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Beautiful Boxer (2003)

Beautiful Boxer Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Bereits im frühen Jugendalter und sehr zur Beunruhigung seiner Eltern stellt Nong Toom (Asanee Suwan) aus der thailändischen Provinz fest, dass er lieber ein Mädchen als ein Junge wäre. Als er sich in fortgeschrittenem Alter auch noch feminin kleidet und Make-Up auflegt, kann es nicht schaden, Boxen zu lernen, um sich die pöbelnden Dorfrowdies vom Leib zu halten. So entdeckt Nong Toom sein zweites besonderes Talent: Das ansatzlose Umbrettern seiner Gegner.

Diese stimmungsvolle Mischung aus Coming-Out-Drama und klassischer Underdog-Sportheldenstory erzählt unter Zuhilfenahme chronologischer Interviewrückblenden die wahre Geschichte eines Thaibox-Champs, der heute als Frau Parinaya Charoemphol in Bangkok ein zweites Revuestar-Leben führt.

Bereits im frühesten Jugendalter und zunächst sehr zur Beunruhigung seiner Erzeuger stellt Nong Toom aus der thailändischen Provinz fest, dass er lieber ein Mädchen als ein Junge wäre. Als er sich in fortgeschrittenem Alter auch noch feminin gewandet und Make-Up auflegt, kann es nicht schaden, Boxen zu lernen, um der pöbelnden Dorfrowdies Herr zu werden. So entdeckt Nong Toom sein zweites besonderes Talent und avanciert sehr zur Freude von Vati in Windeseile zum Thaibox-Champion der Nation.

Mit Kraft, Schnelligkeit und prall gefülltem Schminktäschchen prügelt Nong Toom so lange Gegner aus dem Ring, bis er sich endlich die ersehnte Geschlechtsumwandlung leisten kann. Thai-Drama nach einer wahren Geschichte.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Spielfilmdebüt des Theater- und Musicalregisseurs Ekachai Uekrongtham aus Singapur erregte bereits weit über Südostasien hinaus Aufsehen. Der Regisseur bringt eine wahre Lebensgeschichte auf die Leinwand: Die echte Nong Toom, die seit 1999 als Frau lebt, war vorher einer der besten Kickboxer Thailands. Die Hauptrolle seines Films besetzte der Regisseur ebenfalls mit einem echten Kickbox-Champion, Asanee Suwan. Fantastische Kampfsport-Szenen sind die Folge.

    Nong Toom kostet es zunächst viel Überwindung, körperlich zu kämpfen, denn er verabscheut Gewalt. Aber seine Zähigkeit, mit der er Geld verdienen will, trifft auf einen guten Trainer und väterlichen Freund. Nong Toom lernt auch die Schönheit des Thai-Boxings kennen, er verbindet darin Präzision, Selbstüberwindung, Härte und Geschmeidigkeit. Der Regisseur schneidet oft Kampfszenen im Ring gegen anmutigen thailändischen Frauentanz, den Nong Toom so gerne aufführt.

    Die hautnahen Kickbox-Aufnahmen wirken bald wie eine Art Kampfsport-Ballett. Es wird klar, dass dieser Sport trotz aller Härte nichts für tumbe Muskelpakete ist. Die erforderliche Geschicklichkeit und Bewegungskunst sind so elegant, dem Tanz so nahe, dass es einen bald nicht mehr verwundert, wieso gerade ein Transsexueller so viele Erfolge im Ring verbucht. Doch es ist nur der ständige Erfolg im Kampf, der Nong Toom vor der ständig drohenden Verachtung und dem lauernden Hass rettet: Die thailändische Gesellschaft hält nichts von Männern, die Frauen sein wollen, gibt aber dem Sieger Recht.

    Dieser schöne, mutige Film beflügelt nicht nur durch seine Leidenschaft für das thailändische Kickboxen und seinen Blick für androgyne Bewegungsformen. Der Hauptdarsteller schafft es auch hervorragend, das innere Leiden Nong Tooms darzustellen, seine ständige Zerrissenheit. Nong Toom muss erst etliche der besten männlichen Kämpfer besiegen, bevor er Frau werden darf. Diese mitreißende Strategie lässt der sehnsüchtigen, oft schutzlos zarten Hauptfigur alle Sympathien zufliegen und verweist Machos auf die Plätze.

