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Black Death (2010)

Black Death Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Black Death: Spannendes Horrorabenteuer über den mittelalterlichen Pestausbruch und ein englisches Dorf, das ihm mit heidnischen Ritualen zu trotzen scheint.

1348 ist England im Griff des Schwarzen Todes, doch ein Dorf scheint sich der Pest widersetzen zu können. Im Auftrag der Kirche, deren Einfluss durch zunehmenden Aberglauben schwindet, sollen Ritter Ulric und seine kleine Gruppe von Fightern und Folterknechten in Erfahrung bringen, ob es dabei mit rechten Dingen zugeht, ob die Bewohner wirklich verbotene heidnische Rituale durchführen. Der junge Novize Osmund führt die Gruppe zum Dorf, wo die Männer ein trügerisches Idyll und ein Härtetest für ihren eigenen Glauben erwarten.

1348 ist England im Griff des Schwarzen Todes, doch ein abgelegenes Dorf scheint sich der Pest widersetzen zu können. Im Auftrag der Kirche, die einen Verlust ihres Einflusses durch zunehmenden Aberglauben fürchtet, sollen Ritter Ulric und seine kleine Gruppe von Kämpfern und Folterknechten in Erfahrung bringen, ob die Dorfbewohner wirklich verbotene und gar übernatürliche heidnische Rituale durchführen. Der junge Novize Osmund führt die Gruppe zum Dorf, wo die Männer ein trügerisches Idyll und ein Härtetest für ihren eigenen Glauben erwarten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Black Death“ mag nicht unbedingt der alles erschlagende Megaknaller sein, doch für einen Dankesseufzer an die Gnade der späten Geburt reicht es allemal.
  • Christopher Smiths Rückblick auf den mittelalterlichen Pestausbruch und dessen nicht nur gesundheitliche Nebenwirkungen vereint spannend Abenteuer- und Horrorfilm.

    Smiths mit deutschen Fördergeldern finanzierter und internationaler Besetzung in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gedrehter Genrefilm nutzt den Schwarzen Tod, der in Europa zwischen 1347 und 1352 ein Drittel der Bevölkerung das Leben kostete, als bedrohlichen Hintergrund für eine Gegenüberstellung christlicher und heidnischer Lebensweisen, um in Verblendung und der Kreativität menschlicher Grausamkeit Gemeinsamkeiten zu entdecken. Wolfstan (John Lynch), rechte Hand des Ritters Ulric (Sean Bean), führt als Erzähler und moralische Identifikationsfigur in die Geschichte des jungen Novizen Osmund (Eddie Redmayne) ein, dessen Gelübde erst durch einen blonden Engel, dann durch Satanisten auf die Probe gestellt wird. Osmund soll Ulric und seine Handvoll Männer zu einem entlegenen englischen Dorf führen, dessen Bewohner bisher von der Pest verschont blieben – wofür der Bischof die unheiligen Praktiken der Dorfbewohner verantwortlich macht, die angeblich die Toten wieder ins Leben rufen sollen.

    Diese Reise ins Archaische, in eine Welt ohne moralische Regeln nutzt das clevere Drehbuch von Dario Poloni, um sturen Glauben oder Aberglauben zu hinterfragen, wenn in beider Namen skrupellos und grausam gemordet wird. Weit entfernt vom Zeitalter der Aufklärung ist der mittelalterliche Mensch Sklave seines begrenzten Horizonts. Mit drastischen Veränderungen in seiner Welt kann er nicht rational umgehen, womit nun die Pest ein Werk des Teufels, vielleicht aber auch ein Fluch sein kann, den ein Massaker an französischen Soldaten heraufbeschwor. Obwohl in “Black Death” gehackt, gestochen, gefoltert und gevierteilt wird, erlaubt sich der Film eine humoristische Note, wenn sich der Zuschauer zumindest eine Zeit lang fragen darf, was denn so schlecht an teuflischen Todesritualen ist, wenn dadurch eine dörfliche Idylle ohne Krankheit und mit einem Überangebot an Essen und schönen Frauen entsteht. Die Besetzung von Carice van Houten, die nach “Black Book” menschliche Abgründe einmal nicht als Opfer ergründet, erweist sich dabei als echter Coup. Zwischen sanftem Engel im Look von Electro-Popstar Goldfrapp und kalter Provinzhexe dominiert die Holländerin das letzte Drittel des Films, der unverbrauchte Landschaften stimmig präsentiert, eine konsequent düstere Atmosphäre generiert und seine Action gut dosiert und intensiv präsentiert. “Black Death” ist der vierte Film von Horrorspezialist Christopher Smith (“Creep”, “Severance”) und sein bislang bester. kob.
  • Trotz seines eher missglückten Debüts „Creep“ zählt der Brite Christopher Smith inzwischen zu den interessantesten Genreregisseuren, was er mit seinen Folgewerken „Serverance“, „Triangle“ und jetzt „Black Death“ belegte. Allerdings entpuppen sich alle seine Werke als reichlich uneinheitlich, wobei sich das undurchsichtige Geschehen nach viel versprechendem Einstieg bei „Creep“ eher negativ, beim komplexen „Triangle“ eher positiv entwickelt. Der recht unterhaltsame „Serverance“ zerfiel in eine Hälfte mit (schwarzem) britischen Humor und eine Hälfte blutiger Selbstjustiz-Action. „Black Death“ schlägt gleich mehrere Richtungen ein, was grundsätzlich kein Fehler ist. Doch letztlich wirkt es, als könnten sich die Macher für keinen entgültigen Tonfall entscheiden.

