eine gemeinsame Tournee – organisiert von Kellys Ehemann und Manager Ed. Eine ehemalige Schönheitskönigin soll dem Duo tatkräftig als Sängerin zur Seite stehen. Zwischen Konzerten, romantischen Verwirrungen und alten Dämonen kommt es zu komplizierten Entgleisungen in alle Richtungen.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Country Strong“ ist nicht nur das Drama einer ausgebrannten Starsängerin. Es handelt gleichermaßen von drei weiteren Hauptfiguren, die Kelly Canter auf ihrer Tournee durch Texas begleiten. Dabei geht es Regisseurin und Drehbuchautorin Shana Feste um das dynamische Miteinander, das diese Konzerttour ausmacht. Flankiert von Liedern, die die Schauspieler selbst vortragen, ist das Ergebnis ein spannender Ausflug sowohl hinter die Kulissen des Starrummels, als auch auf die Bühnen der Countrymusik.

    Kelly Canters letzter Auftritt endete wegen Trunkenheit mit einem Sturz von der Bühne, bei dem sie ihr ungeborenes Kind verlor. In der Entzugsklinik lernt sie den jungen Countrysänger Beau Hutton kennen, der dort jobbt. Sie haben sich nicht nur musikalisch viel zu sagen. Beau erkennt die Verletzbarkeit Kellys und wundert sich, als ihr Mann James sie frühzeitig wieder aus der Klinik holt. Sie scheint den Strapazen einer Konzerttour noch nicht gewachsen. In pointierten Szenen im Schlafzimmer mit James oder in den Umkleidekabinen der Konzerthäuser offenbart die Regisseurin Kellys Haltlosigkeit. Dass die junge Chiles Stanton, die sich auch auf Schönheitswettbewerben tummelt, als Sängerin mit dabei ist, verschärft die Situation. Auf der ersten Tournee-Station in Houston erhält Kelly frenetischen Applaus im ausverkauften Saal. Doch sie ist betrunken und lässt den Auftritt platzen.

    Gwyneth Paltrow spielt Kellys Taumeln zwischen persönlichem Elend und professionellem Erfolg uneitel und ohne Pathos. James Canter wird von Country-Star Tim McGraw dargestellt, der allerdings nur als Schauspieler fungiert, nicht auch als Sänger. Shana Feste versammelt für ihren in Nashville gedrehten Film noch zahlreiche weitere Insider der Countrymusik, sei es als Komponisten für die Lieder von Kelly, Beau und Chiles, oder auch für Auftritte in kleinen Nebenrollen. Die Verhandlungen, die James mit den Veranstaltern führt oder die Aufregung vor einem Konzert, die von den Stylisten über die Band bis zur Security alle erfasst, wirken in dieser realitätsnah gestalteten Umgebung auch besonders glaubwürdig.

    Das Drama meistert in den Beziehungen der Figuren untereinander die spannende Balance zwischen kantig und Ideallinie. Auch die Schilderung des Countrymilieus folgt einem ähnlichen Rezept. Die Heimatverbundenheit und das Bodenständige der einfachen Amerikaner aus dem Süden des Landes werden in fast jeder Liedzeile Kellys erwidert und bestimmen die routinierte Bühnenshow. Aber als zu beiden Seiten von Kellys Videobild über der Bühne die amerikanische Flagge entrollt wird, macht der menschliche Faktor der Inszenierung einen Strich durch die Rechnung.

    Herausragend aber ist das Spiel von Garrett Hedlund, der Beau darstellt. Wie dieser Vertreter der traditionellen Countrymusik, natürlich im einfachen Hemd und mit Cowboyhut, seine Augen zum Strahlen bringen kann, wenn er Kelly oder Chiles umwirbt, das ist herzerwärmend und begeisternd. Hedlunds Ausdruckskraft spiegelt den Charme der Countrymusik, die beweglich-fließend und emotional tiefgründig zugleich sein kann.

    Fazit: Bemerkenswerter Ensemblefilm über menschliche Dramen auf der Konzerttour eines Country-Stars.
  • Gefühlvolles Countrymusik-Melodram, in dem Gwyneth Paltrow als selbstzerstörerische Sängerin auf den alkoholgetränkten Comeback-Spuren von Jeff Bridges in “Crazy Heart” wandelt.

    Für Regie und Drehbuch ist Shana Feste zuständig, deren Debütfilm “Zeit der Trauer” mit Pierce Brosnan ebenfalls in tiefe Emotionsgefilde eintauchte. Für ihren Folgefilm ließ sich die Regisseurin vom turbulenten Auf- und Ab im Leben der (vorübergehend) entgleisten Popprinzessin Britney Spears inspirieren. Der teils nicht immer logisch nachvollziehbare Plot erinnert entsprechend an eine frisch aus der Boulevard-Presse entnommene Seifenoper, bei der die Motivation der Protagonisten oft erratisch erscheinen.

    Kelly Canter ist ein gefallener Superstar, die sich einmal mehr in der Reha befindet, um ihre Alkoholsucht zu kurieren. Dort bandelt sie mit dem jungen Klinikangestellten Beau Hutton (Garrett Hedlund aus “Tron: Legacy” becirct als hübscher Honkytonk Man) an, der zufälligerweise auch ein aufstrebender Countrysänger ist. Das flirtende Geplänkel der beiden wird von Kellys Ehemann und Manager James (Countrystar Tim McGraw verzichtet auf jegliche Gesangseinlage) unterbrochen. Er hat Kelly eine Comeback-Tournee gebucht, auf der sie auch in Dallas auftreten soll. Dort fiel Kelly vor einem Jahr betrunken von der Bühne gefallen und erlitt anschließend eine Fehlgeburt. Da sie noch sehr labil ist, engagiert James sowohl Beau als auch die schnuckelige Nachwuchssängerin Chiles Stanton (Leighton Meester aus der TV-Serie “Gossip Girl” wird auf unschuldiges Carrie-Underwood-Verschnitt getrimmt) als Opening Acts. Beau soll zudem ein Auge auf Kelly behalten. Doch es bedarf lediglich eines unangenehmen Zwischenfalls und sie hängt wieder an der Wodka-Flasche. Statt des erhofften Comebacks verpatzt Kelly ihre Auftritte und ihre Karriere scheint somit endgültig vorbei zu sein. Beim Besuch einer Klinik für krebskranke Kinder reißt Kelly sich zusammen und ihre Starqualität wird erstmals offenbar. Beim folgenden ausverkauften Arena-Auftritt in Dallas entsteigt sie der Alk-Asche als strahlend nüchterner Phönix, der alle begeistert. Doch Kellys Höhenflug hält nicht lange und tragische Ereignisse bahnen sich an.

    Paltrow (ebenso wie Hedlund und Meester) singt ihre Songs selbst und beweist sich, wie bereits zuvor in “Traumpaare – Duets” (2001), als talentierte Sängerin. Gerne würde man mehr hiervon sehen, stattdessen muss sie eine ganze Reihe negativer Emotionen durchleiden, die von Eifersucht, Neid, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Scham bis zu Selbsthass reichen. Das Beziehungsquadrat von Kelly, ihrem Mann, ihrem Liebhaber und ihrer Rivalin (sowohl professionell als auch privat) ergibt zwar einige Irrungen und Wirrungen zu viel, doch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen des Ensembles machen dies spielend wett. Allemal ein starkes Stück Country-Unterhaltung. ara.

Darsteller und Crew

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