Bank Job (2008)

Originaltitel: The Bank Job
Bank Job Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Bank Job: Launig schnörkelloser Retrokrimi im Stil der Siebzigerjahre über einen legendären Banküberfall im Herzen von London.

Familienmensch Terry (Jason Statham) ist ein Kleingauner, der seiner alten Freundin Martine (Saffron Burrows) zuliebe ein Team zum Zwecke des Einbruchs in einen Tresorraum der Lloyd Bank zusammenstellt. Was er nicht ahnt: Martine handelt im Auftrag eines MI5-Agenten. Denn in den Schließfächern befindet sich allerhand kompromittierendes Material über die Royals und korrupte Polizisten. Bald schon wollen Gangster und Obrigkeit die heiße Ware an sich reißen.

Schnörkelloser Raubüberfallkrimi im 70ies-Ambiente, den Roger Donaldson (\”Dante\’s Peak\”) fachkundig zu einem Paket aus Action, Thrill, Humor und Intrigen schnürt. \”Transporter\” Jason Statham schlüpft durch einen Parcours aus \”The Italian Job\” und \”Bube, Dame, König, Gras\”.

Terry Leather ist ein kleiner Gauner, der von seiner alten Flamme Martine überredet wird, ein Team zusammenzustellen, um in den Tresorraum der Lloyd Bank einzubrechen. Er ahnt nicht, dass sie von ihrem Liebhaber, einem MI5-Agenten, dazu angehalten worden ist. Denn in den Schließfächern befinden sich kompromittierende Fotos von Prinzessin Margret und anderen Vertretern der High Society sowie eine Liste mit Cops, die Schmiergelder angenommen haben. Damit haben Terry und sein Team alsbald Gangster und Cops auf dem Hals.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Angeblich eröffnet dieser Film die Wahrheit über diesen Bankraub, der 1971 stattfand, bei dem wohl über 4 Millionen Pfund erbeutet wurden, die nie wieder aufgetaucht sind – und über den nach drei Tagen eine strikte Nachrichtensperre verhängt wurde aus Gründen der nationalen Sicherheit – sprich der Reinhaltung des Rufes der königlichen Familie. Was wirklich passiert ist und was der Film dazuerfindet, lässt sich letztendlich nicht sagen – darum geht es aber auch gar nicht so richtig: Tatsache ist schlicht, dass dieser Film durchweg spannend ist und von vorne bis hinten atmosphärisch dicht und stimmig.

    Wer „Life on Mars“ gesehen hat, die britische Krimiserie, in der ein Polizist aus der Jetztzeit in die 70er Jahre versetzt wurde, der kann sich vorstellen, wie „Bank Job“ aussieht. Schmuddelig und dreckig und irgendwie nach britischer Arbeiterklasse, mit altmodischen Frisuren und Kleidern; nichts von glamourösen 70ern, sondern das Kleine-Leute-Milieu wird hier gezeigt, das nach Schweiß muffelt und nach viel zu wenig Geld – oder aber, auf der Seite des Black-Power-Führers Michael X (der eigentlich eher Zuhälter und Drogenhändler ist) und des Pornokönigs Vogel, nach viel zu viel Geld, nach Körpersekreten und Gewalt. Diese Atmosphäre von vor fast 40 Jahren, die so authentisch rüberkommt, der jede Nostalgie fehlt, die die sozialen Ebenen genau porträtiert, wurde höchst sorgfältig erschaffen, so dass sie ganz einfach, ganz natürlich rüberkommt – das ist nicht häufig in Filmen, die eine frühere Zeit wiederspiegeln.

    Doch Regisseur Roger Donaldson und die Drehbuchautoren Dick Clement und Ian Lafrenais sind alte Routiniers, die schon so manchen guten Film geschaffen haben: Donaldson etwa (um im Thrillergenre zu bleiben) „No Way Out“ von 1987 mit Kevin Costner und Gene Hackman, Clement und Lafrenais zuletzt „Across the Universe“ – freilich stammt auch mancher Mist von ihnen, die Drehbuchautoren etwa haben auch die Fußball-Klischeeanhäufung „Goal“ verfasst…

    Hier aber sind alle auf der Höhe, kreieren einen spannenden Plot und statten ihn mit trockenem Humor ebenso wie mit der nötigen Menge Brutalität aus. Und auch Jason Stratham, sonst eher auf reiner, platter B-Action zu sehen, kann den Film tragen in der Rolle des Terry. Geschickt werden erstmal die vielen Fraktionen eingeführt, ohne dass man wüsste, was wie zusammenhängt: Terry und Martine, der MI5 und Michael X, Prinzessin Margaret und Lew Vogel – um dann nach und nach alles zusammenzufügen – aber da hat schon eine andere Art der Suspense Gestalt angenommen, der Heist-Movie-Teil, in dem die Bank überfallen wird. Von Amateuren wohlgemerkt, die große Pläne haben und alles doch recht dilettantisch anfassen, so dass ein Amateurfunker ihre Kommunikation mit dem Schmieresteher mithört und die Polizei informiert; so dass auch der MI5 mehr und mehr besorgt ist über den guten Ausgang des Coups.