    Fazit: Ein Thai-Boxer, der lieber Frau sein will: Eine wahre Lebensgeschichte, mitreißend und anmutig verfilmt mit tollen Kampfsport-Szenen.
  • Erstlingsregisseur Ekachai Uekrongtham erzählt in seinem unterhaltsamen Sportler-Biopic vom ungewöhnlichen Werdegang des transsexuellen Thai-Boxers Parinya Charoenphol. Liebevoll, detailreich und mit offensichtlicher Sympathie für seine Hauptfigur angelegt, überzeugt “Beautiful Boxer” als exotisches und “authentisches”, wenn auch wenig tiefgründiges Porträt eines sanftmütigen Kämpfers.

    Begeisterte zuletzt noch “Ong Bak” als kampfkünstlerische Tour de force das Fernost-interessierte Kinopublikum, lenkt nun eine ganz andere Art Film das Augenmerk auf den thailändischen Film. Ekachai Uekrongtham interessiert sich als Produzent, Autor und Regisseur bei seinem Kino-Debüt weniger für spektakuläre Kampfszenen als das “Innenleben” seiner Hauptfigur. Verkörpert wird sein “Held”, der transsexuelle Thai-Boxer Parinya Charoenphol, Kampfname Nong Toom, vom Thai-Box-Champion und Schauspielneuling Asanee Suwan, der für seine mutig-anrührende Darstellung sogar das thailändische Oscar-Äquivalent gewann.

    Nach einer knappen Exposition, in der ein an einem Interview mit der Kultfigur Nong Toom interessierter Journalist von eben jenem aus einer Schlägerei gerettet wird, springt die Handlung in Raum und Zeit zurück. Der “Beautiful Boxer” wächst in der Provinz auf, leidet schon als kleiner Junge darunter, im falschen Körper gefangen zu sein und wird wegen seines sanften Wesens zum Ziel so mancher Hänseleien. Auch die Armut seiner Familie belastet den Jungen und so sieht er, als er in der Pubertät eher zufällig einen Thai-Boxkampf auf einem Jahrmarkt gewinnt, in dem brutalen Sport einen Weg aus der Armut – und zur ersehnten Geschlechtsumwandlung. Dank des harten Trainings seines Mentors Pi Chart klettert der junge Kämpfer schnell die Rangliste hinauf.

    Eine klassische Erfolgsgeschichte, ein typischer Boxerfilm à la “Rocky”, vom Tellerwäscher zum Millionär – möchte man meinen. Denn als Pi Chart die Transsexualität seines Schützlings entdeckt, sieht er dies als willkommene Marketingchance und lässt Nong Toom daraufhin, zur Begeisterung der meisten Fans, mit vollem Make-up in den Ring steigen. Doch viele Titel bedeuten auch gute Einkünfte und so entscheidet sich der “schöne Faustkämpfer” mit 19 Jahren auf dem Zenith seiner Karriere das Geschlecht zu wechseln.

    Kampfgeist im wahrsten Sinne des Wortes, einen eisernen Willen muss die heute als Thai-Box-Trainerin, Schauspielerin und Model in Bangkok arbeitende Nong Toom besessen haben, nur so lässt sich die Erfüllung “ihrer” Wünsche erklären. Doch dieser Aspekt der inneren Zerrissenheit, der Leiden geht etwas unter – zu Gunsten wohl choreographierter Kampf- und Schminkszenen. Mach es wie die Sonnenuhr, scheint sich Uekrongtham gesagt zu haben und hat vor allem die positiven, “hellen” Augenblicke des Lebensweg der thailändischen Kultfigur “beleuchtet”. Die Rechnung geht auf, das auf DV-Material gedrehte, mal lichtschwache, mal körnige Werk funktioniert als heitere, bisweilen – durch die süßliche Synchronisierung – beinahe liebliche success story der anderen Art. Preise gab’s dafür schon auf zahlreichen nationalen und internationalen Filmfesten, etwa für Regie und Make-up. Wer jedoch mehr Blut, Schweiß und Tränen will, wartet besser auf Russell Crowes “Comeback”. geh.

Darsteller und Crew

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