Auf der Suche nach dem Gedächtnis (2008)

Originaltitel: Auf der Suche nach dem Gedächtnis - Der Hirnforscher Eric Kandel
Auf der Suche nach dem Gedächtnis Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Auf der Suche nach dem Gedächtnis: Überschwängliches Porträt des Medizin-Nobelpreisträgers und Hirnforschers Eric Kandel.

Der Nobelpreisträger Eric Kandel, einer der bedeutendsten Hirnforscher unserer Zeit, hat sich seit 50 Jahren auf Lernprozesse und das menschliche Gedächtnis spezialisiert. Grund dafür sind auch traumatische Kindheitserlebnisse des 1929 in Wien geborenen Akademikers, der als kleines Kind dem Holocaust durch Emigration in die USA entging. Dort studierte er Literatur, wurde Psychoanalytiker und bald darauf Mediziner, der viele Grundlagen der Hirnforschung legte.

Der renommierte Neurowissenschaftler Eric Kandel läd in Petra Seegers Dokumentation ein, die Stationen seiner Kindheit zu besuchen und stellt den aktuellen Stand seiner Forschungsarbeiten anschaulich dar. Das umfassende Porträt des charmanten Genies weckt die Neugierde fürs Lernen.

Eric Kandel lacht gern und viel, mitunter zu den unwahrscheinlichsten Anlässen. Seit 50 Jahren untersucht der Professor, wie das Gedächtnis funktioniert. 1929 in Wien geboren, muss er als Neunjähriger mit seinen jüdischen Eltern vor der Schreckensherrschaft der Nazis fliehen. Er gelangte nach New York, wo er ein Stipendium in Harvard ergatterte, Literatur studierte, Psychoanalytiker und Mediziner wurde. Anno 2000 erhielt er den Nobelpreis für Medizin, weil er entdeckte, wie geistige Vorgänge beim Lernen biologische Veränderungen in den neuronalen Schaltkreisen des Gehirns bewirken.

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Kritikerrezensionen

  • Der Filmemacherin Petra Seeger ist eine der seltenen Dokumentationen gelungen, die wissenschaftliche Forschung anschaulich erklären. Gleichzeitig entsteht in „Auf der Suche nach dem Gedächtnis“ ein charmantes und aufschlussreiches Porträt des leidenschaftlichen Forschers Eric Kandel. 2000 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt, konnte der in New York lebende Kandel nachweisen, wie Lernprozesse zu biologischen Veränderungen im Gehirn führen. Seine Untersuchungen zeigten, dass das Langzeitgedächtnis aus neuen Verbindungen zwischen Nervenzellen entsteht.

    Abwechslungsreich gefilmte Szenen erläutern in kleinen Schritten, was Kandel im Labor forscht und wie er an den Nervenzellen der Meeresschnecke Aplysia die Bildung neuer Verbindungen zeigen konnte, die auch im menschlichen Gehirn nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Wenn Kandel oder seine jungen Institutsmitarbeiter ihre Arbeit vor der Kamera erklären, wird spürbar, mit welcher Leidenschaft diese Wissenschaftler Tag für Tag ans Werk gehen.

    Eric Kandel veröffentlichte 2006 seine Autobiografie, in der er schilderte, wie seine Kindheitserinnerungen seinen Berufswunsch formten. Auch hier im gleichnamigen Film erzählt Kandel offen über traumatische Szenen in Wien, die sich ihm ins Gedächtnis einbrannten. Über die Ausbildung in Psychoanalyse und Psychiatrie, um die Motivationen für menschliches Handeln zu ergründen, kam er schließlich zur biologischen Forschung. Er fand heraus, dass zum Beispiel ein Gespräch zwischen zwei Menschen bleibende Spuren im Gehirn hinterlässt.

    Die Filmemacherin begleitet den Großvater Kandel mit seiner Familie auf eine Reise nach Wien. Kandel, der sich der Stadt immer noch verbunden fühlt, empfindet es als heilsam, in Österreich ein geschätzter Wissenschaftler zu sein. Den Vorträgen, die er auch vor Laienpublikum in Wien oder in New York hält, lauschen die Zuhörer andächtig. Dabei wird deutlich, welche Faszination seine Forschungen weit über die wissenschaftliche Gemeinde hinaus auslösen und mit wie viel Humor er das Publikum geistreich zu unterhalten versteht.

    Fazit: Sehenswertes, aufschlussreiches Porträt des Hirnforschers und Nobelpreisträgers Eric Kandel.
  • Überschwängliches Porträt des Medizin-Nobelpreisträgers und Hirnforschers Eric Kandel, der als Kind vor den Nazis aus Wien in die USA flüchtete.

    Eric Kandel lacht gern und viel, mitunter zu den unwahrscheinlichsten Anlässen. Damit wirkt die sympathische Frohnatur wie eine optimistische Version von Woody Allen. Seit 50 Jahren untersucht der Professor, wie das Gedächtnis funktioniert. Dafür hat der 1929 in Wien geborene Forscher ein triftiges persönliches Motiv vorzuweisen: Als Neunjähriger musste er mit seinen jüdischen Eltern vor der Schreckensherrschaft der Nazis fliehen. Er gelangte nach New York, wo er ein Stipendium in Harvard ergatterte, Literatur studierte, Psychoanalytiker und Mediziner wurde. Anno 2000 erhielt er den Nobelpreis für Medizin, weil er entdeckte, wie geistige Vorgänge beim Lernen biologische Veränderungen in den neuronalen Schaltkreisen des Gehirns bewirken.

    Der erfahrenen Dokumentarfilmerin Petra Seeger, die unter anderem Filmporträts über Wenders, Schlingensief und Thome schuf, gelingt ein umfassendes und lebendiges Bild des Menschen und Wissenschaftlers Kandel, indem sie Lebens- und Forschungsgeschichte miteinander verwebt. Kritik findet in dieser Huldigung zwar keinen Platz, aber die sehr persönliche Biografie unterhält vorzüglich. Zum einen, weil Kandel als charismatischer Redner in seinen Bann schlägt. Zum anderen, weil man einiges über den aktuellen Stand der Erkenntnisse aus seinem Labor erfährt. Und besonders, weil seine Reise in die Vergangenheit – Kandel besucht mit seiner Familie die Stationen seiner Kindheit in Wien und Brooklyn -aufgrund seiner offenen Art berührt. Nicht unbedingt notwendiges Reenactment unterstreicht dabei den dramatischen Charakter der damaligen Umstände. Während dieser Spurensuche erläutert Kandel leicht verständlich, wie Gedächtnis und Erinnerung die Essenz unseres Ichs bilden und Identität verschaffen. Neben Einblicken in sein von jüdischer Tradition geprägtes Familienleben lernt man auch seine “Muse” kennen – die Meeresschnecke Aplysia. Die Tierversuchsreihen ermöglichten es Kandel erst, dass er zur Kapazität wurde im Vorhaben, Freudianische Psychologie mit der Neurobiologie zu verbinden.

    tk.

Darsteller und Crew

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