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Chelsea Walls (2001)

Chelsea Walls Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • “If these walls could talk,” wird sich der Schauspieler, Poet und Songwriter Ethan Hawke gedacht haben, als er die Flure des berühmten New Yorker Künstlerhotels Chelsea durchstreifte. Immerhin haben in der würdevoll heruntergekommenen Absteige schon Mark Twain, Tennessee Williams, Bob Dylan und Jimi Hendrix gewohnt. So strukturierte Hawke sein Regiedebüt wie einen Querschnitt durch die Zimmer und Leben einer Reihe von Figuren, die in einer langen Nacht auf der Suche nach Inspiration, Liebe oder Gesellschaft sind. Doch wo das echte Chelsea Hotel vor Leidenschaft und Genialität seiner Gäste gesummt haben mag, verschwimmen die Episoden und Vignetten von Hawkes Films – trotz erstklassiger Besetzung – zu einem dumpfen weißen Rauschen.

    Den losen Rahmen für dieses Patchwork aus Menschen und Geschichten bildet der Leichenfund eines Selbstmörders, und es soll während der folgenden Rückblende wohl für ein Mindestmaß an Spannung sorgen, welche der gezeigten Figuren die Nacht nicht überleben wird. Da wäre die Kellnerin Grace (Uma Thurman), deren Freund kein Interesse für ihre Gedichte zeigt und auf dem Rückweg aus Hollywood ist; der schüchterne Maler (Vincent D’Onofrio), der ein bisschen in Grace verschossen ist; der knorrige Autor (Kris Kristofferson), der durch die Schnapsflasche auf ein ungeordnetes Manuskript blickt und seine Frauen (Tuesday Weld und Natasha Richardson) schlecht behandelt; der Folkmusiker (Kevin Corrigan) und sein Kumpel (Steve Zahn); sowie ein junges Liebespaar, ein alter Jazzer und ein paar Verrückte, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit Kurzgedichte zum Besten geben. Wie überhaupt die Sprache des Films weniger aus Dialogen besteht, sondern aus dem Proklamieren von Poesie, Träumen oder Gedanken. Keiner redet hier wirklich mit dem anderen, es ist eher ein ständiges aneinandervorbeireden, mit dem Hawke vor allem die Einsamkeit der Künstlerseelen auszudrücken versucht. Als Interludien zwischen den einzelnen Episoden dienen Songs, eingespielt von den Gästen auf ihrem Zimmer, in einer Bar oder vom Plattenspieler. Dieser Effekt einer hippen Theatralik mag gewollt sein, doch weil sich auch durch die digitale Videokamera, die wie ein stummer Besucher durch die Zimmer schleicht, keine Intimität mit den Figuren einstellen will, wird “Chelsea Walls” zunehmend zu einer Übung in Zuschauergeduld. Die Darsteller, deren Intensität nur noch von ihrem Zigarettenkonsum übertroffen wird, trifft dabei die wenigste Schuld. Hawke hat, wie das bei vielen Mimen ist, die hinter die Kamera wechseln, einfach zu viel Aufmerksamkeit auf die Schauspielerei gelegt und vergisst darüber das Geschichtenerzählen. Auch das Drehbuch von Nicole Burdette, basierend auf ihrem gleichnamigen Theaterstück, schafft es nicht, diesem Sammelsurium gequälter und leidender Kunstschaffender bis zum Morgengrauen einen Moment der Wandlung oder Katharsis zu gönnen. Alles bleibt, wie es anfangs war, mit Ausnahme der Erkenntnis, dass 109 Minuten sehr lang sein können. evo.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Ethan Hawke verfilmt eigenen Roman

    Mit der Story seines nächsten Regie-Projekts ist der Ex von Uma Thurman bestens vertraut - sie stammt nämlich aus seiner eigenen Feder.

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