    Wie „Creep“ wurde „Black Death“ über die mittelalterlichen Auswirkungen der Pest auf soziales Verhalten und den Zerfall menschlicher Werte wesentlich mit deutscher Beteiligung produziert. Weitgehend entstanden die Dreharbeiten unter der Leitung der Berliner Firma Egoli Tossoll in den Wäldern von Sachsen-Anhalt. Smith wollte einen dreckigen, düsteren Film über das unwirtliche Klima des Mittelalter vorlegen, was ihm dank überzeugenden Locations und Ausstattung durchaus glückte. Angesicht der drastischen Pestepidemie flüchtete sich die Bevölkerung in Aberglauben und grassierenden Hexenwahn. Ein simpler Verdachtsmoment genügt schon, um das Leben einer unschuldigen Frau in grausamer Weise zu beenden. Anhand des Protagonisten Osmund (Eddie Redmayne) demonstriert Smith die Auswüchse religiösem Fanatismus. Wo der friedliebende Novize anfangs allein von seiner heimlichen Liebe für das Mädchen Averill (Kimberly Nixon) angetrieben wird, verliert der naive junge Mann im Angesicht erlebter Schrecken alsbald seinen Optimismus und wird zum christlich verbrämten Eiferer.

    Auch der zweite Protagonist, Ritter Ulric (Sean Bean), entpuppt sich als ambivalenter Charakter. Zwar reist der gläubige Krieger zur Verbreitung von Gottes Wort umher, doch im Notfall setzt er lieber das Schwert ein und lässt keine Gnade walten. Tim McInnery („Notting Hill“) als Bürgermeister der isolierten Ortschaft und Andy Nyman als Söldner, vertraute Gesichter des britischen Kinos, ergänzten schon in „Severance“ das überzeugende Team. Nach dem realistischen Einstieg und einem Abstecher in Richtung düsteres Abenteuerkino nimmt die atmosphärisch dichte Story bei der Ankunft in das angeblich satanische Dorf eine Wendung ins Übernatürliche. Dort, wo Heilerin Langiva (Carice van Houten) und ihre Entourage die Oberhand gewinnen, herrscht zunächst eine fast schon zu friedfertige Stimmung, so dass an dieser Oase inmitten von Hass und Tod etwas nicht stimmen kann.

    Mit Anklängen an den Klassiker „The Wicker Man“ und verbotenen heidnischen Bräuchen wechselt Christopher Smith in Richtung Mystery-Thriller, bevor der düstere Prolog wieder einen Bogen zum Aberglaubenwahn des Begins schlägt. Letztlich schwankt „Black Death“ zwischen historischer Sozialtragödie, gotischem Horror und der Anklage religiösem Fanatismus. Dank der überzeugenden Besetzung und der düster-bedrohlichen Atmosphäre vermag die streckenweise harte Saga trotz uneinheitlicher Ausrichtung durchaus Spannung aufzubauen und den Zuschauer in den Bann zu schlagen.

    Fazit: Etwas unentschiedenes, aber fesselnd aufgebautes Mittelalter-Horrordrama mit sozialkritischen Elementen.
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Darsteller und Crew

News und Stories

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