    Und dann ist noch lange nicht alles vorbei, weil Terry und Co. eine Menge belastendes Material in die Hände gefallen ist, das in den Schließfächern lagerte – und das nun sowohl von den Besitzern als auch von denen, die kompromittiert werden könnten, zurückgefordert wird. Und hier nun, wenn alles auf Terry einstürzt, zeigt sich eine weitere Nuance der Raffinesse dieses Films: wenn nämlich all die Karten langsam, der Reihe nach, aber vor allem in der richtigen Reihenfolge ausgespielt werden müssen.

    So fügen sich alle Zahnräder ineinander, um einen Teil des großen Räderwerks preiszugeben, nach dem nicht nur das großbritannische Gesellschaftssystem und sicher nicht nur in den 70ern funktioniert. In dem Gangster und Polizei und Politaktivisten und Geheimdienst gegebenenfalls Hand in Hand arbeiten, je nach Interessenlage, je nach Erpressungspotential. So dass es letztlich kein Wunder ist, dass man von Beginn an zu dem amateurhaften, dilettantischen Verlierertypen Terry hält, dem das große Glück in den Bankschließfächern winkt.

    Fazit: Die wahre Geschichte einesBanküberfalls, in dem Geheimdienst wie Londoner Unterwelt ihre Finger drin haben – spannend erzählt in einer perfekten 70er-Atmosphäre.
  • Zwischen “The Italian Job” (2003) und “The Brazilian Job” (in Produktion) absolviert “Transporter”-Star Jason Statham einen erneuten Bruch in dem kurzweiligen Heist-Movie “The Bank Job”.

    Während es sich bei den ersteren um zwei von F. Gary Gray inszenierte Actionkrimis handelt, übernimmt hier der australische Regieveteran Roger Donaldson (“13 Days”, “Dante’s Peak”) souverän die Spielleitung. Ebenfalls alte Hasen sind die beiden Drehbuchautor Dick Clement und Ian La Frenais, die basierend auf wahren Begebenheiten um einen 1971 in London ausgeführten Banküberfall ein komplexes, dennoch überschaubares Plotgeflecht austüfteln. Beim damaligen, als “Walkie-Talkie-Heist” bekanntem, Fall wurde nach wenigen Tagen von oberster Stelle Berichterstattungsverbot verhängt. Da es zudem nie zu Verhaftungen kam, entstand ein Nährboden für Vermutungen, dass ein Mitglied des Königshauses in einen Sexskandal verwickelt gewesen sein könnte und sich das Foto-Beweismaterial in einem der Bankschließfächer befand. Ebenfalls involviert gewesen sein sollen der britische Geheimdienst, Michael X, prominente Politiker und Aristokraten, korrupte Polizisten, Pornokönig Lew Vogel und weitere Gestalten der Unterwelt. Wie in einem Guy-Ritchie-Film (Statham gab sein Debüt in “Bube, Dame, König, Gras”) gibt dies diversen Subplots mit zahlreichem Figuren Vorschub.

    Terry Leather (Statham) ist ein kleiner Gauner und Familienmensch, der von seiner alten Flamme Martine (“Troja”-Beauty Saffron Burrows) überredet wird, ein Team zusammenzustellen, um in den Tresorraum der Lloyd Bank einzubrechen. Er ahnt nicht, dass sie von ihrem Liebhaber, einem MI5-Agenten, dazu angehalten worden ist. In den Schließfächern finden sich nicht nur die von Martine gesuchten kompromittierenden Fotos der Prinzessin, sondern auch die von etlichen anderen Vertretern der High Society. Darüber hinaus entdecken sie eine Liste mit Cops, die Schmiergelder von Vogel angenommen haben. Und Terry und Kumpanen haben schließlich alle Parteien auf dem Hals, was zu fatalen Gewalteruptionen führt, die den bislang locker-flapsigen Ton schlagartig beenden. Auch bekommt Statham zum Finale noch Gelegenheit, seine bewährten Kampfkünste zur Schau zu stellen.

    Action, Intrigen, Spannung, Humor sowie ein Hauch Romantik jongliert Donaldson kompetent, so dass sich ein launig schnörkelloser Retrokrimi mit bodenständigem Szenekolorit ergibt. Das hat man zwar schon eleganter und origineller erzählt gesehen (etwa in “Sexy Beast” oder “Gangster No. 1″), aber trotzdem macht es Spaß, sich durch die zahllosen Verwicklungen zu arbeiten, zumal es Donaldson nicht nur versteht, das Tempo hoch zu halten, sondern auch das nötige Ambiente der 70er Jahre heraufzubeschwören. ara.

Darsteller und Crew

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