Black Hawk Down (2001)

Black Hawk Down Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Black Hawk Down: Mitreißendes Actiondrama um einen als Routine eingeschätzten US-Militäreinsatz in Somalia, der sich zur Tragödie auswuchs.

Durch einen Informanten kommt der Kommandeur der amerikanischen Spezialeinheiten an die Information, dass es zu einem wichtigen Treffen von Ratsmitgliedern des Warlords Mohammed Farah Aidid in Mogadischu kommen wird. Das ist die perfekte Gelegenheit, um sie dingfest zu machen! In einer schnellen Operation, die den Namen Irene trägt, sollen die Mitglieder des Rates von der Delta Force festgenommen und anschließend mit einem Fahrzeugkonvoi in das US-Camp gebracht werden. Die Einheit rechnet mir sehr wenig Widerstand und hofft, in knapp einer Stunde schon wieder in der Basis anzukommen. Da es sich in ihren Augen um eine schnell und relativ ungefährliche Mission handelt, verzichten sie auf Wasser, Nachtsichtgeräte und andere Teile der Ausrüstung.

Was die mutigen Soldaten noch nicht ahnen ist, dass sich diese Mission zu einer der größten militärischen Katastrophen der USA entwickeln wird, bei der 18 Soldaten sterben und über 1.000 Somalis ihr Leben lassen. Kaum in der Nähe der Landungszone angekommen wird ihr Hubscharuber beschossen und stürzt ab. Die Soldaten sind über die Stadt versprengt und werden von Milizen und Zivilisten angegriffen.

„Black Hawk Down“ von Regisseur Ridley Scott basiert auf dem gleichnamigen Roman des Journalisten Mark Bowden und spiegelt die Ereignisse des 3. Oktober 1993 in Somalia wieder. Für die Umsetzung des Films unterstützte das Militär das Projekt mit Waffen und Fahrzeugen und stellte sogar einige Statisten ab. Auch die Schauspieler mussten perfekt vorbereitet in die Dreharbeiten gehen und absolvierten vorher auf ihrem speziellen Gebiet eine harte Ausbildung um somit die  Authentizität von „Black Hawk Down“ zu wahren.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (6)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn die Kolonialschlacht in “Zulu” und der Straßenkampf in “The Warriors” eine Verbindung eingehen, dürfen sich kritische Köpfe eine Auszeit nehmen, aber die Herzen klopfen aufgeregt in diesem Adrenalin pumpenden Actiondrama über einen US-Militäreinsatz in Somalia, der mit den visuellen Waffen des modernen Kinos ins Bewusstsein derer gehämmert wird, die ihn 1993 nur als historische Randnotiz erlebten. Brandaktuell durch Somalias Rolle als Terroristenrefugium und vermutete Verbindungen zu Osama Bin Laden bringt “Black Hawk Down” alles mit, um Ridley Scott in seinem ersten Film für Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer nach “Gladiator” und “Hannibal” seinen dritten Hit in Folge feiern zu lassen.

    Das Bild ging um die Welt, traf das Selbstverständnis einer Supermacht ins Mark und besitzt auch heute noch eine psychologisch so destruktive Kraft, das es auch in Scotts Drama, das sich als Plädoyer für Amerikas Rolle als Weltpolizist versteht, nur entschärft nachgestellt werden konnte. Von aufgebrachten Massen wird der nackte Leichnam eines US-Piloten im Oktober 1993 durch die staubigen Straßen von Somalias Hauptstadt Mogadischu geschleift, die nun durch vollendete Harmonisierung von vorhandener Bausubstanz und Ausstattungskunst in Marokko nachgebildet wurde. Mark Bowdens Tatsachenbericht “Black Hawk Down” erzählte detailgetreu nach, wie es zur Tragödie von Mogadischu kommen konnte, bei der 18 Amerikaner und zwischen 500 und 1000 Somalis den Tod fanden. In einer sehr kurzen, die komplizierten chaotischen Verhältnisse nur streifenden Exposition erfährt man von den 300.000 Hungertoten, den blutigen Kämpfen rivalisierender Clans, die mit Mohamed Aidid einen gefürchteten Diktator hervorgebracht haben, der die humanitäre Hilfe der Welt durch Lebensmittel für sich rekrutiert und UNO- Friedenstruppen zum Abschuss freigibt. Weil alle Versuche fehlschlugen, den Bürgerkrieg durch Festsetzung Aidids zu beenden, plant der Einsatzleiter zweier US-Spezialeinheiten (Rangers und Delta Force), Aidid durch Entführung entscheidender Kräfte aus seinem Umfeld zu schwächen. Etwa eine halbe Stunde versucht der mit vielen Charakterköpfen stark besetzte Film, den Figuren, mit denen man später durch das urbane Schlachtfeld ziehen muss, ein Gesicht zu geben. Traditionsgemäß gibt es eine Mischung aus Realisten und Idealisten (Josh Hartnett aus “Pearl Harbor”), Greenhorns und Veteranen (Tom Sizemore als aufrecht im Kugelhagel stehender Kriegsfels), doch der Ton ist im Unterschied zu vielen Bruckheimer-Produktionen stärker pragmatisch als pathetisch-patriotisch. Dass “Black Hawk Down” dennoch auch Heldengedicht ist, liegt an der vorgefundenen militärischen Situation, die zur Konfrontation geradezu zwingt, und am authentischen Selbstverständnis dieser Einheiten, keinen US-Soldaten auf feindlichem Boden zurückzulassen. Letzteres Credo sorgt maßgeblich dafür, dass aus einem geplanten einstündigen Einsatz schließlich 16 Stunden in der Hölle werden, in der sich die wütende Bevölkerung Mogadischus gegen die als Eindringlinge erlebten, festsitzenden Amerikaner fast geschlossen zu erheben scheint. Wenn die Entführungsaktion schon erfolgreich beendet ist, aber sich der erste von schließlich zwei Hubschraubern abgeschossen in die Straßen bohrt, nimmt das Inferno seinen eigentlichen Anfang. Von Fluchtwegen abgeschnitten, in einzelne Kampfzellen isoliert und vom Kommandeur (Sam Shepard) über Video beobachtet, müssen sich 99 US-Soldaten einer Übermacht von tollwütigen Somalis stellen, bis mit dem Morgen endlich die Rettung durch UNO-Truppen naht. Realistisch chaotisch und packend ist dieser Straßenkrieg inszeniert, der durch heutige Erkenntnisse, dass wohl Bin Laden die am Absturz der Black Hawks beteiligten Stinger-Raketen geliefert hat, verschärfte Brisanz bekommt. Der ostafrikanische Gegner bleibt in der eingenommenen Perspektive in seinem blinden Hass meist gesichtslos. Das Sterben ist hier anonym, dort persönlich, aber es verfehlt in beiden Lagern seine Wirkung nicht, auf eine vergessene Tragödie aufmerksam gemacht zu haben. kob.

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