Carrie (2013)

Carrie Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Carrie: "Kick-Ass"-Heldin Chloe Moretz in einer Neuauflage des Stephen King-Schockers um eine gedemütigte Schülerin mit telekinetischen Fähigkeiten.

Die 16jährige Carrie ist von ihrer religiös fanatischen Mutter nicht sexuell aufgeklärt worden und reagiert hysterisch als sie in der Schuldusche ihre erste Periode bekommt. Ihre Mitschülerinnen bewerfen sie mit Tampons und filmen die Tortur mit ihren Handys. Die durchtriebene Chris, die deswegen vom kommenden Abschlussball ausgeschlossen wird, veranlasst, das Carrie bei der Prom mit einem Eimer Blut überschüttet wird. Daraufhin lässt die telekinetisch veranlagte Carrie ihrer lange aufgestauten Wut freien Lauf.

Die 16-järhige Carrie leidet unter ihrer manischen Mutter und wird in der Schule gehänselt – bis sie zurückschlägt. Remake des Horrordramas nach Stephen King um eine gedemütigte Schülerin mit telekinetischen Fähigkeiten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In den letzten Jahren arbeiteten sich besonders die Filmstudios Sony Pictures und Screen Gems an den modernen Klassikern des Horrorkinos ab, wobei fast alle Remakes nicht an das Original heran reichten – Ausnahmen wie "Evil Dead" bestätigen die Regel. Nur minimal besser geriet "Carrie", Neuverfilmung von Stephen Kings erstem Bestseller, obwohl man mit der Auswahl der Crew die Weichen für einen viel versprechenden Telekinesethriller mit sozialkritischem Unterton stellte. Doch weder Kimberly Pierce ("Boys Don’t Cry", "Stopp-Loss") noch ihre Autoren Lawrence Cohen ("Es"), Autor der 1976er-Originals, und Roberto Aguirre-Sacasa ("Glee") können dem Stoff wesentliche neue Aspekte abgewinnen.

    In den Siebzigern löste Brian de Palmas fesselnde Adaption "Carrie – Des Satans jüngste Tochter", die Motive der "Teenage-Angst" mit parapsychologischen Elementen verband, die Stephen King-Welle im Kino erst aus. Der Schocker lebte auch von der Präsenz der später Oscar nominierten Sissy Spacek und Piper Laurie als Tochter und Mutter. Dank einer effektvollen zweiten Hälfte fiel die von MGM für das Fernsehen produzierte Fortsetzung, eher ein Remake, noch passabel aus. Wie ihre Vorgängerin war Hauptdarstellerin Angela Bettis mit Mitte zwanzig aber im Grunde schon zu alt für ein pubertierendes High School-Girl, weshalb die 15-jährige Chloe Grace Moretz ("Kick Ass 1 &2") zumindest in dieser Hinsicht passender erscheint.

    Im Gegensatz zu Spacek und Bettis wirkt Moretz allerdings nicht mehr wie eine graue Maus, die aufgrund ihres verstockten Auftretens und unattraktivem Äußeren ins Visier der angesagten "It-Girls" gerät. Doch einmal mehr geht sie in der Rolle der scheuen Außenseiterin auf, die als Zielscheibe von Mobbing-Attacken zunehmend introvertierter agiert. Stärke noch glänzt Julianne Moore als verhärmte, erzkonservative Furie, die ihre Tochter notfalls mit Gewalt vor den überall lauernden Alltagsversuchungen zu beschützen meint. Allerdings wird der schon lange schwellende Generationskonflikt von Beginn an als vertraut vorausgesetzt und zu wenig durch den Plot zementiert. Letztlich hätte man den Punkt der masochistisch veranlagten Mutter als wesentliche Barriere in der freien Entfaltung des gehemmten Mädchens weiter vertiefen müssen.

    Weitaus glaubwürdiger wird dagegen das Bashing der Mitschülerinnen voran getrieben, die mittels Attacken auf die Einzelgängerin ihre Position stärken und von der eigenen Oberflächlichkeit ablenken wollen. Schon im Mikrokosmos Schule entwickelt sich eine auf Einfluss, Aussehen und Geld fußende Hackordnung. Die Popularität des Stoffes liegt auch im Racheaspekt begründet, den jeder von Erniedrigungen in Mitleidenschaft gezogene Jugendliche nachvollziehen kann. Carries übersinnliche Fähigkeiten erlauben es ihr, sich gegenüber ihren Angreifern massiv zur Wehr zu setzen, wobei sie letztlich nicht mehr differenziert, ob es sich um Freund oder Feind handelt. In Marina de Vans zeitgleich entstandenem PSI-Drama "Dark Touch" mit einem kindliche Protagonist wird dieser Aspekt jedoch weitaus radikaler thematisiert.

