Aschenbrödel und der gestiefelte Kater (2013)

Aschenbrödel und der gestiefelte Kater Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Aschenbrödel und der gestiefelte Kater: Mitmach-Märchen-Kino um den Jungen Paul, der die Welt der Märchenwesen rettet, indem er eine Aufführung von "Aschenbrödel" und "Der gestiefelte Kater" organisiert.

Paul lebt auf dem Land und ist ganz vernarrt in Märchen. Als er eines Tages plötzlich mit seinen Eltern in die Stadt ziehen muss, fürchtet er um seine geliebten Märchengeschichten, die in der Großstadt so selten erzählt werden. Doch da entdeckt er die Märchenhütte, wo die Grimmschen Märchen noch ihren festen Platz haben. Zwar freut er sich, dass er seine Märchenfiguren nun wieder um sich hat, doch er erfährt schmerzlich, wie wenig Beachtung sie in der Stadt finden. Also tut er alles, um das zu ändern, und erlebt abenteuerliche Dinge.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Als neuartiges "Mitmachkino" präsentiert sich der Märchenfilm "Aschenbrödel und der gestiefelte Kater". Die nur 60 Minuten lange Regiearbeit von Torsten Künstler (Ko-Regie bei "Kokowääh 1 und 2") richtet sich an Zuschauer ab vier Jahren. Die Konstruktion als Theater-im-Film und vor allem die darstellerische Verfremdung der Märchen auf der Bühne lassen diesen nett gemeinten Kinospaß kompliziert erscheinen.

    Zuerst ruft der Teddy wie im Kasperletheater: "Kinder, seid ihr alle da?" Im Verlauf des Films zeigt er dem Publikum, wann es klatschen oder mitsingen soll. Da die Kinder aber keine echten Gegenüber vor sich haben wie im Theater, darf der pädagogische Wert dieser Aktion bezweifelt werden. Die Handlung selbst beginnt mit der filmischen Rahmengeschichte vom Umzug Pauls und seinem Besuch der urigen Märchenhütte. Dort übernehmen dann die Theaterstücke das Geschehen, in das Paul als Zuschauer nur mit ein paar Zurufen eingreift.

    Die beiden Märchen werden so abgefilmt, wie sie das Ensemble der tatsächlich existierenden Berliner "Märchenhütte" aufführt. Die Kulisse ist ein Wohnraum mit antiquiertem Inventar, in welchem pro Märchen nur zwei Darsteller, aber in munter wechselnden Rollen auftreten. Aus der bösen Stiefmutter in "Aschenbrödel" wird, immer im gleichen Gewand, plötzlich der gute Prinz, was witzig und fantasieanregend ist, aber auch Distanz zur Geschichte erzeugt. Die Darsteller interpretieren ihre Figuren oft sehr schräg. Zum Beispiel stampft das Aschenbrödel trotzig mit dem Fuß auf, und der Müllerssohn im "Gestiefelten Kater" baggert die unsichtbare Prinzessin mit einem spöttisch-übertriebenen Kussmund an. Sogar ein Raptanz wird aufgeführt, der "Rebhuhn-Rap". Das alles setzt bei den Zuschauern Fähigkeit und Bereitschaft voraus, zwischen verschiedenen Bezügen und Inhaltsebenen zu pendeln. Die eigenwillige Darbietung besitzt durchaus Charme, der vermutlich auf einer Live-Bühne noch stärker wirkt. In Verbindung mit der angestückelten Rahmenhandlung und dem Mitmachteddy ergibt sie aber einen trotz seiner vielen Ideen recht unbeholfenen Film.

    Fazit: Der als neuartiges Mitmachkino konzipierte Märchenfilm "Aschenbrödel und der gestiefelte Kater" entpuppt sich als reichlich kompliziertes, abgefilmtes Theater zum Mitklatschen mit angestückelter Rahmenhandlung.
  • Kein Kind, das bei diesem Film die Füße still halten wird! Das von Regisseur Torsten Künstler (Koregisseur bei “Kokowääh 1+2) liebevoll inszenierte Kinospektakel lädt Kinder ab vier Jahren zum Singen, Klatschen und Tanzen ein und entführt sie in die zauberhafte Welt der Märchen. Im Zentrum steht die Berliner Märchenhütte, die von den Schauspielern des Theaters Hexenkessel zum Leben erweckt wird. Auch die Rahmenhandlung um den kleinen Paul überzeugt auf ganzer Linie. Ein gelungener Film voller Witz und Fantasie, der auch die Eltern ansprechen wird.

Darsteller und Crew

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