Borgia (2011)

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Filmhandlung und Hintergrund

Borgia: Historischer Sechsteiler über die spanisch-italienische Dynastie, die in der Zeit der Renaissance zu legendärer Macht gelangte.

Auf DVD & Blu-ray (9)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 600 Minuten Sex, Macht, Tod und Ekstase: Der deftige Mehrteiler erzählt mit großem Aufwand die Geschichte der Familie Borgia, die zwei Päpste stellte.

    Mit diesem Mehrteiler geht das ZDF an seine Grenzen: Gerade der Auftaktfilm der episch erzählten Familiensaga ist von einer Drastik, wie es sie zur frühen Hauptsendezeit nur selten zu sehen gibt. Sex und Gewalt dominieren die allerdings immer wieder mitreißend inszenierte Geschichte (Regie führten unter anderem Oliver Hirschbiegel und Christoph Schrewe). Es ist nicht zuletzt die Diskrepanz zwischen kirchlichem Amt und weltlicher Wollust, die zum Kitzel der Produktion beiträgt. Natürlich ist es zutiefst intrigant, wie Kardinal Rodrigo Borgia (John Doman) seine Gegner gegeneinander ausspielt. Jedes Mittel ist ihm recht, um seine Macht auszubauen. Doch die Figur lebt von der Faszination des Bösen. Und dass es ausgerechnet ein klerikaler Würdenträger ist, hinter dessen großväterlich-freundlicher Fassade das Böse lauert, macht die Geschichte der Borgias um so reizvoller.

    Die Geschichte (Idee und Buch: Tom Fontana) wirkt wie eine Renaissance-Version von “Der Pate”. Es dauert allerdings eine Weile, bis man durchschaut, wer mit wem verwandt und verschwägert ist. Außerdem muss zunächst der komplexe historische Hintergrund erklärt werden: Ende des 15. Jahrhunderts streiten zehn mächtige Familien und die Vorherrschaft in Italien, Europa muss sich an seinen Grenzen der Mauren erwehren, die Kirchenfürsten sind mehr als nur die heimlichen Herrscher der Welt; und mittendrin der ehrgeizige Kopf des Borgia-Clans, ein genialer Stratege, der wie eine Spinne seine Fäden zieht und geduldig wartet, bis die Kontrahenten im Netz zappeln. Wohl aufgrund der Komplexität seiner Geschichte beginnt Fontana das Epos sehr episodisch. Dies und der große Erklärungsbedarf haben zur Folge, dass man eine Weile braucht, um sich zu orientieren. Während die diversen erotischen Momente durchaus ansprechend umgesetzt sind, könnten manche Zuschauer die Brutalität der Gewaltszenen als allzu blutrünstig empfinden, etwa, wenn sich Borgia-Sohn Cesare als Mittel der Buße einen riesigen Nagel durch die Hand schlägt oder sein Bruder einem Attentäter auf dem Marktplatz mit einem Holzhammer alle Knochen bricht. Und die junge Isolda Dychauk passt als Rodrigos Tochter Lucrezia und “erblühende Schönheit” optisch zwar perfekt in diesen Rahmen, ist aber unüberhörbar kein Synchrontalent: Ihre deutschen Dialoge klingen aufgesagt. Gerade in Sachen Ausstattung allerdings ist das in den Prager Barrandov-Studios entstandene Mammutwerk ein Leckerbissen. tpg.

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