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Tom Hiddleston wird "Ben Hur"

Die meisten kennen ihn als charismatischen Gott Loki aus den Marvel-Filmen. Doch Tom Hiddleston kann viel mehr als nur den Superschurken geben – der spielt, was immer er will. Und zwar erstklassig.

Tom Hiddleston wird sich als Judah Ben Hur versuchen Bild: Kurt Krieger

Echte Klassiker neu zu verfilmen ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wenn es ein Klassiker ist, der noch dazu elf Oscars gewonnen hat, ähnelt so ein Vorhaben eher der Jungfernfahrt der Titanic: Absaufen vorprogrammiert.

Sollten Studio und Regisseur jedoch partout nicht von dem Vorhaben ablassen wollen, hilft es, zumindest die Fallhöhe ein wenig zu verringern. Einer der naheliegenden Wege besteht darin, wenigstens nicht an mimischer Qualität zu sparen. Und zumindest da geht der russische Regisseur Timur Bekmambetov (“Wanted” “Abraham Lincoln Vampirjäger“) schon mal den richtigen Weg.

Er hat jetzt Tom Hiddleston für die Rolle des Judah Ben Hur gewählt. Und der war ja nicht nur bei den “Avengers” und “Thor“-Filmen ein wahrhaft göttlicher Fiesling: Wer ihn etwa in Jim Jarmuschs Vampir-Drama “Only Lovers Left Alive” als zivilisationsmüden Blutsauger gesehen hat, ahnt, was der gelernte Theaterdarsteller in Puncto Schauspielkunst alles drauf hat.

Näher an der Vorlage

Natürlich garantiert auch ein Spitzenmime keinesfalls gutes Abschneiden im unausweichlichen Vergleich zwischen alter und neuer Fassung. Zwar basieren sowohl der Monumentalfilm mit Charlton Heston in der Titelrolle als auch die geplante Neufassung auf dem Roman von Lew Wallace aus dem Jahr 1880. Doch Bekmambetov will wohl bei der Story anderer Akzente setzen. Er möchte zum Kern der literarischen Vorlage vordringen, in dessen Zentrum die wahre Natur des Glaubens steht.

Ob seine Fassung mit dem Original mithalten kann, wird sich am 26. Februar 2016 zeigen. Dann soll “Ben Hur” erneut in den Kinos anlaufen. Ob darin wieder mit einem epischen Wagenrennen zu rechnen ist, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

     

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