Arthur Newman (2012)

Arthur Newman Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Arthur Newman: Schräge Tragikomödie um einen Mann, der seinen Tod fingiert und eine neue Existenz annehmen will, sich unterwegs aber in eine lebensmüde junge Frau verliebt.

Wallace Avery hat sein altes Leben satt. Seine Ehe ist gescheitert, seine Freundin geht ihm auf die Nerven und sein Sohn spricht nicht mehr mit ihm. In seiner Verzweiflung fasst er einen Entschluss: Wallace fingiert seinen Tod und nimmt als Arthur Newman eine neue Identität an. Nun kann er sich endlich seinen großen Traum von einem Leben als Golf-Lehrer erfüllen. Doch ehe es dazu kommt, stolpert er über Mike, die zu viele Pillen geschluckt hat. Er bringt die junge Frau ins Krankenhaus – und wird sie nicht mehr los.

Ein Mann fingiert seinen Tod, verliebt sich auf dem Weg in ein neues Leben aber in eine lebensmüde junge Frau. Einfühlsam erzählte Tragikomödie mit Starbesetzung über die Möglichkeit für eine zweite Chance.

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Kritikerrezensionen

  • In Dante Ariolas schrägem Mix aus Tragikomödie und Roadmovie versuchen Colin Firth und Emily Blunt als “odd couple” ihr altes Leben hinter sich lassen.

    Der Titel ist durchaus wörtlich zu nehmen: Ein neuer Mann will Wallace Avery (Colin Firth) werden. Seine Ehe ist gescheitert, der Sohn verachtet ihn so sehr, dass er nicht einmal mehr mit ihm spricht, und die neue Freundin (Anne Heche) ist ihm zur Last geworden. Als “Arthur Newman” will er sich neu erfinden. Seinen Tod täuscht er vor – nun kann er endlich frei sein, als Golf-Lehrer einen Neuanfang wagen.

    In seinem provokativen Spielfilmdebüt beschäftigt sich Dante Ariola mit dem Thema Identitätskrise und untersucht auf recht drastische Weise, ob eine zweite Chance möglich ist. Kann man sein Leben so einrichten, wie man will? Die Antwort lautet “nein”. Denn kaum hat sich Wallace aus seinem alten Dasein fortgestohlen, stolpert er über Mike (Emily Blunt). Sie hängt an einem Motel-Pool herum, hat zu viele Pillen geschluckt. Wallace bringt die junge Frau in ein Krankenhaus und wird sie nicht mehr los.

    Das Drama mutiert zum tragikomischen Roadmovie. Drehbuchautorin Becky Johnston (“Herr der Gezeiten”) schickt ihr “odd couple”, zwei verlorene, verwundete Individuen, durchs US-Hinterland, lässt sie in fremde Häuser einbrechen und kurzfristig in die Haut deren abwesenden Bewohner schlüpfen. Ein Vergnügen ist es, den beiden Ausnahmeschauspielern dabei zuzusehen, wie sie Flipperkugeln gleich durch den Tag taumeln und krampfhaft versuchen, Halt zu finden. Etwas problematisch bleibt, dass nie wirklich klar wird, was die beiden eigentlich treibt. Irgendwie scheinen sie nur gelangweilt zu sein, was Nick Uratas monotoner Score unterstreicht.

    Es passiert insgesamt (zu) wenig, echte Konflikte, unerwartete Volten bleiben aus. Man fährt in Wallaces schickem Mercedes-Cabrio durch die Gegend, isst Hot Dogs und unterhält sich. Schöne Leute vor von Eduard Grau schön fotografierten Schauplätzen – gedeckte, dunkle Töne, viel Schatten, wenig Licht. Dazu Orientierungslosigkeit, große Langeweile, schräger, dunkler Witz und Worthülsen. Bald fühlt man sich so fremd wie die Protagonisten. Ein schwerer, atmosphärisch dichter Film über geplagte Seelen. geh.

Darsteller und Crew

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