Charlie Bartlett (2007)

Charlie Bartlett Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Charlie Bartlett: Teenagerkomödie mit schrägem Humor und Message.

Soeben ist Charlie Bartlett (Anton Yelchin) mal wieder von einer teuren Privatschule geflogen. Diesmal steckt ihn seine überforderte Mutter Marilyn (Hope Davis) in eine öffentliche Schule, wo selbst Anpassungskünstler Charlie sich erst eingewöhnen muss. Doch mit Geschäftssinn und Einfallsreichtum eröffnet er auf der Schultoilette eine Psychopraxis, vertickt in rauen Mengen Pillen. Bis er merkt, dass seine Mitschüler jemand brauchen, der ihnen wirklich zuhört.

Die Feel-Good-Komödie des Quartals besticht durch originellen und herrlich unkorrekten Humor, wenn ein verquerer Junge die Einsamkeit, Isolation und Panikattacken seiner Altersgenossen kuriert und dabei einen tiefgreifenden Wandel im sozialen Umfeld und bei sich selbst auslöst.

Der 17-jährige Charlie Bartlett wächst unter ebenso schrägen wie traditionellen Familienverhältnissen auf. Als er erstmals an eine öffentliche Schule muss, wird er zunächst zum Opfer des Spotts und der Schläge seiner Mitschüler. Erst nach und nach kann er vor allem durch seine Tätigkeit als Hobby-Psychologe auf der Schultoilette das Vertrauen der Mitschüler gewinnen.

Der 17-jährige Charlie Bartlett wächst unter ebenso schrägen wie traditionellen Familienverhältnissen auf. Als er erstmals an eine öffentliche Schule muss, wird er zunächst zum Opfer des Spotts und der Schläge seiner Mitschüler. Erst nach und nach kann er vor allem durch seine Tätigkeit als Hobbypsychologe auf der Schultoilette das Vertrauen der Mitschüler gewinnen. Ein Selbstmordversuch lässt die Sache auffliegen. Schuldirektor Gardner ist außer sich, zumal Charlie mit seiner Tochter Susan anbandelt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seit es Ritalin gibt, wird es nicht nur gerne verschrieben, sondern auch gerne zum Gegenstand in Filmen gemacht, um die Verlogenheit einer Welt bloßzustellen, in der Kindern gleich massenweise Medikamente in den Rachen gestopft werden, damit sich die Erwachsenen nicht ernsthaft mit deren Problemen auseinandersetzen müssen. Was ist nun also, wenn einer dieser Jugendlichen die "Waffen" der Erwachsenen an sich nimmt, und für seine eigenen Zwecke missbraucht? Es ist unterhaltsam. Das war es bereits in "Thumbsucker" und "The Chumscrubber", das ist es auch in "Charlie Bartlett".

    Natürlich steht auch hier am Ende die Erkenntnis, dass man die bunten Pillen eigentlich nicht braucht. Ein offenes Ohr und das Ausleben kreativer Energien mit Hilfe der Kultur – in diesem Fall eines selbst inszenierten Theaterstücks – haben eine weit effektivere Wirkung auf die psychische Gesundheit als Ritalin, Xanax & Co. Der Film betrachtet die Filme dabei auf zweierlei Weise. Denn nicht nur die Schwierigkeiten des Erwachsen Werdens werden thematisiert, auch die Probleme, die Erwachsen sein mit sich bringt, finden ihren Weg auf die Leinwand. In diesem Fall liegt das Augenmerk besonders auf Direktor Gardner, der zwar keine Pillen einwirft, aber seine Sorgen im Alkohol zu ertränken versucht.

    Jon Poll nimmt sich der Probleme seiner Figuren an, ohne gleich dramatisch zu werden. Leichter Humor, schlagfertige Dialoge und eine unaufdringlich in vorgebrachte Moral sorgen ganz im Gegenteil dafür, dass man gerade über die Probleme der Figuren lachen kann – vor allem, da sie so außerordentlich nachvollziehbar sind. Glücklicherweise sind die Jugendlichen des Films keine Stereotypen, wie man sie in den vielen klischeelastigen Highschoolkomödien vorgesetzt bekommt. Selbstverständlich sind sie aber auch nicht normal genug, um langweilig zu sein. Vor allem der gewitzte Charme von Nachwuchsdarsteller Anton Yelchin alias Charlie Bartlett, die offenherzige Dekadenz seiner Mutter, köstlich gespielt von Hope Davis und natürlich auch Robert Downey Jr. machen "Charlie Bartlett" zu einem erfrischenden Feel-Good-Movie.

    Fazit: Erfrischendes Feel-Good-Movie mit guten Darstellern und unterhaltsamer Geschichte.
  • Eigenwillige Teenkomödie, die mit schrägem Humor zwischen “Ferris Bueller macht blau” und “Rushmore” die Schulbank drückt.

    Der 17jährige Charlie Bartlett (Anton Yelchin aus “Alpha Dog”) ist gerade wieder einmal von einer elitären Privatschule verwiesen worden, nachdem sein florierendes Geschäft mit falschen Ausweisen aufgeflogen ist. Seine gut situierte Mutter Marilyn (Hope Davis) reagiert gelassen und mit einem Hauch Bewunderung, was die untraditionellen Familienverhältnisse des charmanten Titelhelden etabliert. Nun muss Charlie erstmals eine öffentliche Schule besuchen, wo er mit seinem geschniegelten Klamotten und seiner freundlich-höflichen Art gleich mächtig aneckt und vermöbelt wird. Sich nach Freundschaft und Anerkennung sehnend, lässt sich der smarte Optimist jedoch nicht verzagen und bietet seinem übelsten Peiniger ein Geschäft an: gemeinsam die von Charlies Familienpsychiater verschriebenen Psychopharmaka zu verhökern. Gleichzeitig gibt der gewiefte Jungunternehmer auf der Schultoilette gute Ratschläge, womit sich der einstige Außenseiter zum allseits beliebten Selbsthilfe-Guru entwickelt. Der Selbstmordversuch eines seiner Patienten lässt die Sache auffliegen. Schuldirektor Gardner (Robert Downey Jr. ironischerweise als unglücklicher Alkoholiker) ist außer sich, zumal der junge Hobbypsychologe mit seiner Tochter Susan (natürlich-sympathisch: Kat Dennings) anbandelt.

    Der im Ton schwankenden Inszenierung des Regieneulings Jon Poll (ein Schnitt-Veteran u.a. der “Austin Powers”-Reihe) liegt das unkonventionelle Skript von Gustin Nash zugrunde. Gewitzte Dialoge und exzentrische Situationskomik tragen zur Originalität bei. Zudem ist Charlie wie der Protagonist in “Rushmore” ein Unikum, das sich nicht in formelhafte Teeniefilm-Klischees pressen lässt. Einerseits ist er emotional vernachlässigt und ausgehungert, andererseits hat er ein gesundes Selbstvertrauen. Und dennoch ist er ein äußerst liebenswerter Zeitgenosse, der mit den behinderten Mitschülern ebenso gut klarkommt wie mit den coolen Starathleten. Darin findet sich eine der Hauptbotschaften des Films, eben dass letztlich alle die gleichen Probleme haben und zusammenhalten sollten. Insgesamt eine spritzige Schulsatire mit viel Herz und aufgekratztem Humor. ara.

Darsteller und Crew

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