Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt (2012)

Originaltitel: Seeking a Friend for the End of the World
Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt: Keira Knightley und Top-Comedian Steve Carrell in einer überraschenden Verbindung aus düsterer Apokalypse und heiterer romantischer Komödie: Als Zufallspaar gehen die beiden kurz vor einem bevorstehenden Asteroideneinschlag auf einen Roadtrip...

Gerade ist Dodge von seiner Frau verlassen worden, und dann soll auch noch die Welt untergehen, wenn in drei Wochen ein gigantischer Asteroid auf der Erde einschlagen und alles Leben auslöschen wird. Die Perspektive für die letzten Tage des sanften Versicherungsfachmanns ist also nicht gut, bis er seine junge Nachbarin Penny kennenlernt und mit ihr zu einem Roadtrip aufbricht. Sie will zu ihrer Familie, er zu seiner Jugendliebe, doch das Schicksal hat eine andere, für beide überraschende Option im Sinn.

Drei Wochen vor dem sicheren Weltuntergang verlieben sich zwei Fremde auf einem Roadtrip unerwartet ineinander. Schwarze romantische Dramödie, die die Genrekonventionen mit dem sicheren Weltuntergang in Einklang bringt.

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    Dodge ist mit seinem Leben unzufrieden. Zuwenig hat er bisher erreicht, zu viel bereut. Ändern lässt sich daran nicht mehr viel, denn ausgerechnet jetzt macht sich ein Asteroid auf den Weg, die Erde zu zerstören. Nur 21 Tage bleiben der Menschheit, um alles zu erledigen, was erledigt werden muss. Für Dodge ist das ein Besuch bei seiner ersten großen Liebe. Für seine Nachbarin Penny ist es der letzte noch mögliche Flug zu ihren Eltern in England. Zusammen machen sich die beiden ungleichen Weggefährten auf, um Wünsche zu erfüllen. Und stellen fest: Das Ende der Welt kann auch ein Anfang sein. Es sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die in diesem romantischen Road-Movie von Regisseurin Lorene Scafaria aufeinandertreffen. Auf der einen Seite Dodge, wunderbar stoisch gespielt von Steve Carell, der als romantischer Anti-Held vor allem zu sich selbst findet. Auf der anderen Seite Keira Knightley als chaotische und liebenswerte Penny, die bis zum Schluss mit Optimismus und Lebensfreude bezaubert. Zwischen Carell und Knightley stimmt die Chemie, dazu gesellen sich skurrile Nebenfiguren. Stets schwingt eine bittersüße melancholische Stimmung mit, die den Zuschauer in seinen Bann schlägt und ihn träumerisch mitreisen lässt. Ein wunderschönes Endzeit-Märchen, bei dem die Liebe stärker ist als der Weltuntergang.

    Jurybegründung:

    Ein Science-Fiction-Szenario leitet den Film ein, der sich in den weiteren Szenen als Parabel auf das Leben entpuppt. Es passieren absurde Dinge, denn der Tag, an dem die Welt endgültig nicht mehr zu retten ist, scheint bevorzustehen. Da finden sich selbst so grundverschiedene Menschen wie Dodge, Versicherungsvertreter und gescheiterter Ehemann, und Penny, seine in den Tag hinein lebende Nachbarin, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen. Dodge, der Unglückliche, wurde von seiner Frau verlassen, als die Nachricht vom Ende der Welt bekannt wurde, denn offensichtlich möchte sie die letzten 21 Tage nicht mit ihm verbringen.
    Die Ereignisse rings um Dodge und Penny werden dramatischer und nur in kurzen Szenen eingeblendet, denn es geht ja vor allem um Dodges Suche nach der richtigen Frau für die verbleibende Zeit. Auch das Verhältnis zu seinem Vater will er noch klären. Endzeitstimmung macht sich breit. Nun wird der Film zum Roadmovie, denn Penny erkennt, dass sie die letzten Tage auf Erden mit ihrer Familie in England verbringen will und Dodge und Penny einigen sich: Er kann in ihrem Auto zu seinem Vater fahren und außerdem seine High-School-Flamme Olivia treffen, während er ihr helfen will, nach England zu gelangen.
    Der Film bemüht sich, alle menschlichen und gesellschaftlichen Themen teils humorvoll anzusprechen, wirkt aber in manchen Szenen unentschlossen und wenig zugespitzt. Der Spannungsbogen fällt eher flach aus, da viele Szenen vorhersehbar und die Entwicklung der Charaktere nur zögerlich erscheinen.
    Das Thema des Films wird vor allem durch seine Hauptdarsteller überzeugend vermittelt. Die liebevolle Zeichnung der beiden Helden Penny und Dodge geben dem Film Wärme und bestätigen seine Botschaft: Lebe jeden Tag, als wäre es der letzte.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Es ist das Ende der Welt und ich fühle mich gut. Dieser Film ist die lebensbejahende Antithese zu Melancholia.
  • 21 Tage vor seinem sicheren Tod entdeckt Steve Carell die Liebe und die merkwürdigen Begleitumstände des Weltuntergangs.

    Was wäre, wenn ein gigantischer Asteroid in drei Wochen auf die Erde träfe und alles Leben auslöschen, wenn Lars von Triers “Melancholia” mit einer romantischen Mainstreamkomödie kollidieren würde? Der Debütfilm von Drehbuchautorin Lorene Scafaria (“Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht”) versucht Antworten zu geben und das Komische, Absurde und Tragische einer solchen Konstellation herauszuarbeiten. Als Chefmelancholiker unter Hollywoods Topkomikern trägt Steve Carell die Apokalypse im Grunde schon lange in seinen Gesichtszügen und ist damit ideal besetzt für eine Figur, die bei der Verkündung des Weltuntergangs nicht nur jede Perspektive, sondern auch noch die Ehefrau an deren Lover verliert.

