Best Exotic Marigold Hotel 2 (2014)

Originaltitel: The Second Best Exotic Marigold Hotel
Best Exotic Marigold Hotel 2 Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

Best Exotic Marigold Hotel 2: Fortsetzung der erfolgreichen Kulturbegegnungskomödie, in der britische Senioren um die Liebe und ein indischer Jungmanager um die Erweiterung seines Geschäftsmodells kämpfen.

Während der indische Jungmanager Sonny sein erfolgreiches Geschäftsmodell erweitern will und Investoren für den Ankauf eines zweiten Marigold Hotels sucht, vernachlässigt er seine Verlobte und die Vorbereitungen für die bevorstehende Hochzeit. So kann ein möglicher romantischer Konkurrent punkten, der auch geschäftlich in sein Revier eindringt. Parallel dazu versuchen zwei alte, einsame britische Gäste von Sonnys in die Jahre gekommenen, aber charmanten Hotel den Mut aufzubringen, einander das Offensichtliche einzugestehen.

Britische Senioren kämpfen um die Liebe und ein indischer Jungmanager um die Erweiterung seines Geschäftsmodells. Fortsetzung der erfolgreichen Kulturbegegnungskomödie, die das Erfolgsrezept des Originals konsequent fortführt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der 2012 erschienen Feelgood-Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“ gelang Regisseur John Madden („Eine offene Rechnung“) ein waschechter Überraschungserfolg. In den USA spielte die britisch-amerikanische Ko-Produktion ein Mehrfaches ihrer Produktionskosten ein und ließ darüber hinaus äußerst wohlwollende Kritiker zurück. Das Geheimnis hinter dem Publikumsliebling, in welchem die Geschichte mehrerer Rentner erzählt wird, die mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Zielen nach Indien ins Best Exotic Marigold Hotel reisen, lag einst hinter der Neuentdeckung der Bestagers – also des älteren Semesters – als ganz neue Zielgruppe, der im Kino bislang nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Nun trommelte Madden dieselben Schauspieler respektive Figuren ein weiteres Mal zusammen, um ihre Schicksale weiterzuerzählen. Eine im Blockbusterkino gängige Methode, doch im Falle von „Best Exotic Marigold Hotel 2“ auch eine wenig durchdachte - denn kaum je lud eine abgeschlossene Geschichte weniger dazu ein, fortgeführt zu werden.

    Es ist die Kunst von Regisseur und Drehbuchautor Ol Parker (schrieb auch schon das Skript zum Vorgänger), dem Sequel einen Mehrwert beizumessen. Erneut formen die beiden ganz unterschiedliche Konflikte, um diese in Form kleinerer Subplots aufzulösen und mit einer kleinen aber feinen Moral zu versehen. An sich ist dieser Vorgehensweise auch nichts vorzuwerfen, doch die Problematiken sind im Falle von „Best Exotic Marigold Hotel 2“ so banal, dass es sich dem nicht bereits mit den Figuren vertrauten Publikum kaum erschließen wird, was am Werdegang der verschiedenen Charaktere so spannend ist. Es ist also einmal mehr das Hotel selbst sowie die handlungsbasierte Einbettung in die indische Kultur, die aus John Maddens Regiearbeit so etwas wie einen Urlaubstrip machen.

    Am traumhaften Cast, dem es einmal mehr sichtbar gefällt, in bester Altersgesellschaft zu agieren, liegt die inhaltlich fehlende Relevanz selbstredend nicht und Madden hat diesen einmal mehr auch hervorragend im Griff. Maggie Smith („Harry Potter“-Reihe), Judi Dench („Philomena“), Bill Nighy („Alles eine Frage der Zeit“), David Strathairn („Lincoln“), aber auch Neuzugang Richard Gere („Darf ich bitten?“) liegt das Spiel mit den Kollegen selbstverständlich im Blut, sodass „Best Exotic Marigold Hotel 2“, wie schon der Vorgänger, von einer authentischen Leichtfüßigkeit getragen wird. Dev Patel („Chappie“) frischt dieses Ensemble mit moderner Attitüde auf und wickelt darüber hinaus auch das ältere Publikum charmant um den Finger.

    Fazit: „Best Exotic Marigold Hotel 2“ ist die nicht notwendige Fortsetzung eines Urlaubsfilms, der sich bevorzugt an reifere Generationen richtet. Gerade diese dürfte nun auch an diesem Film ihren Spaß haben, doch aufgrund einer gewissen Einfältigkeit ist der mit über zwei Stunden deutlich zu lang geratene Streifen schlussendlich nicht mehr als die nett gemeinte Idee, das Publikum noch einmal mit den Verwicklungen der altbekannten Charaktere zu betrauen. Das ist weder ärgerlich, noch nervig und schon gar nicht schlecht. Doch insgesamt hätte man von der Geschichte einfach ein wenig mehr erwarten können, als das übliche, sonnengetränkte Urlaubsflair des Vorgängers.
  • In der Fortsetzung der Seniorenerfolgskomödie werden Herzen und Häuser saniert wie auch Generationen und Kulturen verbunden.

