Chandani und ihr Elefant (2009)

Chandani und ihr Elefant Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Chandani und ihr Elefant: Ebenso freundliche wie interessante Dokumentation über den Beruf des Elefantenführers in Sri Lanka und ein 17-jähriges Mädchen, das gegen die Tradition kämpft und als erste Frau diesen Beruf ausüben möchte.

In Sri Lanka hat der Beruf des Mahout, des Elefantenführers, eine lange Tradition. So auch in der Familie der 17-jährigen Chandani. Ihr Vater Sunamabanda ist oberster Elefantenführer in einem Wildpark. So lernt sie von klein auf die Dickhäuter kennen und lieben. Ihrem großen Wunsch, selbst Mahout zu werden, steht allerdings eine Sache im Weg: Elefantenführer gilt als reiner Männerberuf. Doch da der männliche Nachwuchs fehlt, willigt ihr Vater schließlich ein und nimmt sie in die Lehre.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Familienfreundliche Tierdoku über ein Mädchen in Sri Lanka, das den Männerberuf des Elefantenflüsterers erlernen möchte.

    Seit ihrer Kindheit ist die 17-jährige Chandani in Elefanten vernarrt. Kein Wunder, schließlich ist ihr Vater Sunamabanda der oberste Elefantenführer einer Wildpark-Farm, die sich um kranke und verwaiste Dickhäuter kümmert. Der Beruf des sogenannten Mahout hat eine lange Tradition in ihrer Familie. Allein: Es ist ein Männerberuf. Und in einem Inselreich wie Sri Lanka ticken die Uhren anders – da muss Chandani schon hartnäckig darum kämpfen, ihren Traum zu verwirklichen. Mangels männlicher Nachkommen nimmt sie ihr Vater nun in die Lehre. Gegen den Widerstand der bornierten Männerwelt wird sie der erste weibliche Mahout (!) in der Geschichte des Landes.

    Dazu schenkt Chandanis Vater ihr ein Elefantenkalb, das sie hingebungsvoll betreut. Hier setzt die Dokumentation von Arne Birkenstock (“12 Tangos”) an, der sich mit einfacher Methodik vor allem an Kinder und Jugendliche wendet. So fungiert Chandani als Erzählerin, die ihre Situation und Gedanken stets klar referiert. Wäre nur jede Doku so informativ und unkompliziert! Der Dickhäuter demoliert zwar zunächst mal den elterlichen Vorgartenhain und futtert sich mit gewaltigem Appetit durch die Botanik, aber wirklich Ärger gibt es kaum. Denn sowohl der Vater als auch die anderen Verwandten sind liebe Menschen, selbst der Tratsch der neidischen männlichen Kollegen ist noch erträglich. Der deutsche Filmemacher hat einen freundlichen, hellen und sehr lehrreichen Film konzipiert, ohne didaktisch, überdramatisch oder unterkomplex zu geraten. Er spart sich die gängigen Muster der Disneyfizierung und verzichtet auf jedes Zuviel.

    Das bedeutet ein liebenswertes Erlebnis für Tierfreunde, die erstaunlich viel Wissenswertes über Elefanten erfahren, die als Nutztiere gehalten werden, aber auch die Ernte armer Bauern vernichten und deshalb als Bedrohung gelten. Als der Wildhüter Mohammed Chandani den Nationalpark und seine Ehrfurcht vor dieser Spezies zeigt, lernen wir auf berührende, aber nie kitschige Art, wie kranke Tiere gesund gepflegt werden. Und zugleich, wie das Mädchen eine echte Chance erhält, ihre Zukunft zu gestalten. Zum Ende erfüllt sie ihren Vater mit Stolz in diesem unverstellten Porträt einer Kultur samt ihrem Verhältnis zu Elefanten. tk.

Darsteller und Crew

News und Stories

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