Batman Begins (2005)

Batman Begins Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Batman Begins: Wiederbelebung des Fledermaus-Franchise mit Christopher Nolans eindrucksvollem Neustart.

Bruce Wayne (Christian Bale) erlebt früh in seiner Kindheit ein einschneidendes Erlebnis, als er in einen Brunnen fällt und dort von Fledermäusen attackiert wird. In der Folge hat der heranwachsende Bruce (Gus Lewis) eine riesige Furcht vor den geflügelten Säugern, was ein tragisches Ereignis heraufbeschwört. Denn als er eines Abends seine Eltern zu einem Opernbesuch in Gotham City begleitet, sind dort als Fledermäuse kostümierte Darsteller. Bruce überzeugt seine Eltern, die Vorstellung zu verlassen, was dazu führt, dass die dreiköpfige Wayne-Familie von dem Straßenräuber Joe Chill (Richard Brake) überfallen wird. Vater und Ehemann Thomas Wayne stellt sich vor seine Familie, um diese zu beschützen, kann jedoch nicht verhindern, dass Chill ihn und seine Frau  Martha (Sara Stewart) erschießt. Der traumatisierte Bruce wird in der Folge vom loyalen Familienbutler Alfred aufgezogen. Nachdem Chill vierzehn Jahre später durch einen Deal frei kommen könnte, in dem er Informationen über den Mafiaboss Carmine Falcone (Tom Wilkinson) preisgibt, versucht Bruce, Chill nach dem Ende der Gerichtsverhandlungen mit einem versteckten Revolver zu töten. Ihm kommt jedoch eine Auftragskillerin zuvor, was dafür sorgt, dass sich Bruce damit auseinandersetzt, ob ein Rachemord im Sinne seiner Eltern gewesen wäre. Seine Kindheitsfreundin Rachel Dawes (Katie Holmes) verneint dies und redet ihm ins Gewissen, was mit zur Folge hat, dass Bruce Falcone zur Rede stellt. Dessen Ansichten veranlassen Bruce Wane dazu, das kriminelle Denken zu studieren. Nach einer jahrelangen und  umfangreichen Reise rund um die Welt, beginnt er schließlich ein Training in der „Gesellschaft der Schatten“  und kehrt nach Gotham zurück, um mit einer geheimen Identität dem Verbrechen den Kampf anzusagen. Das Familienunternehmen „Wayne Enterprises“ und das riesige Vermögen, das ihm seine Eltern hinterlassen haben, sind, sind dabei sicher nicht von Nachteil.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (7)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Endlich ist wieder Nacht. Acht Jahre nach der letzten Vorstellung von Joel Schumachers überproduziertem Actionzirkus ist der Schwarze Mann mit der gequälten Seele wieder zurück, um in Gotham City den Dreck von den Straßen zu fegen. Nicht alles ist wirklich neu in “Revenge Reloaded”, aber dramatisch erzählt, eindrucksvoll visualisiert und mit der richtigen Dosis von Psychologie und Action ohne die Monotonie vergleichbarer Blockbuster inszeniert. Damit ist der Grundstein gelegt, dass die bisher verhaltene Resonanz deutscher Kinogänger (Tim Burtons Franchise-Ouvertüre ist mit 1,8 Millionen Zuschauern Champion), von neuer Euphorie abgelöst wird.

    Mit “Batman Begins” vollendet Christopher Nolan seinen Aufstieg vom Indie-Geheimtipp (“Memento”) zum Studioregisseur (“Insomnia – Schlaflos”) und Big-Budget-Impressario, dem man auch die Wiederbelebung einer zu Grunde gerichteten Eventreihe anvertrauen kann. Auch wenn Nolan in den letzten Akten das Actionorchester voll besetzt und laut spielen lässt, korrigiert er viele der zuletzt begangenen Franchise-Fehler. Der Ton ist dramatisch, nie exzentrisch oder cartoonesk, die Bat-Bad-Guys sind wichtige Räder im Plotgetriebe, nicht aber Motoren, der Zwang zu absurden Onelinern ist ausgetrieben und von oft knackiger Rhetorik ersetzt, die visuelle Problemlösung ist häufig pragmatisch, womit digitale Ruckeloptik in den Bewegungen von Figuren oder Vehikeln kaum beobachtet wird. Darstellerische Souveränität garantiert die VIP-Veteranenbesetzung um Michael Caine (Butler Alfred), Morgan Freeman (Batmans Toymaker und Neo-Q) und Gary Oldman (Detective Gordon). Hinzu kommen Liam Neeson in einer seiner vielen Mentorrollen, eine engagierte Katie Holmes (“Dawsons’ Creek”) als Bruce Waynes zur Staatsanwältin gereifte Jugendfreundin sowie das irische Blauauge Cillian Murphy als dämonischer Psychiater Dr. Crane. Über all dieser Prominenz thront Christian Bale als Fürst der Finsternis – lässig als Partylöwe, intensiv als zornigster und damit bester Batman in der Fledermausgeschichte.

    Das Drehbuch nimmt sich 50 Minuten Zeit, um eine Tour in Waynes Biografie und Seele zu unternehmen. Als Kind stürzt er in einen Brunnen, wird von Tausenden Fledermäusen, vor allem aber von der Ermordung seiner Eltern traumatisiert. Jahre später hat er das Verbrechen aus der Täterperspektive studiert, erregt im Knast in Bhutan das Interesse von Henri Ducard, wird von ihm zu einer furchtlosen Waffe geschmiedet, bis er sich gegen Ducards Boss und dessen Organisation wendet, die die Metropolen der Erde in Schutt und Asche legen will, um eine bessere, vom Schmutz befreite Welt zu errichten.

    Nach dieser langen Exposition und einigen kurzen Kampfszenen kehrt Wayne nach Gotham zurück, taucht als Batman mit Blitz-Bewegungen spukartig auf, diszipliniert das Böse ökonomisch und effektiv. Nolan bleibt in den Fights immer nah am Mann, zieht selten das Bild auf, hat aber ein Auge für heroisches Posing, wie es zu diesem Comic unbedingt gehört. Katzenhaft kauert Bales Batman auf Balken, thront in einem von mehreren grandiosen Moneyshots vor der Silhouette Gothams. Wenig in Nolans Inszenierung ist opernhaft, sichtbar realitätsverhaftet ist sein Ansatz. So entstammen Batmans Outfit, sein Heldenspielzeug und sein panzerartiges Batmobil, das aussieht, als hätte der Mond-Buggy der NASA mit dem Stealth-Bomber der Air Force eine Liaison gehabt, der militärischen Forschung. Nolans Gotham ist ein Blick in die nahe Zukunft, in der die Kluft zwischen Armut und Reichtum noch größer wird und sich auch im Städtebild noch stärker manifestiert. Die zweite Hälfte des Films ist mit einer Autoverfolgungsjagd und der finalen Konfrontation auf einer Magnetbahn deutlich actionorientierter als die erste – was sich auch im Soundtrack spiegelt, den zunächst die Subtilität James Newton Howards, schließlich die Überwältigungsakustik von Hans Zimmer dominiert. Am Ende wird die Saat für die nächste Folge gesät, auf die man sich nach diesem Einstand freuen darf. Hier wird sich die Zukunft des Franchise zeigen, wenn man ohne das Fundament einer dramatischen Einführung und ohne den Actionbombast der Vergangenheit die Vollbeschäftigung Batmans erreichen muss. kob.

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare