Clara und das Geheimnis der Bären (2012)

Clara und das Geheimnis der Bären Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Clara und das Geheimnis der Bären: Kinderabenteuerfilm über ein junges Mädchen in den Bergen, das in Kontakt mit einem gleichaltrigen Mädchen steht, welches vor langer Zeit in der Gegend lebte.

Als die 13-jährige Clara zu Mutter und Stiefvater zieht, die auf einem Schweizer Berghof leben, entdeckt sie ihren sechsten Sinn: sie halluziniert von der gleichaltrigen Susanna, die vor 200 Jahren in dem Haus ein Bärenwaises zu befreien versuchte, das ihr Vater gefangen hielt. Auf ihren Streifzügen durch die Berge entdeckt Clara tatsächlich ein Bärenkind. Auf dem Hof scheint ein Fluch zu lasten und die reservierten Dorfbewohner unterstreichen mit ihrem Schweigen die Existenz eines tragischen Geheimnisses. Das will Clara nun lüften.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bildgewaltiger Alpen-Kinderfilm für die ganze Familie über den Fluch einer Bärenmutter.

    Im besten Sinne klassisch und vor allem handwerklich blitzsauber hat der Luzerner Tobias Ineichen, Regisseur mehrerer “Tatort”-Folgen, sein deutsch-schweizerisches Drama in den Bündner Bergen an beeindruckenden Originalkulissen auf Hochdeutsch realisiert. Das Mystery-Abenteuer über die 13-jährige Clara (Ricarda Zimmer aus “Hanni & Nanni”), die auf eigene Faust ein 200 Jahre lang gehütetes Dorfgeheimnis aufdeckt, basiert auf dem Kinderroman “Das verrückte Haus” der Holländerin Marian van der Heiden und ist ein ungewohnt erwachsen inszenierter, vielschichtiger Jugendfilm für alle Altersklassen geworden.

    Von der ersten Einstellung an nimmt einen die phänomenale Stimmung der schroff-lieblichen Bergpanoramen des Engadin gefangen, Kamera und Montage sind unaufdringliche Agenten einer Berghof-Kulisse ganz ohne Heidi-Kitsch. Die Naturverbundenheit offenbart sich auch in dem Mädchen Clara, die zu Mutter und Stiefvater auf die Alp zieht und in einer Vision die gleichaltrige Susanna sieht, die einst vergeblich ein Bärenwaises zu befreien versuchte, das ihr Vater gefangen hielt. Seitdem lastet ein Fluch auf dem Haus, die Ungerechtigkeit gegenüber der Natur und der sich in Hexenverfolgungen manifestierende Aberglaube hat das ganze Dorf mit historischer Schuld belastet. Daraus entsteht weniger Grusel, denn die tragische Geschichte eines Geistes, der nicht zur Ruhe kommen kann. Die Intoleranz und Naturfeindschaft im allgemeinen und Wilderer im speziellen werden mit vorwiegend weiblicher Stärke bekämpft. Clara erhält Unterstützung von ihrer sympathischen Großmutter, die ihr die “Sage von der Bärenfrau” erzählt, aber auch von Heimkind Thomas. Gemeinsam können sie die Bärenjäger aufhalten. Recht und Gesetz verdrängen Unvernunft, was Ineichen ganz ohne Tricks und Gadgets aufgesetzt “cooler” Kinderfilme vermittelt. Mit viel Empathie verzahnt er die Gegenwart mit der Vergangenheit. Er spielt zwar den Tierliebe-Trumpf aus, jedoch ohne Bären zu verniedlichen. Und er hat ein Auge für die grandiose Landschaft in seinem sanft edukativen Bergdrama, das das Verhältnis zu Natur, Familie, und den eigenen Wurzeln thematisiert.

    tk.

Darsteller und Crew

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