    Das Elend macht es sich wieder einmal gemütlich bei Carell, der als Versicherungsfachmann Dodge im Standardmodus scheu, sanft und liebenswert agiert. Temperament in Scafarias Drehbuch bringt Keira Knightley als junge Nachbarin Penny ein, die Dodges letzte Tage nachhaltig beeinflusst, als sie einen irrtümlich bei ihr eingeworfenen Brief seiner Jugendliebe ihm viel zu spät übergibt. Die gemeinsame Problematik, miese Beziehungserfahrung und der Wunsch, die letzten Stunden bei geliebten Menschen zu verbringen, führt die beiden Fremden auf einen Roadtrip, der Penny mit ihrer Familie und Dodge mit seiner Highschool-Flamme zusammenführen soll. Scafarias Dramödie hat eine optimistische Grundhaltung, auch wenn das Ende der Welt nicht nur im Titel steht. Sie glaubt an das Gute im Menschen, der sich bis zuletzt an die Regeln hält, lässt Aggression und Anarchie nur im Ansatz zu, obwohl beides kurz vor der Apokalypse so sicher wie diese wäre. Während in den Metropolen Selbstmörder vom Himmel fallen, die Ordnung sich langsam auflöst, ist das Land eine pastoral wirkende Insel, wird in den Kleinstädten überall noch der Rasen gemäht, was vielleicht auch als ironischer Kommentar zu lesen ist.

    Erwartungsgemäß dominiert im letzten Drittel Sentimentalität, doch zuvor dringt schwarzer Humor immer wieder in die Gefühligkeit ein, wenn in Endzeitstimmung politisch unkorrekte Wünsche ihr Ventil finden und Kinder etwa auf Partys der Eltern mitbechern dürfen. Davon hätte man gerne mehr gesehen, dann aber wäre es vielleicht eine Monty-Python-Hommage und eben keine Lovestory geworden, die vor allem charmant und einfühlsam sein will. kob.
  • Es ist noch gar nicht lange her, da ließ Lars von Trier die Welt in "Melancholia" auf äußerst emotionale Weise untergehen. Der Film "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" behandelt ein ähnliches Thema, wenn Regisseurin Lorene Scafaria auch gänzlich andere Töne anschlägt. Der drohende Weltuntergang ist in beiden Fällen omnipräsent. Und doch ist Scafarias Werk lockerer, zum Teil sogar komisch. Die Regisseurin scheint stets bemüht, den Humor nicht außer Acht zu lassen und so laden diverse Szenen des Films zum Schmunzeln ein. Trotzdem ist "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" auf keinen Fall als Komödie einzuordnen, auch wenn ein Steve Carell in der Hauptrolle dieses vermuten lassen könnte.

    Dass Carell oftmals als Garant für gute Lacher fungiert und mit Filmen á la "Jungfrau, 40, sucht" oder "Dinner für Spinner" eine großes Komödien-Repertoire verzeichnen kann, ist kein Geheimnis . Aber auch ein Hang zum Indie-Drama ist bei dem Schauspieler offensichtlich. In "Little Miss Sunshine" oder "Crazy, Stupid, Love" waren seine Parts zwar nicht gänzlich frei von Humor, er befand sich aber doch weit ab vom billig-Lacher Metier. Auch diesmal spielt er zwar keine todernste Rolle aber eine, die durchaus emotional und anspruchsvoll ist. Das meistert er gekonnt und charmant. Auch Knightley, die demnächst als Anna Karenina zu sehen sein wird, spielt die flippige Penny gut.

    Scarfaria meidet es, zu negative Stimmung aufkommen zu lassen, wird aber dennoch nie leichtfertig oder albern. Auch die komödiantischen Szenen im Film sind von der Tragik der Situation geprägt, was den Humor noch schmerzlicher wirken lässt. Im Gegensatz zu ihren Mitmenschen, sehen weder Penny noch Dodge das Ende der Welt als Grund, sich gehen zu lassen. Während um sie herum dem Sex und Drogenkonsum gefrönt wird, stehen die beiden dem Drama eher zynisch gegenüber. Auf den ersten Blick sind Spießbürger Dodge und Hippie-Girl Penny zwar ziemlich verschieden, während ihres gemeinsamen Road Trips kommt sich das ungleiche Paar aber auf berührende Art und Weise näher. Und sie nicht nur zu zweit: Gesellschaft bekommen sie von Fundhund Sorry. Nach einem missglückten Selbstmordversuch findet Dodge den kleinen Terrier nämlich neben sich ausgesetzt vor und so sehen die drei dem Weltuntergang gemeinsam entgegen. Zusätzlich erweist sich auch ein kurzer Auftritt von Martin Sheen als Dodges entfremdeter Vater als kleines Glanzstück.

    Außerdem hat Scarfaria ihr Werk mit schöner und berührender Musik unterlegt, was die emotionale Wirkung des Films unterstreicht. Und so schuf die Regisseurin ein sympathisches Werk, welches nahe geht und durch sein konsequentes Finale durchaus überrascht.

    Fazit: "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt" ist eine außergewöhnlich sympathische Tragikomödie, die unterhält, berührt und ein wirklich lohnendes Kinoerlebnis bietet.
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