Coach Carter (2005)

Coach Carter Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Coach Carter: Bewegendes Sportdrama, das das Leben schrieb, um einen Basketballcoach, der seiner Mannschaft zu sportlichen und schulischen Siegen verhilft.

Etwa die Hälfte aller Schüler der kalifornischen Richmond High School verlässt die Schule ohne Abschluss, von den übrigen schaffen es nur sieben Prozent bis aufs College. Stattdessen landen zwei von drei schwarzen Schülern irgendwann im Knast. Nach Ansicht des idealistischen Lehrers und profilierten Basketballcoachs Carter (Samuel L. Jackson) ist das Ergebnis zu unbefriedigend. Also macht er sich die Sportbegeisterung der Kids zunutze und fordert von seinen Spielern gute Noten im Austausch für eine Aufstellung in der Mannschaft.

Im neuen Film von “Save The Last Dance”-Regisseur Thomas Carter treffen frei nach einer wahren Geschichte Underdog-Sportfilm und Schul-Drama aufeinander.

Ken Carter kommt in seinen sozial herunter gekommenene Heimatort zurück und wird Basketballtrainer an seiner alten Schule. Er findet ein Team aggressiver Verlierertypen vor. Nicht nur verlangt Carter zahllose Liegestützen und Laufsprints von ihnen. Wer in der Mannschaft spielen will, muss sich verpflichten, einen Notenmindestdurchschnitt zu schaffen.

Der Basketball-Trainer der Richmond-Highschool hat ein einfaches Motto: “Durchschnitt ist nicht genug!” Aber damit macht sich Ken Carter nicht gerade viele Freunde: Trotz einer Bombenserie von 13:0 Siegen schließt er sein Dreamteam mitten in der Saison von Training und Spielen aus. Der Grund: die miserablen schulischen Leistungen der Spieler. Denn mehr als um Basketball sorgt sich Carter um die Zukunft seiner Schüler. Während Eltern und Schulleitung toben, begreifen Carters Schützlinge allmählich, worum es im Leben geht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Anstatt einen zweiten Sportladen aufzumachen und mit seiner Frau nach Mexiko in den Urlaub zu fahren, übernimmt Ken Carter für einen Hungerlohn eine Basketballmannschaft, die es kaum schafft, die volle Minutenzeit eines Spiels konditionsmäßig durchzuhalten.
    Er ist ein Idealist. Einer der so hart ist wie ein Leutnant der Armee. Mit „Sir“ will er angesprochen werden und mit Krawatte und Sakko wird von nun ab bei den Spielen angetreten.

    Er ist der Mann, der es schafft, eine Horde junger ungestümer Männer, die später ohne ihn zu großen Teilen im Gefängnis gelandet wären, auf andere Wege zu leiten. Er verschafft ihnen Selbstvertrauen. Die Sache scheint ihm aber, mehr als nur einmal, zu entgleiten. Einige der Jungs sind nicht immer so diszipliniert wie er das gern hätte und als sich die Presse für ihn und seine Methoden interessiert, lässt er trotzdem nicht von diesen ab. Er ist hart, er ist fair und er verlangt unbedingten Teamgeist. Er schafft es, alle gegen sich zu bringen, sein Lehrerkollegium, die Eltern und sogar das ganze Viertel.

    Die aus Schwarzen, Hispanos und einem Weißen bestehende Mannschaft ist ein Pulverfass. Die Jungs leben zwischen Drogendealern und Bandenkriegen. Die archaischen Grundregeln des Ghettos, wobei der Stärkere überlebt, wurden ihnen von Kind an beigebracht. So wird auch der Drogendealer-Cousin von Timo, einem besonders zähen Widerständler der Truppe nicht als verführender Bösewicht dargestellt. Vielmehr als ein großer Bruder, der seinem Schützling auch mal ein paar Scheine extra, für einen besonders gut gelungenen Deal, zuschiebt. Allerdings wird er, exemplarisch für ein solches Kleingangsterleben, erschossen.
    Die Jungs, die nichts mehr zu verlieren haben, scheinen nicht Angst davor zu haben zu versagen, es ist vielmehr die Angst vor der eigenen Courage. Angst Erfolg zu haben und im „Licht zu stehen, die Anderen damit zu überstrahlen“ wie es Timo formuliert.

    Die Nebenstränge fokussieren das Privatleben von Carter am Rande und nehmen sich besonders drei Schicksale heraus: Das von Timo, der immer wieder abzukippen droht, das von Junior, der sich selbst für dumm hält und das von Jason und Kyra die zusammen ein Kind erwarten. Anhand dieser Geschichten wird das Leben in den Strassen des Viertels veranschaulicht und ein gut abgewogener Gegenpart zu den Sport- und Schulszenen geboten.

    Samuel L. Jackson, der den Trainer spielt, ist einfach richtig gut. Er schafft es, seine Figur nicht nur die beinharte Strenge zeigen zu lassen, nebenbei ist diese niemals unsympathisch. Immer liegen die Sympathien auf Carters Seite. Sogar, oder gerade dann, wenn im Film alle gegen ihn sind. Ganz bei sich spielt er den nach einem real existierenden Vorbild erschaffenen Ken Carter, sogar mit einer guten Portion Humor. Allerdings macht auch er eine Entwicklung durch. Er merkt, dass Autorität alleine nicht weiterführt und erst als er das erkennt, werden er und die Mannschaft zum Team.

