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Blind Side - Die große Chance (2009)

Originaltitel: The Blind Side
Blind Side - Die große Chance Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 0

Filmhandlung und Hintergrund

Blind Side - Die große Chance: Erhebendes Sportdrama über eine konservative Hausfrau aus dem Herzen Amerikas, die sich eines lernbehinderten, übergewichtigen schwarzen Teenagers annimmt und ihn fördert.

Leigh Anne Tuohy, glücklich verheiratete Ehefrau, zweifache Mutter und stolze Hausfrau in Memphis, ist eine Naturgewalt. Entsprechend vehement setzt sie sich auch ein, als ihre Tochter einen ungewöhnlichen Klassenkameraden mit nach Hause bringt: den übergewichtigen schwarzen Teenager Michael Oher, der nicht schreiben und sich fast nicht artikulieren kann. Aber er hat ein Talent für Football. Und deshalb ist auch Leigh Anne nicht mehr zu bremsen, die Michael bei sich zu Hause aufnimmt. Mögen ihre Beweggründe anfangs nicht nur altruistisch gewesen sein, bald schon liebt sie den Jungen wie ihre eigenen Kinder.

Leigh Anne Tuohy, glücklich verheiratete Ehefrau, zweifache Mutter und stolze Hausfrau in Memphis, ist eine Naturgewalt. Entsprechend vehement setzt sie sich auch ein, als ihre Tochter einen ungewöhnlichen Klassenkameraden mit nach Hause bringt: den übergewichtigen schwarzen Teenager Michael Oher, der nicht schreiben und sich fast nicht artikulieren kann. Aber er hat ein Talent für Football. Und deshalb ist auch Leigh Anne nicht mehr zu bremsen, die Michael bei sich zu Hause aufnimmt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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    Die toughe Innenarchitektin und Mutter Leigh Anne (für diese Rolle Oscar prämiert Sandra Bullock) wagt so einiges, als sie einen lernbehinderten, schwarzen Jungen aus zerrütteten Verhältnissen in ihre Familie aufnimmt. Sie knackt schließlich seine Schale und unterstützt ihn auf dem Weg zu einer guten, schulischen Laufbahn und Footballkarriere. Dieses Sportmelodram geht auf die wahre Lebensgeschichte des Footballspielers Michael Oher zurück und zeichnet mit vielen Details ein vielschichtiges und differenziertes Bild der amerikanischen Gesellschaft, in der kontrastreiche Welten aufeinanderprallen, aber auch Zeichen gesetzt werden für Menschlichkeit, Verständnis und die Möglichkeiten der Integration gegen alle Widerstände. Authentisch, bewegend, beeindruckend gespielt.

    Jurybegründung:

    Michael Lewis' dokumentarischer Roman 'Blind Side - Evolution of a Game' wurde in den USA der Change-Euphorie zu einem literarischen Bestseller. Seine Geschichte vom 17jährigen afro-amerikanischen Teenager und Underdog Michael Oher (alias Big Mike), der von einer weißen Familie aufgenommen wird und sich zum Star der NFL-Football-Liga entwickelt, offenbarte ganz neue und überraschende Aspekte des viel zitierten amerikanischen Traums und seiner Verwirklichung.

    Die filmische Adaption des Erfolgsbuches durch John Lee Hancock hält sich eng an die Vorlage und wurde ohne Zweifel auch zu einem bemerkenswerten, weil ungewöhnlichen Film. Er wirkt wie ein modernes (Kino-)Märchen, voller sozialer Träume und Visionen, und hat doch zugleich einen authentischen Hintergrund als Wahrheitsbonus. Wir erleben und sehen einen exemplarischen Fall von Menschwerdung und Gewinn der menschlichen Würde. Doch nicht nur das Dasein des geborenen Losers Michael Oher erfährt eine radikale Wende, seine Integration in die Familie verändert ('wundersam') auch deren Bewusstsein.

    'Er verändert mein Leben,' bekennt im Film die Mutter Leigh Anne Tuohy. Und die echte Leigh Anne sagte: 'Ich glaube, Michael hat unser Leben viel mehr beeinflusst als wir seines. Man nimmt so viel als selbstverständlich an, aber als Michael bei uns einzog, erkannten wir durch ihn, wie sehr wir vom Glück verwöhnt wurden. Wir betrachteten das Leben danach aus einem völlig anderen Blickwinkel.'

