Beste Chance (2014)

Beste Chance Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Beste Chance: Abschluss der Trilogie um zwei Freundinnen aus dem Dachauer Land von Marcus H. Rosenmüller.

Während der Schulzeit waren sie beste Freudinnen. Fünf Jahre nach dem Abi haben Kathi und Jo ihr Heimatdorf längst hinter sich gelassen. Während die eine in München studiert, sucht die andere in einem indischen Ashram nach Erkenntnis. Da zwingt eine besorgniserregende Nachricht von Jo auf dem Anrufbeantworter Kathi zum Handeln. Die bricht sofort nach Indien auf, um ihre Freundin zu suchen. Doch Jo ist mittlerweile längst wieder zurück in ihrer Heimatgemeinde, wo sie wieder einmal alles durcheinanderbringt.

Zwei ehemals beste Freundinnen, die sich aus den Augen verloren haben, versuchen wieder zusammen zu finden. Abschluss der Trilogie um zwei Freundinnen aus dem Dachauer Land von Marcus H. Rosenmüller.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der Coming-of-Age-Komödie "Beste Chance" findet Marcus H. Rosenmüllers Heimatfilm-Trilogie über zwei Freundinnen vom Dorf ihren lustigen Abschluss. Die in der Nähe von Dachau spielende Dialekt-Saga begann 2007 mit "Beste Zeit" und wurde 2008 mit "Beste Gegend" fortgesetzt. Auch weil sie selbst aus der Region stammt, gelangen der Drehbuchautorin Karin Michalke, mit der der Regisseur die dritte Geschichte gemeinsam verfasste, aus dem Leben gegriffene Charaktere. Trotz des zeitlichen Abstands greift der dritte Film die Atmosphäre der beiden Vorgänger mühelos wieder auf. Dank einer flotten Gegenüberstellung von Abenteuern daheim und in Indien gestaltet sich das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren ausgesprochen reizvoll.

    „Auf Fahrtwind und Freiheit!" lautet das Motto der Freundinnen Kati und Jo, seit sie als Teenager von der Ferne träumten. Nun löst die Trilogie ihr latentes Versprechen von der Erkundung der weiten Welt endlich ein. Sie schickt nicht nur Kati selbst auf Indienreise, sondern auch ihren Vater Hubert (Andreas Giebel), den Jos Papa Walter (Heinz Josef Braun) begleitet. Weil sie Angst um ihre Töchter haben, fliegen sie ihnen nach und geraten in klamaukig überdrehten Nummern in große Schwierigkeiten.

    Während sich die willensstarke Kati um ein Straßenkind kümmert, bringt Jo daheim das Gefühlsleben ihrer alten Flamme Toni wieder in Unordnung. Dank Volker Bruchs beeindruckendem Spiel macht das Wiedersehen mit diesem stillen, aber emotionsstarken Typen viel Freude. Auch der hilfsbereite Rocky (Ferdinand Schmidt-Modrow) bekommt eine größere Rolle, die sehr lustig ausfällt. Die Inszenierung ist stets pointiert und aussagekräftig. Um das Gefühl zu schildern, das Kati und Jo verbindet, genügt Rosenmüller ein kurzes Telefonat der beiden, das er ohne Sprache, nur mit dem Fokus auf die Gesichter, filmt. Unterstützt von nostalgisch angehauchter Musik bleibt es bis zuletzt sympathisch, wie die Trilogie dem wohl lebenslangen Widerspruch zwischen Heimatliebe und Fernweh, Familie und Unabhängigkeit auf den Zahn fühlt.

    Fazit: Marcus H. Rosenmüllers Heimatkomödie "Beste Chance" bietet ein witziges Wiedersehen mit den Freundinnen Kati und Jo und ihrem Umfeld, das die sympathisch-authentische Coming-of-Age-Trilogie angemessen abschließt.
  • Marcus H. Rosenmüllers Abschluss seiner Tandern-Reihe besitzt skurrilen Witz, bajuwarischen Charme und jede Menge Heimat-Feeling und macht Lust auf weitere Einblicke ins Leben von Kati und Jo.

    Pure Absicht steckt dahinter, dass Marcus H. Rosenmüller sich so viel Zeit für den dritten Teil seiner Heimat-Trilogie gelassen hat. Denn sieben Jahre nach den liebevoll-amüsanten Coming-of-Age-Stories “Beste Zeit” und “Beste Gegend” haben nun alle Schauspieler einen Reifeprozess durchlaufen, der sich nun auch positiv auf ihre Figuren auswirkt und den ein ebenfalls erwachsener gewordener Rosenmüller für seine neue Geschichte zu nutzen weiß. In “Beste Chance” spannt er den Bogen vom oberbayerischen Kuhdorf Tandern über das hippe München, in dem Kati inzwischen studiert, bis ins ferne Indien, wo Jo auf der Suche nach sich selbst ist. Indien, das schon in Rosenmüllers Abschlussfilm “Hotel Deepa” und in “Sommer in Orange” eine zentrale Rolle spielte, dient also einmal mehr dazu, einen anderen Blick auf seine Heimat zu bekommen und diese wieder mehr schätzen zu lernen. Darüber hinaus nutzt der Kultfilmemacher (“Wer früher stirbt, ist länger tot”) das exotische Land für ein paar herrlich komische Culture Clashes, mit staubtrockenem Humor vorgetragen von Heinz-Josef Braun und Andreas Giebel in den Väterrollen, die, vor allem wenn sie ausgeraubt und nackt bis auf die Unterwäsche durchs Hinterland stapfen, ein wunderbares Grantler-Paar abgeben. Außerdem bemüht Rosenmüller die soziale Komponente, wenn er Anna Maria Sturm einem indischen Bettlermädchen helfen lässt und dabei die Frage aufwirft, ob man durch Einmischen eher noch mehr Schaden anrichtet als Gutes zu tun.

    Gerade das Wechselspiel zwischen den ruhigen, kontemplativen Momenten, wenn etwa der unvermeidliche VW-Bus über die sanften Hügel des Dachauer Hinterlandes tuckert, oder den fast Slapstick-artigen Szenen mit Pechvogel Rocky, der beim Hausbau in die eigene Grube fällt, macht die Stärke von “Beste Chance” aus. Und obwohl es auch diesmal wieder “um Leben und Tod” geht, könnte man den schrägen Trainersitzungen in der Stammkneipe ebenso stundenlang zuhören wie die Mamas Johanna Bittenbinder und Bettina Redlich im Känguru- bzw. Elfen-Kostüm auf dem Weg zum Faschingsball betrachten. Und weil Rosalie Thomass längst zur veritablen Komödiantin gereift ist und Anna Maria Sturm ihr in fast nichts nachsteht, würde man sich wünschen, dass diese sympathisch-skurrile Twentysomething-Komödie auch über Bayerns Grenzen hinaus ihre Anhänger finden und möglicherwiese sogar eine Fortsetzung erleben möge. lasso.

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