Batman Forever (1995)

Batman Forever Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Batman ist zurück. Und diesmal hat es Gotham Citys Rächer im Fledermauskostüm mit zwei Superverbrechern zu tun. Da ist einmal Harvey “Two-Face” Dent, die wandelde Verkörperung der Schizophrenie. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der “Riddler”, ein genialer aber durchgeknallter Wissenschaftler, der Batman immer wieder tödliche Rätsel aufgibt.

Der Rächer im Fledermaus-Cape sieht sich in seinem jüngsten Leinwandabenteuer gleich zwei übermächtigen Gegner gegenüber: dem schizophrenen Harvey Two-Face und dem sardonischen Riddler. Das Duo will die Weltherrschaft erlangen – und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Aber Batman alias Multimillionär Bruce Wayne kämpft nicht allein gegen die Mächte des Bösen: Diesmal wird er vom hitzköpfigen Robin und der verführerischen Psychologin Dr. Meridian unterstützt.

Im dritten und bis dato effektvollsten Abenteuer der Fledermaus-Saga nimmt Neu-”Batman” Val Kilmer unter Regie von Joel Schumacher (“Falling Down”) den Kampf gegen den Riddler (Jim Carrey) und Two-Face (Tommy Lee Jones) auf.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Obwohl Tim Burton mit “Batman” und “Batmans Rückkehr” kommerziell sehr erfolgreich war, wollte Warner Bros. nicht ein weiteres Mal auf die bizarren, düster-sinistren Off-Beat- Fantasien des Ausnahmeregisseurs vertrauen. Für die Verwirklichung des neuen Mainstream- Konzepts von “Batman Forever” holte das Studio Joel Schumacher an Bord, dessen Filmpalette stilistisch wie thematisch breit gefächert ist. Der Regisseur von “Der Klient”, “Flatliners” und “Falling Down” hat die wenig neidenswerte Herausforderung bemerkenswert gut gemeistert. Seine “Batman”-Version ist tatsächlich für das breite Publikum angelegt. Das ist legitim. Denn seit Bob Kane den “Dark Knight” 1939 erfunden hat, war er immer ein Objekt für Variationen und Interpretationen. Die psychologischen Merkmale von Schumachers Batman sind der von Burton allerdings sehr ähnlich. Er wird immer noch bestimmt durch seine Einsamkeit, seinen aggressiven Gerechtigkeitssinn und seine maskenhafte Dualität. Neu ist vor allem der Darsteller: Nicht mehr Michael Keaton sondern Val Kilmer (“The Doors”) sorgt diesmal in Gotham für Recht und Ordnung. Neu sind das Dekor und die Accessoires: das Fledermaus- Outfit, das Batmobil, sogar die Bat-Höhle – alles ist modischer und dynamischer gestylt. Neu ist, daß Batman diesmal gleich zwei gleichwertige Gegenspieler hat: die Cartoon-Ausgabe von “Dr. Jekyll und Mr. Hyde”, Two-Face (Tommy Lee Jones), und den Riddler (Jim Carrey), einen genialen, aber völlig durchgeknallten Wissenschaftler. Neu ist auch, daß (endlich) Robin (Chris O’Donnell) eingeführt wird und zum Finale an Batmans Seite kämpfen darf. Als erotischer Sidekick fungiert diesmal die Kriminalpsychologin Dr. Meridian Chase (Nicole Kidman). Die Einführung dieser Figuren nimmt viel Zeit in Anspruch, ohne daß sich dabei eine Handlungsstruktur herauskristallisieren würde, was dem Film allerdings eher zu Gute kommt: Denn genau diese virtuos montierten Auftritte eskalieren schnell zu einer visuellen Achterbahnfahrt mit phänomenaler Sogwirkung. Farben, Sound, Perspektiven, Bildschnitt, alles fügt sich nach dem Motto “Mehr ist mehr” zu einer furiosen Comic-Pop-Oper zusammen. Neben den Stars – von denen Jim Carrey der große Abräumer ist und selbst Batman auf die Plätze verweist – ist der raffinierte Look die eigentliche Attraktion des Films. Produktionsdesignerin Barbara Ling (“Falling Down”) hat dafür über 60 Sets gestaltet. Ihr Gotham City ist eine exzentrische Mischung aus Art Deco, russischem Konstruktivismus und europäischem Postmodernismus. Gedreht wurde außerdem an Originalschauplätzen in New York und Los Angeles. Und so kann es sein, daß in einer Szene das Batmobil die Wall Street hinunterdonnert, um auf Wolkenkratzer-Niveau über eine computergesteuerte Brücke zurückzukehren. Schumacher ist es perfekt gelungen, Realfilmsequenzen und Tricktechnik miteinander zu verschmelzen. John Dykstra (“Krieg der Sterne”) steuerte dafür über 200 Spezialeffekte bei. “Batman Forever” ist ein lupenreines High-Tech-Fantasy-Märchen des MTV-Zeitalters geworden. Trotz aller Stilisierung vergißt Schumacher aber nicht, der Batman-Mythologie gerecht zu werden, so daß die Comic-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Die Chancen stehen gut, daß “Batman Forever” durch seinen zeitgemäßen Zuschnitt und nicht zuletzt auch wegen Superstar Jim Carrey hierzulande der erfolgreichste “Batman”-Film werden könnte. ull.

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