Auf ewig und einen Tag (2006)

Auf ewig und einen Tag Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Auf ewig und einen Tag: Zweiteiliges TV-Drama um die Geschichte einer Männerfreundschaft von der Kindheit bis zum 11. September 2001 im World Trade Center.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kein Film über die Anschläge vom 11. September 2001, sondern ein Melodram über das Finden und Verlieren der Liebe: “Auf ewig und einen Tag” ist der Versuch, die Höhen und Tiefen einer Freundschaft mit Zeitgeschichte zu verbinden.

    “Was immer es ist, es ist das Leben”, gibt der New Yorker Taxifahrer seinem Kunden am Morgen des 11. September 2001 munter mit auf den Weg. Doch der Tag wird Tod und Verderben über die Stadt bringen; und im fernen Deutschland hinterlässt ein Freund verzweifelte Anrufe auf der Mailbox eines mobilen Telefons, das vielleicht schon längst im Inferno geschmolzen ist. Das Attentat bildet jedoch bloß die Rahmenhandlung. Es ist der Auslöser für die Geschichte einer Freundschaft, die sich über zweieinhalb Jahrzehnte erstreckt: Jan Ottmann (Heino Ferch) ist voller Schuldgefühle, denn eigentlich hätte er an diesem Morgen einen Termin im World Trade Center gehabt. Weil seine Frau ein Kind erwartet, hat er seinen Freund und Partner Gregor (Fritz Karl) gebeten, nach New York zu reisen.

    In langen Rückblenden taucht der Film nun die Siebzigerjahre ein und berichtet vom Leben in der muffigen Enge einer bayerischen Kleinstadt. Obwohl Regisseur Markus Imboden immer wieder zwischen diesen beiden Erzählebenen wechselt, gelingt es ihm nicht, sie miteinander zu verschmelzen. Nicht nur die zeitlichen Brüche sind zu stark; die Jugendlichen lassen sich in den Figuren der Rahmenhandlung nicht wiederfinden. Als eher unglücklich erweist sich auch die Entscheidung, Ferch, Karl und Claudia Michelsen (als Elsa) die jungen Erwachsenen spielen zu lassen. Bei allem Respekt: Ferch zum Beispiel ist Jahrgang 1963; da ist es mit einem Haarteil nicht getan, um glaubhaft einen jungen Mann von Mitte zwanzig zu verkörpern. Imbodens Versuche, die Übergänge harmonisch zu gestalten, grenzen zudem mitunter ans Makabre: Im New York des Jahres 2001 springt ein Mann in Panik aus einem der Türme, im Landshut des Jahres 1975 hüpft Gregor von einer Mauer in Jans Hinterhof.

    Während der erste Teil trotz aller Einwände noch eine gewisse Spannung entwickelt, wirkt der zweite etwas kraftlos. Das liegt allerdings auch an den Vorzeichen: In den ersten neunzig Minuten erzählen Jeltsch und Imboden, wie Freundschaft und Liebe entstehen, in den zweiten, wie sie vergehen. Darüber vernachlässigt der Film sein eigentlich stärkstes Motiv: Jan verliert sich gegen alle Vernunft mehr und mehr in der Obsession, Gregor habe die Katastrophe überlebt, und setzt sogar seine Ehe aufs Spiel. Weil sich der Film aber viel zu wenig darauf konzentriert, verpufft am Ende auch der Knalleffekt, als Jan Monate nach den Anschlägen endlich die Wahrheit erfährt. tpg.

Darsteller und Crew

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