    Der filmische Reiz von BLIND SIDE besteht auch in seinem Facettenreichtum. Er ist zum einen eine subtile Familienstudie, die Geschichte einer neuen Mutter-Sohn-Beziehung, zum anderen aber auch über viele Strecken ein Sportfilm par excellence (mit virtuos montierten Football-Spiel- und Trainingssequenzen). BLIND SIDE ist auch die Erfolgsstory eines Sportphänomens: Ein Rohdiamant wird geschliffen. Dem Film gelingen nachdenkliche und komödiantische Szenen in gleicher Güte. Quinton Aaron als 'sanfter Riese' und Sandra Bullock setzen darstellerische Glanzlichter.

    Die Bewertungsdiskussion im Gremium ergab allerdings keinen vollkommenen Gleichklang. Es gab kritische Einwürfe zur Struktur, auch zur Länge der Sportsequenzen und zur Stilisierung der weiblichen Hauptfigur zur klischeeträchtigen 'Übermutter'.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Sandra Bullock landete mit dem ergreifenden Sportdrama basierend auf wahren Begebenheiten einen weiteren Megahit und wurde mit dem Oscar ausgezeichnet.

    Die Rolle der ebenso konservativen wie resoluten als auch großherzigen Südstaaten-Belle Leigh Anne Tuohy gibt Bullock ausgiebig Gelegenheit, ihr schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen. Tatsächlich ist auch von einer möglichen und durchaus verdienten Oscar-Nominierung die Rede. Basierend auf dem Tatsachenroman von Michael Lewis (“Moneyball”) wird die Geschichte des 17-jährigen afroamerikanischen Michael Oher erzählt, der als obdachloser Teenager, der weder lesen noch schreiben kann und auch verbal keine große Leuchte ist, von Leigh Anne und ihrer Familie aufgenommen wird und einen kometenhaften Aufstieg in die NFL-Football-Liga macht. Die Inszenierung und Adaption dieser allamerikanischen Traumverwirklichungs-Story übernimmt John Lee Hancock, der bereits mit dem anrührenden Baseball-Drama “The Rookie” einen ähnlichen Feelgood-Film realisiert hatte. Eine unverkennbare Parallele ist der märchenhafte Anstrich beider Geschichten, die fast zu schön sind, um wahr zu sein – und es eben dennoch sind.

    Dabei ist der Ausgangspunkt des Protagonisten alles andere als vielversprechend. Wie sein weibliches Pendant in dem Independenterfolg “Precious” ist Michael übergewichtig und traumatisiert. In der Schule hält man den vernachlässigten und stillen Jungen für zurückgeblieben, einen rundum hoffnungslosen Fall. Das ist allerdings nicht die Meinung der Societydame Leigh Anne, als sie Michael zufällig auf der Straße sieht und ihn mit ihrem Mann (Countrystar Tim McGraw) spontan zu sich nach Hause holt. Ihre beiden Kinder Collins (Lilly Collins) und SJ (Jae Head) besuchen mit Michael eine christliche Privatschule. Michael ist dort, weil der Football-Coach immenses Potential in ihm vermutet. Dies kann sich jedoch erst mit der unerschütterlichen Unterstützung seiner nicht zu bremsenden Ersatzmutter entfalten, die Himmel und Hölle sowie Kathy Bates als Michaels liberale Tutorin in Bewegung setzt, damit er die Aufnahme ins College schafft (Sportstipendien werden in den USA nur vergeben, wenn die Schüler auch einen entsprechenden Notendurchschnitt vorweisen können). Mit Ausdauer und Fleiß mausert sich der aussichtslose Außenseiter zur von allen namhaften College-Football-Coaches (die als sie selbst auftreten) umworbenen Sensation. Gleichzeitig wird er endgültig in den Schoß der edelmütigen Familie Tuohy aufgenommen.

    Newcomer Quinton Aaron erweist sich als perfekte Besetzung für den “Gentle Giant”, der sich auf dem Spielfeld zum Berserker mit Beschützerinstinkt für seine Teamkollegen wandelt. Die Stille und Sanftheit von Michaels Seele spiegelt sich in seinen ausdrucksstarken Augen, wie auch der Schmerz seiner fürchterlichen Kindheit. Dabei umschifft Hancock die Sentimentalitätsklippen elegant und gleicht so manchen sirupsüßen Anstrich mit frech-frischem Humor aus. Dazu trägt insbesondere die für ihre Rolle mit dem Oscar ausgezeichnete Bullock bei, deren Darstellung von Furchtlosigkeit gegenüber Ghettogangstern, knorrigen Männerdomänen und rassistischen Vorurteilen auch für herzhafte Lacher gut ist. Aufbauende Familienunterhaltung, die in den USA perfekt während der Feiertagszeit positioniert wurde, es in Deutschland aufgrund der Thematik aber voraussichtlich schwerer haben wird. ara.

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