    Mit zwei Neuzugängen, der britischen Komödiantin Tamsin Greig und dem amerikanischen Silberfuchs Richard Gere, eröffnet das “Best Exotic Marigold Hotel” ein weiteres Mal mit der vertrauten Truppe aus brillanten Charakterdarstellern und der optimistischen Botschaft, dass sich europäische Pensionäre im indischen Alterssitz nicht zum Sterben versammeln, sondern die Möglichkeiten, die das Leben auch jetzt noch bietet, umarmen.

    Nachdem der Vorgänger schwerpunktmäßig noch die Eingliederung in eine fremde Kultur und das Auftauen distanzierter Figuren thematisierte, fehlt dem Nachfolger dieser erzählerische Impuls, tut er sich anfangs schwer, neue dramaturgische Brennpunkte zu finden. Zentraler Konflikt ist jetzt die Erweiterung des erfolgreichen Geschäftsmodells, der Ankauf eines zweiten in die Jahre gekommenen indischen Hotels, das zum letzten Refugium westlicher Oldtimer werden kann. Das zumindest ist der Plan des erneut überschwänglich euphorischen Hotelmanagers Sonny, bis ein alter Freund seiner Verlobten zum geschäftlichen und romantischen Konkurrenten wird. Das Drama um Sonnys bevorstehende Hochzeit köchelt allerdings auf kleiner Flamme – wie überhaupt alle Brennpunkte hier, die am Ende problemlos gelöscht werden können. Im Unterschied zum Vorgänger gibt der Tod kein Gastspiel, ist Sterben vor allem ein Motivator, noch einmal richtig zu leben.

    “Wie war Amerika”, wird Maggie Smiths erneut bissig-herzliche alte Dame nach ihrer Geschäftsmission in den Staaten gefragt. “Der Tod wurde dadurch noch reizvoller”, ist einer von vielen knackigen Einzeilern, mit denen Smith die Verführungs- und Versöhnungsatmosphäre des Films nüchtern erdet, der zwei junge Liebende in die Ehe führen und zwei alte einsame Herzen endlich vereinen will. Letztere, gespielt von Judi Dench und Bill Nighy, dominieren die romantische Betriebsamkeit des Films auf charmant-authentische Weise, während Richard Geres Eroberung einer indischen Matriarchin etwas konstruiert und forciert wirkt. Wie schon im Vorgänger sind die britischen Bühnen- und Filmveteranen die besten Werbeträger für das Hotel – wie auch die Dialoge, die Witz mit klugen Beobachtungen und Kommentaren zum Leben paaren. kob.
  • Im Jahre 2012 kam die Komödie von dem Best Exotic Marigold Hotel das erste Mal in die Kinos. Nachdem der Film überaus erfolgreich in aller Welt lief, fangen die Mühlen der Filmindustrie an zu mahlen. Will heißen. Da muss ein zweiter Film her, um noch einmal Geld mit dieser Idee zu verdienen. Gleiche Besetzung, gleicher Drehbuchautor und Regisseur.
    Sonny (Dev Patel) muss handeln. Sein Hotel ist mit Dauergästen voll belegt. Es muss ein zweites Hotel dringend eröffnen, aber woher das Geld dafür nehmen. Er reist mit Muriel (Maggie Smith), mittlerweile Ko-Managerin des Hotels, nach Los Angeles um einen Investor zu überzeugen, dass es sich lohnt, zu investieren.
    Doch vor einer Zusage will er einen Fachmann schicken, der sich vor Ort umsieht. Sonny hat aber noch andere Sorgen. Die Arbeit für das zweite Hotel lässt ihn fast vergessen, dass seine Hochzeit mit Sunaina (Tina Desal) kurz bevorsteht. Die Dauergäste Evelyn und Douglas (Dame Judy Dench und Bill Nighy) haben sich prima in Jaipur eingelebt.
    Allerdings können sie sich noch immer nicht füreinander entscheiden. Norman und Carol (RonaldPickup und Diana Hardcastle) leiden immer noch an ihrer gegenseitigen Eifersucht und Madge (Celia Imrie) kann sich nicht zwischen zwei indischen Verehren entscheiden.
    Kompliziert wird es für Sonny erst, als plötzlich zwei neue Gäste eintreffen, die nicht in das Angebot des Hotels für ältere Gäste passen. Lavina (Tasmin Greig) gibt vor das Hotel für ihre alte Mutter zu testen und Guy (Richard Gere) trägt sich als Romancier ein, der sein Buch zu Ende schreiben möchte.
    Sonny aber vermutet mit sicherem Instinkt, dass es sich hier um den vom Investor angekündigten Tester handeln könnte. Hat er recht? Doch wichtiger ist für ihn erstmal seine Hochzeit. Und er vertaut seiner Lebensphilosophie: „Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann kann das noch nicht das Ende sein“!
    Eine farbenprächtige Fortsetzung, die wieder sehr viel indisches Flair, vor allem musikalisch enthält. Doch ganz so frisch und unbekümmert wie der erste Teil kommt die Geschichte nicht daher. Es fehlt ein bisschen der im ersten Film enthaltene typisch britische Humor.
    124 Minuten – Unterhaltung für die etwas reifere Jugend.
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