    Dem Regisseur Thomas Carter gelingt mit „Coach Carter“ ein Film für große Emotionen. Wobei er eine messerscharfe Gradwanderung zwischen Kitsch und allzu plakativer Darstellung des Ghettolebens vollführen muss. Dies gelingt ihm aber hervorragend.

    An dieser kollektiven Aschenputtel-Geschichte stört einzig, die manchmal etwas zu sehr das Militärische und die Leistung verherrlichende Darstellung. Die Quintessenz des Films sagt im Grunde: passe dich an und mache Karriere, oder du gehst unter. Trotzdem taugt gerade dieser Stoff zu einer traumhaften Hollywoodfilm Vorlage. Und das ist dieser Film auch ganz einfach: perfekt gemachtes Hollywoodkino, wie es besser kaum sein könnte.

    Fazit: Auf Tatsachen beruhender, sehr gut konstruierter Hollywoodfilm, mit interessantem, seltenem Sujet. Mit viel Emotionen ohne emotional zu sein.
    Allerdings mit etwas zu sehr militaristischer und leistungsorientierter Grundaussage.
  • Zurück zur Schule heißt es für Samuel L. Jackson in dem bewegenden Sportdrama, nachdem er bereits in “187 – Eine tödliche Zahl” einen Pauker gespielt hatte. Diesmal mimt er den charismatischen Highschool-Basketballcoach Carter, der seine Schützlinge mit Disziplin und Fairness nicht nur auf dem Court, sondern auch im Klassenzimmer zu besseren Leistungen anspornt. Das Sportdrama im Stil von “Friday Night Lights” basiert auf einer wahren Geschichte und beweist einmal mehr, dass die besten Geschichten immer noch das Leben schreibt.

    In dieser Inszenierung von “Save The Last Dance“-Regisseur Thomas Carter (keine Verwandtschaft mit dem Titelhelden) ist das Geschehen statt in einer trostlosen texanischen Kleinstadt im kalifornischen Richmond angesiedelt, wo die Schul- und Sozialstatistiken nicht minder deprimierend sind. So machen lediglich 50 Prozent der Schüler der Richmond Highschool ihren Abschluss, davon gehen höchstens sechs Prozent zum College, und von drei schwarzen jungen Männern landen zwei im Knast. An diesen hoffnungslosen Aussichten will der engagierte Geschäftsmann Ken Carter etwas ändern, und so nimmt er eine Stellung als Basketballtrainer an seiner alten Schule an. Er findet ein Team von aggressiven Verlierertypen vor, die sich nur widerwillig seinem eisernen Regiment beugen. Nicht nur verlangt Carter zahllose Liegestützen und Laufsprints von ihnen. Wer in der Mannschaft spielen will, muss sich vertraglich verpflichten, einen Notenmindestdurchschnitt zu schaffen. Seine unkonventionellen Methoden machen sich schon bald bezahlt. Die Jungs beginnen ein Spiel nach dem anderen zu gewinnen. Doch dann findet Carter heraus, dass der Großteil der Mannschaft schulisch versagt. Wutentbrannt und enttäuscht bringt er ein Vorhängeschloss an der Turnhalle an (womit der echte Carter 1999 in den USA nationale Medienaufmerksamkeit erzielte), bis sich ihre Noten bessern. Mit diesem Verhalten provoziert Carter den Ärger der Eltern und riskiert seine Kündigung, doch die Jungs stehen mittlerweile hinter ihrem Coach und haben echten Teamgeist entwickelt. Letztlich führt sie ihr Zusammenhalt und ihre Motivation, sich eine bessere Zukunft zu erkämpfen, bis zur State Championship und für einige von ihnen zur Collegeausbildung.

    Hauptdarsteller Jackson versieht seine Titelfigur mit emotionalen Feuer, so dass man von Carters Fähigkeit überzeugt ist, einen Lebens verändernden Einfluss ausüben zu können. Von den einzelnen Schülern werden ein paar über die üblichen eindimensionalen Klischees hinaus charakterisiert. Darunter finden sich Kenyan (Rob Brown), der einer Zukunft mit seiner schwangeren Freundin (Sängerin Ashanti in ihrem Filmdebüt) skeptisch entgegensieht; der rebellische Timo Cruz (Rick Gonzales), der für ein Leben als kleiner Drogendealer prädestiniert zu sein scheint und Carters eigener Sohn Damien (Robert Richard), der von seiner renommierten Privatschule wechselt, um unter seinem Vater spielen zu können. Zwar wartet diese Mischung aus Sportfilm mit obligatorischer Underdog-Dynamik und sozialkritischem Ghettodrama (selbst Abtreibung wird angesprochen) mit keinen brandneuen Aspekten auf, dennoch könnte diese MTV-Films-Produktion (mit relativ dezentem Score, der sich erwartungsgemäß auf HipHop und R&B koonzentriert) sowohl Eltern als auch Jugendlichen zusagen (zumindest im Ursprungsland). ara.

Darsteller und Crew

News und Stories

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