    Neuerungen wie Handymitschnitte von peinlichen Momenten und das Internet als Plattform für Mobbing-Attacken integrieren Pierce und ihre Autoren anfangs glaubwürdig in den Plot. Doch im Finale stimmt die Balance aus vertrauten Elementen und leichten Aktualisierungen schon nicht mehr. Hier retten sich die Macher in aufgesetzte Horror- und Actioneinlagen. Es genügt nicht mehr, den Ballsaal als Ort der größten Demütigung zu zerstören, sondern die verspottete Carrie muss gleich noch die halbe Stadt vernichten. Insgesamt orientieren sich die Macher zu stark an der Siebziger-Erstverfilmung als an der Romanvorlage. Sieht man vom kommerziellen Aspekt ab, bietet das Endergebnis zu wenige originelle Ideen, die eine neue Adaption gerechtfertigt hätten.

    Fazit: Jenseits einiger Modernisierungen vermag das spektakuläre Remake des Stephen King-Bestsellers "Carrie" dem Stoff kaum originelle Aspekte abzugewinnen.
  • Boys Don’t Cry“-Regisseurin Kimberly Peirce modernisiert Brian De Palmas Horrorklassiker von 1976.

    Basierend auf dem Roman von Horror-Großmeister Stephen Kings legte Brian De Palma einen damals sensationellen Pubertätsschocker vor, dessen finales (und oft zitiertes) Blutbad Filmgeschichte schrieb. Es folgten ein Broadway-Musical und mit “The Rage: Carrie II” (1999) ein Sequel. Letzteres wurde weder von King noch De Palma gutgeheißen. Peirce hingegen erfreut sich für ihr Remake dem Zuspruch beider Ikonen. Folglich geht die Regisseurin für ihren dritten Film sehr respektvoll und vorlagentreu ans Update-Werk. Obwohl es keine großen Abweichungen von der Originalstory gibt, gelingt es Peirce, der Teen-Tragödie ihren eigenen Stempel aufzudrücken, indem sie verschiedene Aspekte deutlich extremer bzw. dezenter anlegt. So zieht das Mobbing, dem die Protagonistin ausgesetzt ist, im Zeitalter von Viral Videos noch weitläufigere (Cyber)Kreise. Und auch Carries rabiate Racheaktionen fallen wesentlich sadistischer und CGI-realisiert detaillierter aus. Anderseits verzichtet Peirce auf De Palmas unterschwelligen (Sex)Humor sowie auf seine visuellen Spielereien mit Split-Screen-Aufnahmen und unkonventionellen Kamerawinkeln.

    Für die 16jährige Carrie White (Chloe Grace Moretz aus den “Kick-Ass“-Filmen) ist die Highschool die Hölle. Das verschüchterte Mauerblümchen ist von ihrer religiös fanatischen Mutter (Julianne Moore) nicht sexuell aufgeklärt worden, und reagiert hysterisch als sie in der Schuldusche ihre erste Periode bekommt. Ihre Mitschülerinnen bewerfen sie mit Tampons und filmen die Tortur mit ihren Handys. Zwei der “Mean Girls” sind die durchtriebene Chris und Sue, die ein schlechtes Gewissen hat. Chris wird für ihre Boshaftigkeit vom kommenden Abschlussball ausgeschlossen und sinnt deshalb auf Rache. Sue hingegen bittet ihren Freund Tommy, Carrie zur Prom zu begleiten – quasi als Entschuldigung. Dort kommt es zum Bluteimer-Eklat und die telekinetisch veranlagte Carrie lässt ihrer lange aufgestauten Rage fatalen freien Lauf.

    Moretz tritt furchtlos und adäquat in Sissy Spaceks bluttriefende Fußspuren und ist vor allem im letzten Teil als Kickass-Racheengel in ihrem Element. Moore glänzt in der im Original von Piper Laurie gespielten Rolle, in der sie nicht nur verstörende Erziehungsmethoden, sondern auch krasse Selbstgeißelung betreibt. Insgesamt bietet dieses in schmutzig-dunklen Farbtönen gefilmte Remake eine ausgeprägt feminine Perspektive, und bereitet den Klassiker unterhaltsam für eine neue Generation auf. ara.
  • Keine Neuinterpretation des King-Romans, sondern ein spektakulär überflüssiges Remake des De-Palma-Films.
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Darsteller und Crew

News und Stories

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