Arrietty - Die wundersame Welt der Borger (2010)

Originaltitel: Kari-gurashi no Arietti
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Däumline bzw. Borgerin Arrietty lebt mit Vater und Mutter versteckt unter der Veranda des Familienhauses des zwölfjährigen Menschenjungen Sho. Ist das Leben der Winzlinge aufgrund von Katzen- und Krähenattacken ohnehin nicht leicht, ist Arriettys Familie nach dem ersten Blickkontakt zwischen ihr und Sho zudem zum Umzug gezwungen, wie es ein altes Borgergesetz vorschreibt. Doch Sho sucht nach einem anderen Weg, auch wenn seine heimtückische Großtante Jagd auf die Borgergemeinschaft macht.

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Kritikerrezensionen

  • Beim jüngsten Streich des Ghibli-Studios handelt es sich um eine weitere Adaption von Mary Nortons Klassiker „Die Borger“, der zuvor schon Pate für eine britische TV-Serie und dem zu Unrecht wenig beachteten Familienfilm „Ein Fall für die Borger“ mit Hugh Laurie stand. Die japanische Trickversion verlegt die Handlung von London in die ländliche Gegend nahe Tokio, wobei entsprechend der ökologischen Ausrichtung vieler Ghibli-Produktionen die grüne Umwelt in die Handlung eingebunden wird. Ähnlich dem James Krüss-Gedicht von der „Weihnachtsmaus“, der man alle verschwundenen Süßigkeiten anlastet, sind hier die „Borger“ Grund für sämtliche unauffindbaren Dinge im Haushalt. Das bietet Anlass für humorvolle Einfälle am Rande, wenn etwa eine Briefmarke als Wandgemälde herhalten darf.

    Gemäß des Alters vieler Manga- & Anime-Fans steht die 14-jährige Arietty im Mittelpunkt. Mit ihren Eltern versteckt sich das nur Zentimeter große, sorglose Mädchen in einem abgelegenen Landhaus, bis sie von dem herzkranken Jungen Sho entdeckt wird. Da beide ohne gleichaltrige Spielkameraden auskommen müssen, begegnen sie sich trotz ihres unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds und der Größe allmählich ohne Furcht. Probleme bereiten lediglich ihre Familien, die einander als Feinde ansehen. Während Arriettys Mutter Angst vor allen Veränderungen und neuen Aktionen hat, betrachtet die verschlagene Großmutter die Däumlinge lediglich als vernichtenswertes Ungeziefer. Nicht nur gegenüber den Menschen, sondern auch gegenüber anderen Lebewesen wie der Katze, Ratten oder Insekten müssen sich die Fingerhut großen „Borger“ zur Wehr setzen, was für gefahrenvolle Situationen sorgt. Im Grunde handelt es sich bei ihnen um eine bedrohte Art, obwohl sie sich in ihrem überschaubaren Umfeld bestens eingerichtet haben und damit die menschliche Wohnsituation spiegeln.

    Als ein Jahrzehnte altes Projekt des Studio-Aushängeschilds Hayao Miyazaki verfasste der Meisterregisseur dieses Mal nur das Drehbuch und überließ seinem langjährigen Mitarbeiter Hiromasa Yonebayashi die Regie, so dass die stimmungs- und fantasiereiche Animation ganz dem vertrauten Ghibli-Stil folgt. Abgesehen von einigen kitschigen Songs erhält man eine liebenswerte Mischung aus Poesie, Humor und Abenteuer, wobei der Plot etwas konventioneller ausfiel als gewohnt. Beim Frankfurter Nippon-Connection-Festival erhielt „Arrietty“ den Publikumspreis unter den Erstlingsfilmen, was angesichts der begeisterten jungen Mangafans im Publikum keine Überraschung darstellt.

    Fazit: Ein sympathisches Familienmärchen mit einem Plädoyer für Freundschaft und Natureinklang.
  • Auch als Produzent bewahrt Japans Animé-Legende Hayao Miyazaki seine Magie in einer bezaubernden Adaption von Mary Nortons Kinderbuchklassiker “Die Borger”.

    Wie zuletzt “Ponyo” fokussiert auch dieses Zeichentrickabenteuer aus der Qualitätsschmiede des Studio Ghibli auf Kinder, gleichwohl das Regiedebüt von Miyazakis Schüler und langjährigem Mitarbeiter Hiromasa Yonebayashi auch wieder Reize für ein älteres Publikum bietet. Universal genug ist die Geschichte einer aufgeweckten Däumeline und ihres Anbandelns mit einem Menschenkind auf jeden Fall, stammt die literarische Vorlage schließlich von der britischen Kinderbuchautorin Mary Norton, deren weltberühmte Reihe um die fingerlangen “Borger” schon mehrfach als TV-Serie und 1997 auch als Hollywood-Familienkomödie (“Ein Fall für die Borger”) ein breit gefächertes Publikum erschloss. Erst fast 40 Jahre, nachdem Miyazaki Nortons damals noch unverfilmte Fantasy erstmals adaptieren wollte, entstand unter seiner Ägide (Produktion und Drehbuch) dieser zauberhafte, mühelos zu Herzen gehende Zeichentrick nach klassischer Art.

    Würdevoll beseelt, dabei so vital und lieblich wie die Folk-Klänge der Französin Cécile Corbel entfaltet sich eine Freundschaftsbeziehung, die es gar nicht geben dürfte: Zwischen dem zwölfjährigen Menschenjungen Sho und der 14-jährigen Arrietty, die er zwischen Grashalmen erblickt. Panisch flüchtet die ansonsten furchtlose Borgerin in ihr Versteck unter der Veranda, wo sie mit ihrem besonnenen Vater und der schreckhaften Mutter lebt. Denn sobald ein Mensch sie erblickt, müssen sie ihre trautes Heim aufgeben und fortziehen. So will es das Borger-Gesetz. Und Sho erblickt sie abermals – auf ihrer ersten nächtlichen Exkursion in das Haus. Betrübt und wütend muss das schöne Mädchen den unabwendbaren Exodus miterleben, obendrein hat es die heimtückische Großtante auf die kleinen Leute abgesehen. Doch der sanftmütige Sho hilft ihr liebevoll und hat für die hinterlistige Alte einige schlaue Tricks parat. Die fallen kindgerecht heiter aus, während die tiefe Freundschaft emotional ein intensives Band knüpft.

    Ohne jede Didaktik erforscht Yonebayashi die Welt der Winzlinge und übernimmt ihre Perspektive: Die wütenden Attacken der mürrischen Katze oder einer Krähe sind so gewaltig wie der Lärm der Riesen und die nächtliche Küche gleicht einer mächtigen Höhle mit fremden Geräuschen. Auch der Garten ist ein Dschungel – kein Kinderspielplatz, sondern eine gefährliche Welt. Denn die Öko-Fabel verniedlicht nichts, sie erzählt mit Respekt von den letzten einer vom Aussterben bedrohten Art und hat mit der stolzen Arrietty einen wundervollen Charakter erschaffen, deren Schicksal trotz genügsamer Dramaturgie wieder einmal sehr nahe geht. tk.

Darsteller und Crew

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